Das Buch der Dinge – Pools

28. September 2006
Literarisches Colloquium Berlin

Doppellesung mit Matthias Göritz und Aleš Šteger

Programmtext

„Nicht für alles gibt es ein Wort“ – diese Einsicht vermeldet das „Große Wörterbuch der slowenischen Sprache”, und Aleš Šteger (Jahrgang 1973) hat sie seinem neuen Lyrikband „Buch der Dinge“ (Suhrkamp Verlag) als Motto vorangestellt. Statt zu beschreiben, läßt Šteger die Dinge selber zu Wort kommen. In den Gedichten – mit Titeln wie „Knoten”, „Stein”, „Pissoir” – sind Spiegelbilder der anthropomorphen Welt am Werk; das lyrische Ich betrachtet sich in den Dingen, die es ansieht, es äugt und wird beäugt. Als „Spiegelkabinett“ bezeichnet es sein Übersetzer Matthias Göritz im Nachwort. „Pools“ (Berlin Verlag) ist der Titel des neuen Gedichtbandes von Matthias Göritz. Wie das flüchtige, formlose Element Wasser, das einem zwischen den Fingern zerrinnt, wird auch Sprache im Gedicht nur angehalten, aufgefangen wie in einem – Pool. In den Gedichten sammeln sich die Erfahrungen von Liebe, Kindheit und Landschaft, sie bieten für den Moment der Lektüre einen Ort der Betrachtung. Ales Šteger und Matthias Göritz stellen die beiden Neuerscheinungen in Lesung und Gespräch vor und sprechen über die Probleme der Lyrikübersetzung.

 

 

Personen auf dem Podium