Das Werk: Georges-Arthur Goldschmidt

16. Mai 2008
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung und Gespräch: Georges-Arthur Goldschmidt
Moderation: Brigitte Große

Programmtext

Georges-Arthur Goldschmidt, der in diesen Tagen seinen achtzigsten Geburtstag feiert, wurde 1928 in Reinbek bei Hamburg geboren und verlebte seine Kindheit in einer großbürgerlich-hanseatischen Familie, die im 19. Jahrhundert vom Judentum zum protestantischen Glauben konvertiert war. Als Elfjähriger wurde Goldschmidt mit seinem Bruder nach Frankreich in die Emigration geschickt, in einem Internat überlebte er die deutsche Okkupation. Heute lebt er in Paris, wo er als Gymnasiallehrer gearbeitet hat. Als Autor zahlreicher Essays und Romane erregte er besonderes Aufsehen mit seinem subtilen Buch über die deutsche Sprache „Quand Freud voit la mer - Freud et la langue allemande“, das 1988 in Frankreich und 1999 in deutscher Übersetzung erschien. Als Übersetzer ins Französische widmete er sich Werken von Goethe, Nietzsche, Stifter, Kafka und Benjamin; insbesondere aber hat er durch seine Übersetzungen das Werk Peter Handkes in Frankreich bekannt gemacht. Für sein literarisches Werk wurde er u.a. mit dem Bremer Literaturpreis, dem Nelly-Sachs-Preis und dem Joseph-Breitbach-Preis ausgezeichnet. Anlässlich seines achtzigsten Geburtstages findet am 16. und 17. Mai ein Symposium im LCB statt, das Teilnehmer aus Deutschland und Frankreich zusammenbringt.

Personen auf dem Podium