Galsan Tschinag leest uit zijn roman „Der blaue Himmel“ en zijn journalistiek-literair werk „Im Land der zornigen Winde“

15. Juni 1999
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Veranstaltungsort


Goethe-Institut Amsterdam

Lesung: Galsan Tschinag
Moderation: Ton Naaijkens
Sammlung „Goethe-Institut Amsterdam“: Tonkassette 26

Weiterführende Informationen

Zunächst liest Galsan Tschinag Schamanengesänge und Gedichte, die überlieferte mongolische Dichtungsformen mit deutschem, poetischem Vokabular verbinden. Anschließend führt er kurz in sein eigenes Werk ein und widmet sich anschließend seinem „Im Land der zornigen Winde“, das er zusammen mit der Schamanismus-Spezialistin Amélie Schenk verfasst hat und auf das er sich als eine „Nomaden-Bibel“ bezieht. Dort treffen der europäische und der mongolische bzw. nomadische Blick aufeinander und Galsan Tschinag liest Passagen, die versuchen, eine schamanistisch-poetische Weltsicht zu erläutern. Das anschließende Gespräch dreht sich um die Eigenarten mongolischer Dichtung und vor allem um die Figur des Schamanen, die Galsan Tschinag kulturell entgrenzt als „Vermittler zwischen dem Erklärbaren und Unerklärbaren“ begreift. Auch europäische Dichter oder Künstler wie Goethe oder Rembrandt sieht er als Schamanen an.

Die Sammlung des Goethe-Instituts Amsterdam umfasst 217 Tonkassetten mit Autorenlesungen, Vorträge, Konferenzen und Performances. Sie wurde dem Deutschen Literaturarchiv Marbach vom Goethe-Institut in Amsterdam gestiftet. Die früheste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1989, die späteste aus dem Jahr 2006.

[Die Lesung im Marbacher Online-Katalog findet sich hier.]

Personen auf dem Podium