Peter Bichsel leest voor uit „Zur Stadt Paris“ en andere teksten

17. April 1997
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Veranstaltungsort


Goethe-Institut Amsterdam

Lesung: Peter Bichsel
Sammlung „Goethe-Institut Amsterdam“: Tonkassette 197 

Programmtext

Der Schweizer Autor Peter Bichsel zählt seit 1964 zu einem der wichtigsten Vertreter der deutschsprachigen kurzen Prosatexte. Für seine Sammlung mit Kurzgeschichten wie Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen (1964), Kindergeschichten (1969) und Der Busant (1985), wurde er von Kritikern und auch vom Leserpublikum schwer gelobt. In Poetische Miniaturen überwand Bichsel die Grenzen der kurzen Prosatexte, welches auch andere Autoren dazu animierte, diesem Schreibmuster zu folgen. Während seiner Lesung in Amsterdam wird Bichsel nicht nur seine bekannten, sondern vor allem auch seine neuen, zum Teil noch nicht publizierten Texte vorlesen, wozu seine Sammlung Kolumnen, sowie Teile aus Zur Stadt Paris zählen.

Weiterführende Informationen

Peter Bichsel liest zunächst „Garance, Caran d'Ache und Samowar“ aus seinen transsibirischen Geschichten – Texte, die nicht zur Veröffentlichung, sondern rein für den mündlichen Vortrag bestimmt bestimmt sind. Daraufhin liest er zwei der Kolumnen, die in dem Band „Gegen unseren Briefträger konnte man nichts machen“ gesammelt sind und einige der kurzen Betrachtungen aus seinem Band „Zur Stadt Paris“. Darauf folgt seine Philologie-Satire „Franz Kafka spielt Volleyball auf dem Green des Middleburry College in Vermont, USA“. Daran anschließend liest er weitere kurze Stücke aus „Zur Stadt Paris“. Er schließt mit einer zweiten transsibirischen Geschichte, nämlich „Von den Schwierigkeiten, einem Freund Siegfried zu beschreiben“, verfasst für Siegfried Unseld zu dessen Geburtstag. Im Publikumsgespräch umkreist Peter Bichsel hauptsächlich die von ihm als unbeantwortbar ausgezeichnete Frage, warum er schreibe.

 

Die Sammlung des Goethe-Instituts Amsterdam umfasst 217 Tonkassetten mit Autorenlesungen, Vorträgen, Konferenzen und Performances. Sie wurde dem Deutschen Literaturarchiv Marbach vom Goethe-Institut in Amsterdam gestiftet. Die früheste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1989, die späteste aus dem Jahr 2006.

[Die Lesung im Marbacher Online-Katalog findet sich hier.]

Personen auf dem Podium