Ulrike Draesner präsentiert ihren Roman „Lichtpause“

18. Mai 1999
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Veranstaltungsort


Goethe-Institut Amsterdam

Lesung: Ulrike Draesner
Moderation: Alexander von Bormann
Sammlung „Goethe-Institut Amsterdam“: Tonkassette 25

Weiterführende Informationen

In seiner sehr ausführlichen und auf ein studentisches Publikum bezogenen Einführung beschreibt Alexander von Bormann das Werk Ulrike Draesners im theoretischen Horizont der Postmoderne, besonders von Julia Kristeva. Ihre Sprache suche, was Julia Kristeva mit dem Begriff des Semiotischen beschreibt. Sie durchschreite dabei das Spannungsfeld zwischen Körperlichkeit und Sprache, ihre Dichtung ziele auf einen Zustand des Körpers vor dem Sprechen. Bestehende sprachliche Ordnungen werden dabei subvertiert. Ulrike Draesner betont den Glücksfall, dass diese Einführung aufgenommen wurde. Zu ihrem Roman „Lichtpause“ sagt sie einführend, dass er letztlich ganz wörtlich die Geschichte aus der Sicht eines Kindes ist. Er drehe sich um die Weltwahrnehmung, die sich durch die Perspektive einer Körpergröße von 1,40 m ergebe. Nach dem Publikumsgespräch liest Ulrike Draesner noch einige unveröffentlichte Gedichte.

Die Sammlung des Goethe-Instituts Amsterdam umfasst 217 Tonkassetten mit Autorenlesungen, Vorträge, Konferenzen und Performances. Sie wurde dem Deutschen Literaturarchiv Marbach vom Goethe-Institut in Amsterdam gestiftet. Die früheste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1989, die späteste aus dem Jahr 2006.

[Die Lesung im Marbacher Online-Katalog findet sich hier.]

Personen auf dem Podium