Joachim Gauck spreekt over „Vergangenheit als Last“

22. September 1998
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Veranstaltungsort


Goethe-Institut Amsterdam

Vortrag: Joachim Gauck
Sammlung „Goethe-Institut Amsterdam“: Tonkassetten 10 u. 11

Programmtext

Schon während seiner Zeit als Pfarrer in Güstrow und Rostock-Evershagen war Gauck für seine offene und gleichermaßen kritische Haltung bekannt. Er war Mitgründer des Neuen Forums und wurde direkt nach den Wahlen im Oktober 1990 zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes benannt.

[Übersetzung aus dem Niederländischen]

Weiterführende Informationen

In seinem Vortrag erläutert Joachim Gauck die Mechanismen des Minsteriums für Staatssicherheit der DDR und gibt Einblicke in die von ihm geleitete Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik – damals nach ihm auch kurz Gauck-Behörde genannt. Im Gespräch mit dem Publikum zieht Joachim Gauck u. a. Parallelen zwischen nationalsozialistischer Diktatur und den Anfangszeiten der stalinistischen DDR und versucht, bestimmte Formen des nostalgischen Blicks auf die DDR-Gesellschaft mit den Tatsachen eines autoritären Parteienstaats zu korrigieren.

Die Sammlung des Goethe-Instituts Amsterdam umfasst 217 Tonkassetten mit Autorenlesungen, Vorträge, Konferenzen und Performances. Sie wurde dem Deutschen Literaturarchiv Marbach vom Goethe-Institut in Amsterdam gestiftet. Die früheste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1989, die späteste aus dem Jahr 2006.

[Die Lesung im Marbacher Online-Katalog findet sich hier.]

Personen auf dem Podium