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Azouz Begag
Azouz Begag wurde 1957 in Lyon geboren, wo er 1984 auch seinen Doktor in Wirtschaftswissenschaften machte. In seinen hochgelobten Büchern wie Le Gone du Chaâba [1986] und La Force du Berger [1991] reflektiert er u. a. seine Erfahrungen als Gastarbeiterkind. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen gehören der Prix Sorcières [1987] und der Europäische Kinderbuchpreis [1993]. 2005 bis 2007 war er in Frankreich beigeordneter Minister für die Förderung von Chancengleichheit und 2013 bis 2014 Direktor des Institut Français in Lissabon. Begag lebt in Paris.
Elisabeth Raffauf
Elisabeth Raffauf, Diplom-Psychologin, war über zwanzig Jahre in einer Erziehungsberatungsstelle tätig. Heute arbeitet sie in Köln in freier Praxis und als Team-Supervisorin. Sie hält Vorträge und leitet Fortbildungen für Fachkräfte zu den Themen Pubertät und Sexualerziehung. Als Autorin und Expertin im Studio ist sie u.a. für den WDR und die Kindernachrichtensendung „logo“ tätig. Zuletzt ist ihr Buch „Die tun nicht Nichts. Die liegen da und wachsen – Was in der Pubertät hilft“ (2018) erschienen.
Ernest Mandel
Ernest Mandel wurde am 5. April 1923 in Frankfurt a. M. geboren. Er engagierte sich früh in der Arbeiterbewegung in Belgien, in das er Kind mit seinen Eltern gezogen war. Nach dem Besatzung Belgiens durch Deutschland 1940 wa er Mitglied der Résistance, nach dem Zweiten Weltkrieg ein führendes Mitgleid der trozkistischen Vierten Internationale. Er arbeitete als Dozent und später Professor an der Universität Brüssel. Zahlreiche Läner, darunter die BRD, belegten ihn mit einem Einreiseverbot. Er starb 1995 in Brüssel.
Mirjam Pressler
Mirjam Pressler wurde 1940 geboren. Seit den 1980er Jahren arbeitete sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie zählte zu den wichtigsten und bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie übersetzte hauptsächlich aus dem Hebräischen, Englischen und Niederländischen. Mirjam Pressler wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter die Buber-Rosenzweig-Medaille 2013 und den Literaturpreis der Landeshauptstadt München für ihr Gesamtwerk 2017. Sie starb am 16. Januar 2019 in Landshut.
Lavinia Branişte
Lavinia Branişte, 1983 in Brăila, Rumänien, geboren, lebt in Bukarest und arbeitet als Literaturübersetzerin. Sie veröffentlichte zwei Sammlungen mit Kurzgeschichten, „Cinci minute pe zi“ (Fünf Minuten am Tag, 2011) und „Escapada“ (Escapade, 2014), einen Roman (Interior zero, 2016) sowie drei Kinderbücher. Einige ihrer Kurzgeschichten wurden ins Englische, Französische, Portugiesische, Kroatische und Bulgarische übersetzt. Ihr Roman „Interior zero“ wurde mit dem „Nepotul lui Thoreau“ („Thoreau’s Neffe“) Preis für den besten rumänische Roman im Jahr 2016 ausgezeichnet.
Ulrich Hub
Ulrich Hub, 1963 in Tübingen geboren, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Als Schauspieler war er für fünf Jahre an verschiedenen Theatern tätig und arbeitet seit 1993 als Regisseur, Theater- und Kinderbuchautor. Für sein Buch „An der Arche um Acht“ wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sein 2016 erschienenes Buch „Ein Känguru wie du“ erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Katzen und einem schwulen Känguru. Hub lebt in Berlin.
Patricia Hempel
Patricia Hempel, geboren 1983 in Berlin, studierte Ur- und Frühgeschichte sowie Kreatives Schreiben in Berlin und Hildesheim. Sie veröffentlichte Texte in Zeitschriften, Magazinen und Anthologien und wurde 2014 zur Wolfsburger Stadtschreiberin ernannt. Ihr erster Roman „Metrofolklore“ erschien 2017 und behandelt weibliche Liebe und weibliches Verlangen sowie den Kinderwunsch von gleichgeschlechtlichen Paaren. Als freie Journalistin und Autorin lebt und arbeitet Hempel in Berlin.
Judith Rotem
Judith Rotem, geboren 1942 in Budapest, wurde als Kind 1944 für den "Kasztner-Transport" ausgewählt und verbrachte mehrere Monate in Bergen-Belsen, bevor sie in die Schweiz gelangte. Seit 1945 lebt sie im heutigen Israel. In ihrem literarischen Werk hat sie sich immer wieder kritisch mit der ultraorthodoxen Lebensweise auseinandergesetzt. Daneben schrieb sie als Ghost Writer die Autobiographien mehrerer Holocaust-Überlebender.
Werner Söllner
Werner Söllner wurde 1951 in Horia im Banat geboren und ist deutscher Lyriker, Essayist und Übersetzer. Er studierte Physik, Germanistik und Anglistik in Klausenburg (Cluj), war während seines Studiums Redakteur des deutschsprachigen Teils der dreisprachigen Studentenzeitschrift Echinox und in diesem Zusammenhang Informant für die Securitate. Von 1976 bis 1982 war er Lektor für deutschsprachige Literatur im Kinderbuchverlag Ion Creang?. 1982 übersiedelte er nach Deutschland, wo er seither als freischaffender Schriftsteller in Frankfurt a.M. arbeitet. 1978 erhielt er den Lyrikpreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes sowie in der Folge weitere deutsche Auszeichnungen.
Andreas Burnier
Andreas Burnier, eigentlich Catharina Irma Dessaur, wurde 1931 in Den Haag geboren und war eine niederländische Schriftstellerin und Kriminologin. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft musste sie während der deutschen Besatzung, zum Teil getrennt von den Eltern, in verschiedenen niederländischen Orten untertauchen. Sie besuchte das Lyceum in Den Haag, studierte danach Medizin und Philosophie in Amsterdam, später Kriminologie in Leiden. Nach ihrer Scheidung im Jahr 1961 von J.H. Zeijlmans van Emmichoven, mit dem sie zwei Kinder bekam, bekannte sie sich zur Homosexualität, ein Thema, das auch ihre Literatur stark beeinflusst. Burnier starb 2002 in Amsterdam.