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Reiner Stach
Reiner Stach, 1951 im sächsischen Rochlitz geboren, ist Wissenschaftler und Herausgeber von Sachbüchern und vorrangig als Kafka-Biograf tätig. In den USA entdeckte er den Nachlass Kafkas von Felice Bauer und gestaltete aus den gefundenen Materialien 1998/1999 die Ausstellung "Die Braut". 2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände seiner viel beachteten dreiteiligen Kafka-Biographie.
Gesa Schneider
Gesa Schneider, geb. 1973, leitete von 2013 bis 2023 das Literaturhaus Zürich. Seit Juli 2024 ist sie Direktorin des Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen. Die Literaturwissenschaftlerin studierte an den Universitäten Lausanne, Berlin und Zürich und promovierte mit einer Arbeit über Kafka und Fotografie.
Hanns Zischler
Hanns Zischler wurde 1947 in Nürnberg geboren. Der Schauspieler arbeitete mit vielen renommierten Filmregisseuren zusammen; in literarischen Kreisen wurde er bekannt durch sein Buch "Kafka geht ins Kino" (1996).
Gerda Meijerink
Gerda Meijerink,1939 geboren, war eine niederländische Kritikerin und Übersetzerin. Aus dem Deutschen übersetzte sie u.a. Franz Kafka, Bertolt Brecht, Pascal Mercier, Judith Hermann und Bernhard Schlink. Sie starb am 30. Dezember 2015.
Peter Rosei
Peter Rosei wurde 1946 in Wien geboren. Nach einer Promotion zum Dr. jur. über Römisches Recht arbeitet er seit den 70er Jahren als freier Schriftsteller. Er wurde unter anderem mit dem Franz-Kafka-Preis, dem Wiener Literaturpreis und dem Großen Ehrenzeichen um Verdienste für die Republik Österreich ausgezeichnet. Peter Rosei lebt in Wien.
Christoph Ransmayr
Christoph Ransmayr (*1954 in Wels/Oberösterreich) studierte Philosophie in Wien, wo er nach Jahren in Irland und auf Reisen wieder lebt. Für seine Bücher, die in mehr als dreissig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er unter anderem die nach Franz Kafka und Bert Brecht benannten Literaturpreise und gemeinsam mit Salman Rushdie den Prix Aristeion der Europäischen Union.
Amalija Maček
Amalija Maček arbeitet als Dozentin an der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana, wo sie Dolmetschen und Übersetzen aus dem Deutschen ins Slowenische unterrichtet. Sie ist EU-akkreditierte Konferenzdolmetscherin und Literaturübersetzerin (u.a. von Ilse Aichinger, Marlen Haushofer, Franz Kafka, Bertolt Brecht, Peter Handke, Josef Winkler, Ulrich Peltzer, Terézia Mora). 2021 wurde sie mit dem Fabjan-Hafner-Preis ausgezeichnet.
Klaus Wagenbach
Klaus Wagenbach, geboren 1930, absolvierte zunächst eine Buchhandelslehre bei Suhrkamp, studierte ab 1951 Germanistik, Archäologie und Kunstgeschichte und schloss das Studium mit einer Promotion über Kafka ab. Wagenbach arbeitete als Lektor, u.a. bei S. Fischer, und gründete im Jahr 1964 seinen eigenen Verlag in West-Berlin, mit dem er sich u.a. als Verleger der Außerparlamentarischen Opposition (APO) und der sogenannten radikalen Linken, aber auch durch ein engagiertes Italien-Programm einen Namen machte. Seit 2002 leitet seine Frau Susanne Schüßler den Verlag, in dem er weiterhin als Lektor tätig ist.
Ilse Aichinger
Ilse Aichinger, 1921 in Wien geboren, gilt als eine der bedeutendsten österreichischen Schriftstellerinnen der Nachkriegsliteratur. Nach dem Krieg begann Aichinger ein Medizinstudium, das sie aber abbrach, um ihren Roman "Die größere Hoffnung" zu schreiben. In den Jahren 1949 und 1950 arbeitete sie als Verlagslektorin beim S. Fischer Verlag, der auch ihre Werke veröffentlichte. Für ihren Roman, ihre Gedichte, Hörspiele und Prosastücke, die in viele Sprachen übersetzt wurden, erhielt sie zahlreiche literarische Auszeichnungen, u. a. 1952 den Preis der Gruppe 47, 1982 den Petrarca-Preis, 1983 den Franz-Kafka-Preis, 1995 den Österreichischen Staatspreis für Literatur. Ilse Aichinger verstarb am 11. November 2016 in Wien.
Eduard Goldstücker
Eduard Goldstücker, Literaturhistoriker, Publizist, Kritiker und Diplomat, wurde 1913 in Podbiel nahe Dolný Kubín in der heutigen Slowakei geboren. Er studierte ab 1931 Germanistik und Romanistik an der Karlsuniversität Prag und trat noch während des Studiums der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei bei. 1939 floh er vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien und schloss dort in Oxford 1942 sein Studium mit Promotion ab. Nach dem Krieg war er als Diplomat in London und Paris tätig. Unter Stalin verbrachte er bis zu seiner Rehabilitierung 1955 wegen Hochverrats, Spionage und Verschwörung vier Jahre seines Lebens in Uranminen. Danach begann er seine Laufbahn an der Karlsuniversität Prag. Dort befasste er sich vorrangig mit Kafka, den literarischen Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien und machte sich als Experte der jüdischen Literatur in Prag einen Namen. Goldstücker starb am 23. Oktober 2000 in Prag.