Auch ich in Arkadien – Goethes „Italienische Reise“

28. April 1999
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Veranstaltungsort


Goethe-Institut Amsterdam

Vortrag: Joachim von der Thüsen 
Sammlung „Goethe-Institut Amsterdam“: Tonkassette 94 

Programmtext

Unzufrieden über sein Leben in Weimar und nach Freiheit verlangend beschließt Goethe im Jahre 1786 Deutschland zu verlassen und nach Rom zu reisen, wo er zwei Jahre bleibt. Nicht nur die Künste, sondern auch die italienische Landschaft und das Volksleben in Süd-Italien faszinieren ihn. Seine Tagebuchnotizen und Briefe, versammelt in der Italienischen Reise, zeigen seine vielen Eindrücke. Wichtige Themen wie Goethes Kunstideal und seine naturwissenschaftlichen Observationen kommen heute Abend zur Sprache, genauso wie seine Leidenschaft für die Kunst des Zeichnens.

[Übersetzung aus dem Niederländischen]

Weiterführende Informationen

Joachim von der Thüsen blickt zunächst auf die „Italienische Reise“ als autobiographisches Dokument und als Teil des autobiographischen Projekts Goethes, zu dem außerdem das umfassendere „Dichtung und Wahrheit“ und „Kampagne in Frankreich“ gehören. Er zeichnet die einzelnen Reisestationen nach, erläutert deren Bedeutung für Goethes persönliche, aber auch ästhetische wie naturwissenschaftliche Entwicklung und zeigt auf dieser Reise entstandene Zeichnungen des Autors.

Die Sammlung des Goethe-Instituts Amsterdam umfasst 217 Tonkassetten mit Autorenlesungen, Vorträgen, Konferenzen und Performances. Sie wurde dem Deutschen Literaturarchiv Marbach vom Goethe-Institut in Amsterdam gestiftet. Die früheste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1989, die späteste aus dem Jahr 2006.

[Die Lesung im Marbacher Online-Katalog findet sich hier.]

Personen auf dem Podium