Buchpremiere: September – Fata Morgana

16. August 2010
Literarisches Colloquium Berlin

Thomas Lehr in Lesung und Gespräch
Moderation: Stefan Weidner

Programmtext

„Die Geschichte ist der Irrgarten der Gewalt“. Dieses Goethezitat hat Thomas Lehr als Motto für seinen weit ausholenden Roman „September. Fata Morgana“ gewählt. Ein Roman, in dem nichts weniger als die spätestens durch das Attentat auf das World Trade Center sichtbar gewordene Mesalliance des Westens mit der arabischen Welt erzählt wird. Anhand zweier Familien, eine lebt an der amerikanischen Ostküste, die andere vornehmlich in Bagdad, schildert Lehr, wie einzelne ins Räderwerk der Weltgeschichte geraten und schuldlos darin umkommen. Wie nebenbei aber wird in diesem sorgfältig recherchierten Roman exemplarisch gezeigt, wie die westliche und die nahöstliche Kultur sich seit Jahrtausenden durchdrungen haben. „September. Fata Morgana“ ist ein Monolith in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, der die jüngste internationale Zeitgeschichte vom September 2001 bis zum September 2004, von 9/11 bis zur Okkupation des Iraks erzählt. Durch den Abend führt der Essayist und Übersetzer Stefan Weidner.

Personen auf dem Podium