Eduard Mörike über Mozart

07. Mai 2002
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Veranstaltungsort


Goethe-Institut Amsterdam

Vortrag: Hans Ester
Sammlung „Goethe-Institut Amsterdam“: Tonkassette 147

Programmtext

Für Eduard Mörike (1840-1875) war die Oper „Don Giovanni“ von Mozart von großer Bedeutung: „Die Oper aller Opern“. Mit dieser Wertschätzung war Mörike in seiner Zeit nicht alleine. E.T.A. Hoffmann und Kierkegaard sahen in der Oper einen wesentlichen Schlüssel zu ihrer Auffassung über Kunst im Allgemeinen. Die Bedeutung dieses Werkes für den Dichter und den Prosaautor Mörike soll untersucht werden. Möglicherweise liegt die Antwort verschlüsselt in der Novelle „Mozart auf der Reise nach Prag§, die Mörike 1855 publizierte. Der Erzähler dieser Novelle trifft Aussagen über die Musik Mozarts, die wir auch auf das Werk des Autors beziehen können. Weiterhin wird die Aufmerksamkeit auf die anderen Novellen und auf den großen Roman Maler Nolten gerichtet, worin das Künstlertum und die Kunst mit einer überwältigenden erotischen Erfahrung und dem Tod konfrontiert werden. Die Themen eines Thomas Manns scheinen bei diesem Dichter aus der Biedermeierzeit feinsinnig vorgeformt zu sein.

In Zusammenarbeit mit der Vereniging Germanisten aan Nederlandse Universiteiten (VGNU) als Teil der Reihe „Musik in der Literatur“ (‘Muziek in de literatuur‘).

[Übersetzung aus dem Niederländischen]

Weiterführende Informationen

Die Sammlung des Goethe-Instituts Amsterdam umfasst 217 Tonkassetten mit Autorenlesungen, Vorträgen, Konferenzen und Performances. Sie wurde dem Deutschen Literaturarchiv Marbach vom Goethe-Institut in Amsterdam gestiftet. Die früheste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1989, die späteste aus dem Jahr 2006.

[Die Lesung im Marbacher Online-Katalog findet sich hier.]

Personen auf dem Podium