Endymion von John Keats – Übersetzt, vorgestellt und gelesen von Mirko Bonné

29. Januar 2019
Stiftung Lyrik Kabinett

Eine antike Schäferszene: Hirtenfürst Endymion ist in trance-ähnlichem Zustand. In Träumen hat er sich Cynthia verliebt – ohne zu ahnen, wer sie ist. Schon bald begibt er sich auf die Suche durch alle Elemente ... Zeitlebens beschäftigte John Keats das Thema der Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit, Phantasie und Realität. 1795 als Sohn eines Mietstallpächters in London geboren, verfasste er in nur fünf Jahren Dichtungen und Briefe, die ihn zu einem der bedeutendsten englischsprachigen Dichter machten. 1821 starb er 25-jährig in Rom an Schwindsucht. Mirko Bonné, geboren 1965, Lyriker, Romancier sowie Übersetzer aus dem Englischen (von E. E. Cummings, Emily Dickinson, William Butler Yeats u.a.) und für sein Werk vielfach ausgezeichnet, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Keats. 2016 erschien von ihm die publizierte ‚Zwiesprache‘ mit diesem Dichter: Die Poesie der Erde ist nie tot. Jetzt hat er für die über 4000 paargereimten Verse von Keats’ geheimnisvoller Romanze Endymion – 200 Jahre nach deren Erstveröffentlichung – erstmals eine vollständige und sinnlich schillernde deutsche Übersetzung geschaffen. Tobias Döring ist Lehrstuhlinhaber der Anglistik an der LMU.


[aus der Veranstaltungsankündigung des Lyrik Kabinetts]