Goethe en het Christendom

07. April 1999
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Veranstaltungsort


Goethe-Institut Amsterdam

Vortrag: Hans Ester
Sammlung „Goethe-Institut Amsterdam“: Tonkassette 92 

Programmtext

Wesentlich für Goethes Blick auf den Menschen, das Christentum und die Religion im allgemeinen Sinn, ist seine tiefgründige Diskussion mit den Dichtern und Denkern seiner Zeit. Darum soll der Kontext des Denkens und des Glaubens rundum das Jahr 1800 in der Betrachtung einbezogen werden. In diesem Vortrag wird die Tragödie „Faust“ eine wichtige Rolle spielen. 

[Übersetzung aus dem Niederländischen]

Weiterführende Informationen

Hans Ester wirft die in Faust I geäußerte ‚Gretchenfrage‘ auf das wohl berühmteste Werk Goethes zurück und stellt seinerseits die Frage, auf welche Weise der christliche Glaube im Gesamtwerk Goethes und besonders im Faust vertreten ist. Goethes Freundschaft mit dem schweizerischen pietistischen Prediger Johann Caspar Lavater spielt dabei ebenso eine Rolle wie seine Offenheit für den Pantheismus und die Philosophie Spinozas. Das Spiel mit christlichen Motiven und Figuren in den beiden Teilen des Faust wird anschließend analysiert und abschließend die Frage gestellt, ob die Tragödie mit den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts nicht anders zu lesen sei. 

Die Sammlung des Goethe-Instituts Amsterdam umfasst 217 Tonkassetten mit Autorenlesungen, Vorträgen, Konferenzen und Performances. Sie wurde dem Deutschen Literaturarchiv Marbach vom Goethe-Institut in Amsterdam gestiftet. Die früheste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1989, die späteste aus dem Jahr 2006.

[Die Lesung im Marbacher Online-Katalog findet sich hier.]

Personen auf dem Podium