Mariamachina: Die ungarische Dichterin Kinga Tóth in der Lyrik-Residency der Villa Waldberta und des Lyrik Kabinetts

21. Juni 2021
Stiftung Lyrik Kabinett

Moderation: Lisa Jeschke
Online-Veranstaltung, Lyrik Kabinett, München

Programmtext

Aus mehr als sechzig Bewerbungen von fünf Kontinenten wurde sie ausgewählt und als erste Lyrikerin mit der heuer beginnenden gemeinsamen Lyrik-Residency der Villa Waldberta (Landeshauptstadt München) und der Stiftung Lyrik Kabinett ausgezeichnet: die ungarische Dichterin und Performerin Kinga Tóth. Im Mai und Juni 2021 wohnt sie nun zwei Monate in der Villa Waldberta, um in der Bibliothek des Lyrik Kabinetts an ihrem Projekt Mariamachina zu arbeiten. Sie  erforscht darin traditionelle Lebensweisen und -haltungen von Frauen, die heute als heilig oder selig gelten, und denkt ihre Gebete experimentell und feministisch ins 21. Jahrhundert weiter. Tóth überarbeitet dafür überlieferte Gebetsformen mit visuellen und klanglichen Mitteln, mit Montage und Recycling unter anderem von Haushaltsgegenständen, Devotionalien, Putzmaterialien, Küchen- und anderen Geräten. Die Künstlerin schreibt multilingual auf Ungarisch, Deutsch und Englisch, hinterfragt stetig Sprach- wie Genregrenzen. An dem Abend gibt sie - im Gespräch mit Lisa Jeschke - Einblick in diese Arbeit.

Personen auf dem Podium