Matthias Politicky leest uit zijn „Weiberroman“ en nieuw werk

21. März 1999
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Veranstaltungsort


Goethe-Institut Amsterdam

Programmtext

Gregor Schattschneider, der Erzähler, ist 17 Jahre alt, als er in einer kleinen Stadt in Westfalen Kristina trifft, ein Mädchen, dass „offiziell nicht zu den Frauen“ zählt. Mit 20 verliebt sich Gregor, Student in Wien, bis über beide Ohren in Tania, die schöne „Wiener Flitscherl – zum Glück kein Mädchen, aber eine Frau!“. Gregor ist 33 Jahre und noch immer arbeitslos, als er in Stuttgart die elegante Stewardess Katarina erobert. Drei Frauen, drei Orte, drei Liebesgeschichten. Politickys Weiberroman ist eine persönliche Chronik, worin die gesellschaftliche und politische Situation widergespiegelt wird: „Von der Ostpolitik bis zum Fall der Mauer, von Flower-Power-Hosen bis Designbrillen und was während der goldenen 70er und 80er Jahre so mit Männern und Frauen passiert.“ Matthias Politicky (Karlsruhe, 1955) arbeitet, nach seiner Promotion 1987, als freier Redakteur beim Verlag C.H. Beck. Kürzlich erschien beim Verlag Luchterhand die Essaysammlung Die Farbe der Vokale – Von der Literatur, den 78ern und dem Gequake satter Frösche. 

[Übersetzung aus dem Niederländischen]

Weiterführende Informationen

Nach einer kurzen Einführung durch Rosi Wiegmann liest Matthias Politycki Passagen aus der Jugend von Gregor Schattschneiders „Chronik des Versagens“, die sich in einer klassischen Herausgeberfiktion präsentiert. Die Episoden behandeln die ersten erotischen Verwirrungen und Gehversuche des Protagonisten und das Leid des Protagonisten an der Pubertät. Im anschließenden Gespräch berichtet Matthias Politicky von der Fortführung seines „Weiberromans“ in der Geschichte „Marietta / Ein Mann von vierzig Jahren“, die als „Novel in Progress“ auf der Homepage des ZDF veröffentlicht wurde. 

Die Sammlung des Goethe-Instituts Amsterdam umfasst 217 Tonkassetten mit Autorenlesungen, Vorträge, Konferenzen und Performances. Sie wurde dem Deutschen Literaturarchiv Marbach vom Goethe-Institut in Amsterdam gestiftet. Die früheste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1989, die späteste aus dem Jahr 2006.

[Die Lesung im Marbacher Online-Katalog findet sich hier.]

Personen auf dem Podium