Schreiben und Leben - Tagebücher 1979-1981

25. August 2014
Literarisches Colloquium Berlin

Buchpremiere: Martin Walser
Gesprächspartner: Jörg Magenau
Moderation: Julia Schröder

Programmtext

Martin Walser mit einem neuen Tagebuch-Band: „Das wäre das Glück: sich jung zu fühlen, wenn man jung ist, und sich alt zu fühlen, wenn man alt ist. Ich habe mich alt gefühlt, auf jeden Fall nicht jung, als ich jung war, und jetzt, da ich alt bin, fühle ich mich nicht alt. Ich war nie synchron. Deshalb nie eins mit mir. Nie sozusagen glücklich. Immer im Streit mit der Forderung der Stunde. Dieser Streit heißt Symphonie bzw. Roman. Das Lächerliche des Augenblicks im Streit mit dem Epochalen, Schicksals-Nervosität. Con brio.” Das schreibt Martin Walser, jung oder alt, im Dezember 1979. Bereits dieses Zitat deutet an, wie auch in diesem vierten Band (Tagebücher 1979-1981) das Leben im Schreiben verwurzelt ist – so sehr, dass dieser Band nicht wie die vorangegangenen „Leben und Schreiben” betitelt wurde, sondern umgekehrt „Schreiben und Leben” (Rowohlt Verlag). Gesprächspartner Martin Walsers sind Julia Schröder, Redakteurin der Stuttgarter Zeitung, sowie der Literaturkritiker Jörg Magenau, der die Anmerkungen zum neuen Band verfasste.

Personen auf dem Podium