Urwaldgäste und Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr

19. Januar 2015
Literarisches Colloquium Berlin

Roman Ehrlich und Franz Friedrich in Lesung und Gespräch
Moderation: Thorsten Dönges

Programmtext

Mit seinem düster schillernden Debütroman „Das kalte Jahr“ sorgte der 1983 geborene Schriftsteller Roman Ehrlich im Literaturjahr 2013 für Aufsehen. Nun liegt sein zweites Buch vor, der Erzählungsband „Urwaldgäste“ (Dumont). Mit dem Satz „Ich fühlte mich ohnehin in diesen Tagen als soziales Wesen, als Mensch unter Menschen, unanbietbar”, beginnt die erste von zehn Geschichten, von denen einige 2011 in der Autorenwerkstatt Prosa des LCB diskutiert wurden. „Besonders genau beherrscht Ehrlich die detailgenaue und doch mehrdeutige Beschwörung von Alltagssituationen, wobei das Reale surreal wird und Surreales ganz real”, schrieb Oliver Jungen in der FAZ. Franz Friedrich, ebenfalls Jahrgang 1983, nahm 2012 an unserer Autorenwerkstatt teil. Für seinen Debütroman „Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr“, aus dem er heute liest, wurde er mit dem Ponto-Preis ausgezeichnet. „Wenn ein Roman so komplex und gut gebaut ist und die Lektüre dennoch eine so ungeheure Freude bereitet, darf man von einem Wunderwerk sprechen”, schrieb Christoph Schröder in der Süddeutschen Zeitung. Am heutigen Abend lesen beide Autoren aus ihren Büchern und sprechen über Grenzen und Übergänge zwischen Erzählungen und Roman.

Personen auf dem Podium