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Anne Fleig

Anne Fleig, geboren 1968. Seit 2010 Professorin für deutsche Philologie an der Freien Universität Berlin. Habilitation 2006 an der Leibniz Universität Hannover mit einer Arbeit zur Ästhetik des Sports im Werk Robert Musils; 1997 Promotion an der Philipps-Universität Marburg mit einer Arbeit über Dramatikerinnen im 18. Jahrhundert. Vorher Studium in Marburg, Fächer: Neuere deutsche Literatur und Medienwissenschaft, Kunstgeschichte und Soziologie. Ihre Schwerpunkte sind Literatur um 1800, kulturelle Moderne und Gegenwartsliteratur, Geschlechterforschung, weibliche Autorschaft, Theorie und Geschichte des Körpers, Theorie und Geschichte der Gefühle, Transkulturalität und Mehrsprachigkeit. Aktuelles Projekt im Rahmen des SFB 1171 „Affective Societies“: Geteilte Gefühle. Entwürfe von Zugehörigkeit in der transkulturellen Gegenwartsliteratur.

Frank Weigand

Frank Weigand, geboren 1973 in Stuttgart, ist freiberuflicher Journalist, Autor und Übersetzer. Er studierte Romanistik, Philosophie und Komparatistik in Mainz und Dijon. Regelmäßig leitet er Übersetzer*innenworkshops in Deutschland, Frankreich und Kanada. Er hat rund 100 Theaterstücke vorwiegend französischer und frankophoner Dramatiker sowie Sachbücher der Soziologie, Philosophie und Performancetheorie ins Deutsche übersetzt. Seit 2001 ist er Herausgeber der Theateranthologie „SCÈNE - neue französische Theaterstücke“ im Verlag Theater der Zeit (gemeinsam mit der Regisseurin Leyla-Claire Rabih). Als Journalist ist er unter anderem für Die Deutsche Bühne, Tanz, Theater der Zeit, Die Zeit, taz, Die Welt sowie Die Berliner Morgenpost tätig.

Boris Schumatsky

Boris Schumatsky, geboren 1965 in Moskau, ist Schriftsteller und Publizist. Seit Mitte der Neunziger Jahre lebt er in München und Berlin. Sein erstes Buch „Silvester bei Stalin“ erzählt die Geschichte seiner Familie in Zeiten von Krieg und Terror. 2016 erschien sein Essaybuch „Der neue Untertan. Populismus, Postmoderne, Putin“ über die Situation der europäischen Gesellschaften. „Die Trotzigen“ (2016) spielt am Anfang einer neuen Ära nach dem Zusammenbruch des Sowjetkommunismus. Seit 1991 schreibt er für die Zeitungen taz, FAZ, NZZ und Die ZEIT sowie für Deutschlandradio. Schumatsky ist Mitglied des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland und der Gruppe „Writers in Prison“.

Pepetual Mforbe Chiangong

Pepetual Mforbe Chiangong ist in Kamerun geboren und aufgewachsen. Sie studierte Modern Languages and Literatures an der Universität Buea sowie Performing Arts an der Universität Yaoundé I und schloss dort 2000 ihren Master ab. Zwischen 2006 und 2012 hatte sie Lehraufträge an den Universitäten Yaoundé I, Bayreuth, Heinrich-Heine Düsseldorf, Köln und Trier. 2008 wurde Mforbe Chiangong mit einer Arbeit über "Rituals in Cameroon drama" an der Universität Bayreuth promoviert. Seit 2012 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Berliner Humboldt-Universität. Ihre Schwerpunkte liegen auf postkolonialer Literatur, kritischer Theorie, Theaterkritik, Drama und Performance, Entwicklungstheater, People Cinema und der Darstellung des Alters in der Literatur.

Marcel Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki wurde 1920 in Włocławek geboren. Nach Schulzeit und Abitur in Berlin wurde er 1938 nach Polen ausgewiesen. Er überlebte das Warschauer Ghetto und die deutsche Herrschaft in Polen im Untergrund. Nach kurzer Tätigkeit für den polnischen Auslandsgeheimdienst wurde er dort 1953 inhaftiert. 1958 emigrierte Reich-Ranicki nach Deutschland, wo er Teil der Gruppe 47 wurde und binnen kurzer Zeit zu einem der bedeutendsten Literaturkritiker avancierte. Nach langjähriger Tätigkeit für DIE ZEIT war er von 1973 bis 1988 Leiter der Literaturredaktion der FAZ. Von 1988 bis 2001 moderierte er das Literarische Quartett im ZDF. Für sein Schaffen erhielt er zahlreiche Preise und Würdigungen. Er starb 2013 in Frankfurt a. M.

Sean Haefeli

Der in Indianapolis geborene und in Berlin lebende Jazzpoet, Sänger, MC und Pianist Sean Haefeli veröffenlichte 2002 mit sein erstes Album. Seitdem hat er sich einen Ruf als versierter Texter, hochqualifizierter Pianist und vielseitiger Sänger erworben. Der Autor Kalamu ya Salaam beschreibt ihn als “eine Kreuzung zwischen Ezra Pound in der Metro und einem alternativen Spoken Word unten in der Green Mill in Chicago … er nimmt unerwartete Wendungen, setzt Texte, die man zumindest hören muss … um die diskutierten Tiefen zu entschlüsseln. Manchmal schwingt es, manchmal groovt es, aber es geht immer etwas Emotionales vor sich.” Seine Musik, unverkennbar zeitgenössisch, überbrückt den Graben zwischen Klassik und Moderne.

Esther Andradi

Esther Andradi ist eine Schriftstellerin aus Argentinien, die in Berlin und in Buenos Aires lebt. Sie hat Essays, Kurzgeschichten, Mikrofiktion, Poesie und Romane veröffentlicht. Ihre „Cronicas“ über Kultur, Migration und Erinnerung sind in verschiedenen Print-und Online-Medien in Lateinamerika, Spanien und Deutschland erschienen. Andradi steht in Verbindung mit einer Gemeinschaft von SchriftstellerInnen aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Sprachen und literarischen Traditionen. Sie hat die Gedichte von May Ayim ins Spanische übersetzt, die Anthologie „Vivir en otra lengua“ (In einer anderen Sprache leben) herausgegeben und die Literatur von lateinamerikanischen AutorInnen, die in Europa schreiben, vorgestellt. Ihre Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt, unlängst ins Isländische.

Amir Valle

Amir Valle, geboren 1967 in Guantánamo, Kuba, lebt seit 2005 in Berlin. Er ist Autor von rund dreißig Prosa-Werken, die vielfach übersetzt wurden, vor allem ins Deutsche. Internationale Anerkennung wurde ihm durch seine in Europa sehr erfolgreiche Studie zur Prostitution in Kuba (“Habana Babilonia”) zuteil, sowie durch seine Krimiserie „El descenso a los infiernos“, in der es um das Leben an den Rändern von Havanna geht. Amir Valle wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, sein Schreiben u.a. von Augusto Roa Bastos, Gabriel García Márquez, Herta Müller und Mario Vargas Llosa gelobt. Er ist Herausgeber von „OtroLunes. Revista Hispanoamericana de Cultura“.

Susanne Klengel

Susanne Klengel ist Professorin für Literaturen und Kulturen Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut der FU Berlin. 2004-2009 Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Kulturwissenschaft an der Universität Mainz in Germersheim, Fokus Lateinamerikanistik. Sie forscht zu Historischen Avantgarden; zeitgenössischen Literaturen Hispanoamerikas und Brasiliens; Holocaust-Memoria in der lateinamerikanischen Literatur; kulturellen Süd-Süd-Beziehungen. Publikationen: „Die Rückeroberung der Kultur. Lateinamerikanische Intellektuelle und das Europa der Nachkriegsjahre (1945-1952)“ (2011). Mitherausgeberin von zwei Bänden zur zeitgenössischen Literatur in Hispanoamerika und Brasilien (2013) und von „SUR / SOUTH: Poetics and Politics of Thinking Latin America / India“ (2016).

Patricia Cerda

Patricia Cerda, geboren 1961 in Concepción, Chile, lebt seit 1986 in Deutschland; 1994 promovierte sie an der FU Berlin im Fach Geschichte mit „Fronteras del Sur: La región del Bío-Bío y la Araucanía 1604-1881“. Sie hat in deutschen und chilenischen Fachzeitschriften sowie auf ihrem Blog Aufsätze und Essays über Geschichte, Literatur und Philosophie veröffentlicht. 2013 erscheinte der Erzählband „Entre mundos“, es folgen 2016 der historische Roman „Mestiza“, der im 17. Jahrhundert spielt und den Anfängen der chilenischen Kultur auf den Grund geht, und 2016 der Roman „Rugendas“, der vom Aufenthalt des deutschen Malers der Romantik in Chile erzählt. Beide Romane sind chilenische Bestseller geworden.

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