Im Fokus

Preis der Leipziger Buchmesse 2022

03. März 2022
Literarisches Colloquium Berlin

Belletristik, Preis der Leipziger Buchmesse

1:45h

Autor·in: Katerina Poladjan, Dietmar Dath, Heike Geißler, Tomer Gardi, Emine Sevgi Özdamar

Moderation: Jörg Plath, Katrin Schumacher

LCB

Im Fokus

Buchpremiere: Paula Fürstenberg

22. Februar 2024
Literarisches Colloquium Berlin

Alltag, Autofiktion, Depression, Erzählform, Gegenwartsliteratur, Krankheit

1:28h

Autor·in: Paula Fürstenberg

Moderation: Daniela Dröscher

LCB

Im Fokus

Die Kraft der Literatur

16. Mai 2023
Literaturhaus Stuttgart

21. Jahrhundert, literarische Produktion

1:15h

Autor·in: Terézia Mora, Antje Rávik Strubel

Sebastian Wenzel

Neuigkeiten & Empfehlungen

Kairos

Am 23.08.2021 stellte Jenny Erpenbeck im Studio LCB ihren neuen Roman "Kairos" vor, für den sie zusammen mit dem Übersetzer Michael Hofmann jüngst mit dem International Booker Prize für Belletristik ausgezeichnet wurde. Gesprächspartner waren Michael Hametner und Thomas Irmer, es moderierte Maike Albath.

Studio LCB: »Kairos«

23. August 2021

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Franz Kafka. Buchpremiere

Saul Friedländers Blick auf Franz Kafka offenbart manches, was die literturwissenschaftliche Forschung jahrzehntelang nicht wahrgenommen hat. Die Buchpremiere am 21.11.2012 im Deutschen Literaturarchiv Marbach ist unser Fundstück zum Kafka-Jahr.

Kafka. Buchpremiere

21. November 2012

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Birobidschan

Ein magischer Ort im sibirischen Nirgendwo, mit jüdischer Bevölkerung und utopischen Träumen: Mit "Birobidschan" gelingt Tomer Dotan-Dreyfus ein außergewöhnlicher Debütroman, der in dieser Studio-LCB-Veranstaltung vom 20.02.2024 besprochen wird. Zu Gast sind Thomas Sparr und Felicitas Hoppe, es moderiert Katharina Teutsch.

Studio LCB: Tomer Dotan-Dreyfus

20. Februar 2024, 1:52h

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Auf Wiedervorlage

2022 veröffentlichte der Suhrkamp Verlag erstmals die »Unveröffentlichten Notizbücher« der russischen Dichterin Marina Zwetajewa. Im Gespräch zwischen der Übersetzerin und Herausgeberin Ilma Rakusa, der Autorin Maria Stepanova und dem Publizisten Jens Bisky geht es um das Besondere in Zwetajewas Poetik, die Bedeutung ihrer Tagebücher, die politische Zeit ihrer Entstehung und die Rezeption ihrer Texte heute.

Auf Wiedervorlage: Marina Zwetajewa

12. Juli 2023, 1:36h

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Elke Erb zu Gast im LCB

Mit dieser Veranstaltung zu Oleg Jurjews posthum veröffentlichtes Poem "von arten und weisen" erinnern wir an die im Januar verstorbene Dichterin Elke Erb. Am 14.02.2019 kam sie mit Katharina Hacker, Olga Martynova und Steffen Popp über das Werk Oleg Jurjews ins Gespräch und las ausgewählte Texte. Es ist die letzte Aufnahme der Autorin in unserem Tonarchiv.

von arten und weisen – Oleg Jurjews Poeme

14. Februar 2019, 1:43h

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Krüppelpassion oder Vom Gehen

Jan Kuhlbrodts neuer Roman wurde im Herbst mit dem Alfred-Döblin-Preis 2023 für ein überragendes Prosamanuskript ausgezeichnet. Mittlerweile ist das Buch im Gans Verlag erschienen und die Aufnahme der Buchpremiere im LCB, moderiert von Wiebke Porombka, nun auf Dichterlesen.net verfügbar.

Jan Kuhlbrodt: Krüppelpassion oder Vom Gehen

10. Oktober 2023, 1:16h

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Jetzt online: Unser Podcast mit Kirsten Fuchs & Yannic Han Biao Federer

Begleitend zu unserem neuen Jugend-Hörraum "Uns gehört die Zukunft" gibt es jetzt endlich unseren ersten, 4-teiligen Podcast zu entdecken. Mit den Stimmen von Kirsten und Yannic, Schüler·innen aus Bad Godesberg, Clemes J. Setz, Serhij Zhadan u.a. Ihr findet ihn überall dort, wo es Podcasts gibt, oder direkt hier.

Jetzt entdecken: Der neue Hörraum!

Erstmals präsentiert Dichterlesen.net einen Hörraum für ein junges Publikum: "Uns gehört die Zukunft". In Zusammenarbeit mit Schüler·innen aus Bad Godesberg und den Autor·innen Kirsten Fuchs und Yannic Han Biao Federer. Der Hörraum ist ab sofort hier zu entdecken. Die Relase-Veranstaltung vom 20.03.2023 im LCB kann nun ebenfalls nachgehört werden.

Uns gehört die Zukunft

20. März 2023, 1:15h

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Lob der Autofiktion

5 Veranstaltungen # Daniela Dröscher

Das Literarische Colloquium Berlin hat die Autorin Daniela Dröscher eingeladen, das Genre der Autofiktion zu betrachten. Dröschers Beitrag legt die intime Verbindung zwischen Autor·in und Leser·in dar und zeigt, wie Autofiktion einerseits Authentizität hinterfragen und andererseits zur Selbstaufklärung beitragen kann. Er zeigt das Schreiben von Autofiktion als mutigen und radikalen Akt und ergänzt den literarischen Diskurs durch Reflexion über die transformative Kraft des autofiktionalen Ichs.

Hörtipp 1: Hiromi Itō und Frank Witzel: Von der Unmöglichkeit, „ich“ zu sagen

Hörtipp #1

Wer ist dieses Ich der Autofiktion? Hiromi Itō und Frank Witzel betonen gleichermaßen die Konstruiertheit, aber auch die Grundierung der eigenen Identität in leibkörperlichen Erfahrungen. Als prägende Autor ∙ innen und Werke werden genannt: Allen Ginsberg und Rolf Dieter Brinkmann, aber auch Manga-Comics sowie die Lyrics der Singer-Song-Writer Bob Dylan und Patti Smith. Es geht um Lesungen in dunklen Höhlen und darum, dass Autofiktion eben gerade keine Selbstentblößung, sondern Schutz und Ermächtigung bedeutet.

Lieblingsgedanke: Autofiktion kann lebensrettend sein – nur muss man den Rettungsring aus Algen aka Literatur flechten. Womöglich hat man mehr Erfahrungen in der Literatur gemacht als im echten Leben ….

Hörtipp 2: Felicitas Hoppe: Hoppe

Hörtipp #2

Mit Autofiktion kann man sich schreibend unerfüllte (Kindheits-)-Träume erfüllen. Weil sie an einer rororo-Biographie über sich selbst scheiterte, greift Felicitas Hoppe auf Verfahren der Autobiographie zurück – Zeitzeugen werden befragt, Briefe und Tagebücher zitiert – und verwandelt sich so in eine Biografin ihrer selbst. Diese Distanznahme ermöglicht ein genaueres Betrachten-Können der eigenen Person. Das Gespräch zeigt Hoppe als eine märchenhaft-lustvolle Traumbiographie, die zwar von dunklen Dingen weiß, zum Glück aber eine „Hoppesche Mitternachtssonne“ in sich trägt.

Lieblingsgedanke: Das Ich-sagen, das als Garant von Authentizität gilt, verleitet zum Lügen, sobald man „Ich“ sagt, kommt man ins Schummeln.

Hörtipp 3: Annie Ernaux: Trouver sa voix, die Stimme finden

Hörtipp #3

Hier erklärt uns die „Königin der Autofiktion“, wie sie überhaupt zum autofiktionalen Schreiben gekommen ist (genau genommen spricht Ernaux von „Autoethnographie“, nicht von Autofiktion). Eindrücklich ist die Sequenz, in der Annie Ernaux von dem Ekel berichtet, der sie befiel, als sie versuchte, das Leben ihres verstorbenen Vaters in einen klassischen Roman zu verwandeln. Das auf Überleben und Nützlichkeit gerichtete Leben des Vaters versperrte ihr den Weg in eine nostalgische „Erinnerungspoesie“. Ausgehend hiervon gibt Ernaux Auskunft über ihr „unpersönliches Schreiben“ und auch den Austausch mit ihrer Übersetzerin Sonja Finck.

Lieblingsgedanke: Ernaux’ Stimme ändert sich von Buch zu Buch und ergibt sich aus dem jeweils vorherigen Text.

Hörtipp 4: Julia Frank: Welten auseinander

Hörtipp #4

Um das existentielle Gefühl ihrer Verlorenheit zu ermessen, wollte bzw. konnte Julia Franck keine „Ersatzgeschichten“ finden, keine ihrer Erfahrungen fiktionalisieren. Das Alter transformiert den Blick nicht nur auf das eigene Leben, sondern auch auf das Leben der Anderen, in diesem Fall der Mutter – die man ja unweigerlich miterzählt, wenn man von Kindheit und Adoleszenz erzählt. („Life is not personal“).

Lieblingsgedanke: Man sollte in Familien nie die Bücher der Angehörigen lesen. Insbesondere sollte man als Schriftstellerin seine Kinder davor schützen, die Bücher ihrer Mutter zu lesen. Sonst riskiert man, dass sich das Gelesene durch die „Unerbittlichkeit des Gedächtnisses“ in die viel zu jungen Herzen einschreibt.

Hörtipp 5: David Wagner: Leben

Hörtipp #5

Wie schreibt, wie vermisst man den eigenen Körper? Der nahende Tod ist ein Grenzwert der Autofiktion, und David Wagner protokolliert in dem Roman Leben sowohl seine potentiell tödliche Autoimmun-Erkrankung als auch den Weg der Rekonvaleszenz. Der wundersame Umstand, dass er selbst durch eine Transplantation am Leben ist, musste erzählt werden. Die Arbeit am Text beginnt zwar mit dem genauen Beobachten des Krankenhaus-Alltags, dann aber muss der Stoff in die „schönste denkbare Form“ gebracht werden.

Lieblingsgedanke: „Alles war genau so und ganz anders.“ Der Autor ist der Dümmste vor seinem Werk. Man darf sich nicht täuschen lassen davon, dass jemand „ich“ sagt.

Hörräume

Kuratiert von Julia Schoch & Marcel Beyer, Lann Hornscheidt & Kristof Magnusson, Deniz Utlu & Marica Bodrožić sowie Kirsten Fuchs & Yannic Han Biao Federer & Schüler·innen aus Bad Godesberg: unsere vier aktuellen Hörräume.

Alle Hörräume

Uns gehört die Zukunft (NEU)

Ein Hörraum von und für Jugendliche kuratiert von Kirsten Fuchs und Yannic Han Biao Federer

Eintreten

queeres lesen hören

Ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson

Eintreten

Unterhaltungen deutscher Eingewanderten

Ein audiovisueller Parcours von Marica Bodrožić und Deniz Utlu

Eintreten

Literatur der Mauerrisse

Ein audiovisueller Parcours von Julia Schoch und Marcel Beyer

Eintreten

Glückstreffer

Versuchen Sie Ihr Glück und starten Sie unseren Zufallsgenerator: Sie werden beschenkt mit einem besonderen Wortschatz aus unserem Tonarchiv. Bonne Chance!