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Ayşe Polat 

Ayşe Polat ist eine deutsch-kurdische Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Geboren in Malatya (Türkei), aufgewachsen in Hamburg, studierte sie Philosophie, Germanistik und Kulturwissenschaften in Berlin und Bremen, während sie erste Kurzfilme realisierte. Ihre Filme erzählen von Konflikten um Zugehörigkeit und Identität und von den Rissen, die sich durch Familien, Biografien und gesellschaftliche Strukturen ziehen. Ayşe Polat arbeitete im Rahmen eines Stipendiums in der Villa Aurora an einem Drehbuch, das zentrale Motive eines Textes von Robert Walser in die Gegenwart überträgt.

Katja Lange-Müller

Katja Lange-Müller wurde 1951 in Ostberlin geboren. Die gelernte Schriftsetzerin arbeitete viele Jahre als Hilfspflegerin auf psychiatrischen Stationen. Sie studierte am Institut für Literatur Johannes R. Becher und lebte ein Jahr in der Mongolei, bevor sie 1984 nach Westberlin übersiedelte. 1986 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis und 1995 den Alfred-Döblin-Preis für ihre Erzählung "Verfrühte Tierliebe". Ihr Roman "Böse Schafe" (2007) wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.

Hans Christoph Buch

Hans Christoph Buch wurde 1944 in Wetzlar geboren. Er ist Romanautor, Reporter, Erzähler und Essayist. In Berlin ging er dem Studium der Germanistik und Slawistik nach, bevor er 1972 promovierte. Als Gastdozent war er u.a. an den Universitäten von San Diego, Essen, New York, Frankfurt, Hongkong und Buenos Aires tätig. Sein politisches Engagement ging mit Reportagereisen im Auftrag der Wochenzeitung 'Die Zeit' einher. Der freie Schriftsteller lebt heute in Berlin. 

Dieter Wellershoff

Dieter Wellershoff (1925 in Grevenbroich geboren) war lange Zeit Lektor beim Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch - und betreute unter anderem Heinrich Böll. Bei Kiepenheuer & Witsch ist auch sein umfangreiches Werk in einer sechsbändigen Werkausgabe Ende der 90er erschienen. Wellershoff schrieb zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Drehbücher. 2018 ist er in Köln gestorben.

Svenja Leiber

Die gebürtige Hamburgerin (geboren 1975) lebt seit 1995 in Berlin. Dort studierte Svenja Leiber Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte, arbeitete als Führerin in einer Kunstsammlung und schrieb ihre Erzählungen „Büchsenlicht“ (2005) sowie ihren Roman „Schipino“ (2010). Sie erhielt diverse Preise und Förderungen, u.a. den Förderpreis des Bremer Literaturpreises (2006), das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung (2006),  und den Werner-Bergengruen-Preis (2009).

Peter Schneider

Peter Schneider (1940-2026)  studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Freiburg, München und an der Freien Universität Berlin und engagierte sich anschließend in der Berliner Studentenbewegung. Sein Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 1973 mit der im Rotbuch Verlag erschienenen Erzählung „Lenz“. Der Autor erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine Romane und Essays, u.a. wurde er 2009 mit dem Schubart-Literaturpreis geehrt.

Dana Vowinckel

Dana Vowinckel wurde 1996 in Berlin geboren und studierte Linguistik und Literaturwissenschaft in Berlin, Toulouse und Cambridge. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2021 wurde sie für einen Auszug aus Gewässer im Ziplock mit dem Deutschlandfunk-Preis ausgezeichnet. Für ihre Erzählung In my Jewish Bag erhielt sie beim Wettbewerb »L’Chaim: Schreib zum jüdischen Leben in Deutschland!« den ersten Preis. 2023 wurde ihr ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats zugesprochen. Dana Vowinckel lebt in Berlin.

Mathias Énard

Mathias Énard, 1972 geboren, lebt in Barcelona. Auf Deutsch erschienen von ihm die Romane "Zone", für den er den Candide-Preis 2008 erhielt, "Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten", ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt des lycéens 2010, und " Straße der Diebe". Für den Roman "Kompass" erhielt er den Prix Goncourt 2015 und 2017 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. 2021 erschien sein Roman "Das Jahresbankett der Totengräber".

Isabelle Lehn

Isabelle Lehn, 1979 in Bonn geboren, lebt in Leipzig. Sie studierte in Tübingen und Leicester Allgemeine Rhetorik, Ethnologie und Erziehungswissenschaft mit Arbeitsschwerpunkten zu Propagandaforschung, Massenkommunikation und Medienwirkungen und wurde 2011 im Fach Rhetorik promoviert. Parallel absolvierte sie ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, wo sie nach Lehraufträgen und Gastdozenturen seit Februar 2013 als Dozentin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig ist. Ihre Erzählungen und Essays wurden in verschiedenen Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Ihr Debütroman "Binde zwei Vögel zusammen" (2016) wurde mehrfach ausgezeichnet.

Gerhard Henschel

Gerhard Henschel, geboren 1962, lebt als freier Schriftsteller in der Nähe von Hamburg. Sein Briefroman Die Liebenden (2002) begeisterte die Kritik ebenso wie die Abenteuer seines Erzählers Martin Schlosser, die mit dem Kindheitsroman 2004 ihren Anfang nahmen. Henschel ist außerdem Autor zahlreicher Sachbücher. Er wurde unter anderen mit dem Hannelore-Greve-Literaturpreis, dem Nicolas-Born-Preis und dem Georg-K.-Glaser-Preis und dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet.

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