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Viktor Martinowitsch

Viktor Martinowitsch (auch: Victor Martinovich), 1977 in Belarus geboren, studierte Journalistik in Minsk und lehrt heute Politikwissenschaften an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius. Er schreibt regelmäßig für "ZEIT online". Martinowitsch wurde bekannt mit dem Roman "Paranoia" (2014), der in Belarus nach Erscheinen inoffiziell verboten wurde. 2012 erhielt Martinowitsch den Maksim-Bahdanowitsch-Preis. Zuletzt bei Voland & Quist erschienen: "Revolution". 

Jurko Prochasko

Jurko Prochasko, geb. 1970, hat als Germanist, Essayist, Schriftsteller, Übersetzer und Psychoanalytiker in vielfältigen Projekten in der Ukraine, in Österreich und Deutschland gearbeitet. Er gilt als ein wichtiger kultureller Vermittler zwischen der Ukraine und Deutschland, der sich aktiv für die Einbindung der Ukraine in Europa einsetzt. Prochasko lebt und arbeitet in Lwiw / Lemberg. 

 

Thin Lei Win

geboren und aufgewachsen in Yangon, Myanmar, ist freie Journalistin. Sie ist Gründerin und ehemalige Chefkorrespondentin der Nachrichtenagentur Myanmar Now und Mitbegründerin des gemeinnützigen Storytelling-Projekts The Kite Tales, das das Leben und die Geschichten von Menschen in Myanmar aufzeichnet. Heute lebt sie in Europa und hat sich auf Ernährungssicherheit und den globalen Klimawandel spezialisiert, nachzulesen auch in ihrem Newsletter Think Ink, nachdem sie 13 Jahre lang für die Thomson Reuters Foundation, den gemeinnützigen Zweig der Nachrichtenagentur Reuters, über diese Themen berichtet hat.

Azouz Begag

Azouz Begag wurde 1957 in Lyon geboren, wo er 1984 auch seinen Doktor in Wirtschaftswissenschaften machte. In seinen hochgelobten Büchern wie Le Gone du Chaâba [1986] und La Force du Berger [1991] reflektiert er u. a. seine Erfahrungen als Gastarbeiterkind. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen gehören der Prix Sorcières [1987] und der Europäische Kinderbuchpreis [1993]. 2005 bis 2007 war er in Frankreich beigeordneter Minister für die Förderung von Chancengleichheit und 2013 bis 2014 Direktor des Institut Français in Lissabon. Begag lebt in Paris.

László F. Földényi

László F. Földényi, 1952 in Debrecen (Ungarn) geboren, ist Kunsttheoretiker, Literaturwissenschaftler und Essayist. Er zählt zu den bedeutendsten ungarischen Intellektuellen und leitet als Professor den Lehrstuhl für Kunsttheorie an der Akademie für Theater und Film, Budapest. Er ist Herausgeber der gesammelten Werke von Heinrich von Kleist in ungarischer Sprache und u.a. Friedrich-Gundolf-Preisträger. Seit 2009 ist er Mitglied der der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Für sein Werk Lob der Melancholie. Rätselhafte Botschaften wird er mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2020 ausgezeichnet.

Stiftung Lyrik Kabinett

Die Stiftung Lyrik Kabinett München will der Poesie quer durch alle Zeiten und Nationalliteraturen ein beständiges Forum zur Verfügung stellen. Die Stiftung unterhält die zweitgrößte auf Lyrik spezialisierte Präsenz-Bibliothek Europas (mit ca. 63.000 Medien), darunter zahlreiche hochwertige Künstlerbücher, und richtet regelmäßig Veranstaltungen aus. Historisch reicht das Spektrum der Poesie, die in den Lesungen zu erleben war und ist, vom Gilgamesch-Epos bis zu zeitgenössischen Stimmen.

Abdulkadir Musa

Abdulkadir Musa ist Dichter, Übersetzer, Sozialarbeiter und Kulturberater. Er studierte Französisch und Literatur an der Universität in Aleppo und Soziale Arbeit an der ASH Berlin. Sein Gedichtband "Deine Flügel haben mich das Fliegen gelehrt" (2007) wurde in kurdischer Sprache veröffentlicht und ist in viele Sprachen übersetzt worden. 2017 erschien seine kurdisch-englische Gedicht-Anthologie "Kurdish Voices from Rojava" in Zusammenarbeit mit Katarzyna Sala. 2018 erhielt er das Stipendium für Autor*innen nicht-deutscher Literatur der Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Berlin.

Michail Schischkin

Michail Schischkin, geboren 1961 in Moskau, emigrierte 1995 in die Schweiz, wo er u.a. als Dolmetscher für die Einwanderungsbehörde arbeitete. Sein erster Roman "Die Eroberung Ismails" wurde 2000 mit dem russischen Booker-Preis ausgezeichnet. Für "Venushaar" erhielt er mehrere Literaturpreise, u.a. den Preis Nationaler Bestseller 2005. Es wurde in alle großen europäischen Sprachen übersetzt. Schischkin lebt in Zürich.

José Muñoz

José Muñoz, geboren 1942 in Buenos Aires, kam als Assistent von Francisco Solano López zum Comiczeichnen, für den er Geschichten von Héctor Oesterheld für Zeitschriften wie "Hora Cero" und "Frontera" illustrierte. 1963 debütierte er in der Zeitschrift "Misterix" mit seiner Comicserie "Precinct 56". Seit Anfang der 1970er Jahre lebt und arbeitet er in Italien. Seine Comics wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in alle großen europäischen Sprachen übersetzt.

John Burnside

John Burnside, geboren 1955 in Dunfermline (Schottland), studierte Englisch und Europäische Sprachen an der Anglia Polytechnic University. Er arbeitete zunächst als Software-Entwickler; seit 1996 ist er freier Schriftsteller. 1988 erschien sein erster Gedichtband „The Hoop“, sein Romandebüt „The Dumb House“ wurde 1997 veröffentlicht. Für seine Lyrik und Prosa wurde Burnside mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem dem T. S. Eliot Prize (2011).

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