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Nuruddin Farah
Nuruddin Farah, geboren 1945 in Baidoa (Somalia), studierte Philosophie, Literaturwissenschaften, Soziologie und Theaterwissenschaften in Chandigarh (Indien), London und Colchester (Großbritannien). Nachdem 1976 sein Roman "A Naked Needle" erschienen war (dt. 1984 als "Wie eine nackte Nadel"), wurde er in seinem Heimatland Somalia mit Gefängnishaft bedroht, die folgenden zwanzig Jahre lebte er im Exil. Für sein Werk wurde er mit zahlreichen internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet.
Gadi Goldberg
Gadi Goldberg wurde 1972 in Tel Aviv, Israel geboren. Er hat Chemie in Haifa und Literatur und Philosophie in Tel Aviv, München und Berlin studiert. Seit 2002 lebt er in Deutschland, zunächst im Süden des Landes, ab 2004 in Berlin. 2005 war er Teilnehmer der Sommerakademie und 2012 des Internationalen Übersetzertreffens im LCB. Seit 2011 organisiert und leitet er zusammen mit Anne Birkenhauer die deutsch-hebräische Übersetzerwerkstatt Vice-Versa. Er lebt in Berlin als Literaturübersetzer mit Schwerpunkten Prosa und Philosophie.
Ernest Mandel
Ernest Mandel wurde am 5. April 1923 in Frankfurt a. M. geboren. Er engagierte sich früh in der Arbeiterbewegung in Belgien, in das er Kind mit seinen Eltern gezogen war. Nach dem Besatzung Belgiens durch Deutschland 1940 wa er Mitglied der Résistance, nach dem Zweiten Weltkrieg ein führendes Mitgleid der trozkistischen Vierten Internationale. Er arbeitete als Dozent und später Professor an der Universität Brüssel. Zahlreiche Läner, darunter die BRD, belegten ihn mit einem Einreiseverbot. Er starb 1995 in Brüssel.
Géraldine Schwarz
Géraldine Schwarz, geb. 1974 in Straßburg, ist eine deutsch-französische Journalistin und Dokumentarfilmerin. Die langjährige Deutschland-Korrespondentin der Agence France Presse (afp) publiziert heute in verschiedenen internationalen Medien. Seit mehreren Jahren recherchiert sie für ein größeres Projekt in den Archiven des Bundesnachrichtendienstes. Sie lebt in Berlin. Die Gedächtnislosen erschien im Herbst 2017 in Frankreich und wird derzeit in sieben Sprachen übersetzt.
Dasom Yang
Dasom Yang ist eine Schriftstellerin und Übersetzerin aus Südkorea. Sie studierte kreatives Schreiben am Trinity College Dublin und lebte außerdem in Ohio und Paris. Ihre Prosa und Poesie sind auf zahlreichen Plattformen erschienen und wurden für Auszeichnungen von The Iowa Review, The Kenyon Review und Nimrod International Journal nominiert. Sie erhielt ein Stipendium, um im März 2020 eine Schriftstellerresidenz an der Vermont Artists Residency zu absolvieren. Sie arbeitet an ihrem ersten Buch, einer Sammlung von Essays und Kurzgeschichten.
Lea Schneider
Lea Schneider, geboren 1989 in Köln, lebt nach längeren Aufenthalten in China und Taiwan als Lyrikerin, Essayistin und Übersetzerin in Berlin. 2014 erschien ihr Gedichtband „Invasion rückwärts“, 2016 folgte das an der Grenze von Lyrik, Prosa und Bildender Kunst operierende E-Book „O0“. Zuletzt erschienen ihre Übersetzungen „Yan Jun: internationaler tag der reparatur“, die Anthologie „CHINABOX. Neue Lyrik aus der Volksrepublik“ sowie „Zang Di: Gesellschaft für Flugversuche“.
Susanne Schüle
Susanne Schüle, 1967 geboren, ist als freie Kamerafrau vorwiegend für Dokumentarfilme tätig. Sie studierte im Fachbereich Kamera an der HFF „Konrad Wolf" in Babelsberg und ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, bei CINEMATOGRAPHINNEN - WOMEN CINEMATOGRAPHERS NETWORK und bei Pro Quote Film. Für ihre Kameraarbeit wurde Schüle mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit dem Preis für die beste Kameraführung bei „Absolut Warhola“ beim 44. Internationalen Festival für Dokumentarfilm in Leipzig (2001), dem Grimme-Preis für die Kameraarbeit bei „Absolut Warhola“ (2003) und dem Preis für die beste Kamera beim Docuart Festival Bukarest, Rumänien (2015).
Paul Nolte
Paul Nolte, geboren 1963, ist Professor für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte in ihren internationalen Verflechtungen an der Freien Universität Berlin. Er forscht unter anderem zur Geschichte und Theorie der Demokratie vom 18. bis zum 21. Jahrhundert, zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sowie zur Transatlantischen Geschichte. Er ist Herausgeber von „Geschichte und Gesellschaft. Zeitschrift für Historische Sozialwissenschaft“ sowie der Buchreihe „Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft“. 2018 erschien „Lebens Werk. Thomas Nipperdeys ‚Deutsche Geschichte‘ – Biographie eines Buches“ im C.H. Beck Verlag.
Orhan Pamuk
Orhan Pamuk wurde 1952 in Istanbul geboren und gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller der Türkei. Sein bekanntester Roman Kar (dt.: Schnee) erschien 2001 in der Türkei und 2005 in Deutschland. Für sein Werk, das in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde, erhielt er neben zahlreichen internationalen Preisen den Nobelpreis für Literatur 2006. Orhan Pamuk lebt in Istanbul.
Daniel Kehlmann
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. 1997 veröffentlichte er sein Romandebüt "Beerholms Vorstellung". Im Jahr 2000 war er Stipendiat des Literarischen Colloquiums Berlin. Sein 2005 erschienener Roman "Die Vermessung der Welt" machte ihn international bekannt. Kehlmann wurde u.a. mit dem Kleist-Preis 2006, dem Thomas-Mann-Preis 2008 und 2012 mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet.