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Peter Bichsel
Peter Bichsel, geboren 1935 in Luzern, war bis 1968 als Primarlehrer tätig. 1963 nahm er an Walter Höllerers Schreibkurs in Berlin teil. Nachdem 1964 sein Erzählband „Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen“ erschien, wurde er in die Gruppe 47 aufgenommen und 1965 mit deren Preis geehrt. Den Hauptteil seines Werkes bilden Erzählungen, Kolumnen und Essays. 2012 erhielt Bichsel den Großen Schillerpreis. Er starb 2025 in Zuchwil.
Maike Wetzel
Nach dem Studium an der Münchner Filmhochschule und in Großbritannien lebt Maike Wetzel als Schriftstellerin, Theater- und Drehbuchautorin in Berlin. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Literaturpreise. In der Villa Aurora in Los Angeles entstand ein Teil der Erzählungen in Entfernte Geliebte (2019). Ihr Romandebüt Elly (2018) wurde unter anderem mit dem Robert-Gernhardt-Preis ausgezeichnet. PROLL! von Adrian Figueroa nach ihrem Drehbuch gewann den Deutschen Kurzfilmpreis 2021.
Yannic Han Biao Federer
Yannic Han Biao Federer, geboren 1986, aufgewachsen in Südbaden, studierte Germanistik und Romanistik in Bonn, Florenz und Oxford. Er promoviert an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und arbeitet im Literaturhaus Köln. Erste Erzählungen sind in Literaturzeitschriften und Anthologien erschienen, 2016 erhielt er den Förderpreis der Wuppertaler Literatur Biennale, 2017 das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium, 2018 den Harder Literaturpreis und den Hauptpreis der Wuppertaler Literatur Biennale.
Monika Helfer
Monika Helfer, geboren 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt als Schriftstellerin mit ihrer Familie in Vorarlberg. Sie hat zahlreiche Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium, dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur und dem Solothurner Literaturpreis ausgezeichnet. Mit ihrem Roman "Schau mich an, wenn ich mit dir rede" (2017) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für "Die Bagage" (Roman, 2020) erhielt sie den Schubart-Literaturpreis 2021 der Stadt Aalen. Zuletzt erschien von ihr bei Hanser "Vati" (Roman, 2021).
Friederike Mayröcker
Friederike Mayröcker, 1924 in Wien geboren, war eine österreichische Schriftstellerin. Nach ersten Gedichtveröffentlichungen in der Wiener Avantgarde-Zeitschrift "Plan" folgte 1956 die erste Buchpublikation. Seitdem veröffentlichte sie Lyrik und Prosa, Erzählungen und Hörspiele, Kinderbücher und Bühnentexte. Für ihr Werk wurde die Lebensgefährtin Ernst Jandls vielfach ausgezeichnet, u.a. 2001 mit dem Georg-Büchner-Preis. Sie starb 2021 in Wien.
Julika Griem
Julika Griem, geboren 1963, war von 2012 bis 2018 Professorin für Anglistische Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Seit 2016 ist sie Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Zum April 2018 übernahm sie die Leitung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI). Ihr Forschungsinteresse gilt u. a. Erzähl- und Literaturtheorie, der Leseforschung, den Bedingungen für gelingende Interdisziplinarität zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften, der Analyse des gegenwärtigen Literaturbetriebs und seiner sich wandelnden Formate und Rituale sowie den Methoden seiner Erforschung; ein weiteres der Wissenschaftspolitik und den Institutionen, die Literatur und Literaturwissenschaft überhaupt erst ermöglichen.
Augusto Paim
Augusto Paim ist ein brasilianischer Journalist und Übersetzer, 2019 schloss er seine Promotion an der Bauhaus Universität Weimar mit dem Titel "Ästhetik der Comicreportage - Theorie und Praxis der journalistischen Erzählung in Comicform" ab. Paim entwickelt Comic-Reportagen in Zusammenarbeit mit diversen ZeichnerInnen. 2019-2021 arbeitete er am LCB und war u.a. für Comicprojekte und das alternative Nachrichtenportal LCB diplomatique zuständig.
Michael Krüger
Michael Krüger, 1943 in Wittgendorf geboren, ist Verfasser von Romanen, Erzählungen und Gedichtbänden. Seit Ende der 70er Jahre leitete er das literarische Programm des Carl Hanser Verlages. Von 1995 bis 2013 war er Geschäftsführer des Verlags. Die großen Bucherfolge (z.B. Umberto Ecos "Name der Rose") und das hohe Ansehen der Verlagsgruppe um Hanser werden mit Michael Krüger in Verbindung gebracht. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Verleger des 20. Jahrhunderts.
Simon Werle
Simon Werle, 1957 geboren, studierte Romanistik und Philosophie in München und Paris. Er übersetzt literarische Texte aus dem Französischen, Englischen und Altgriechischen und veröffentlicht eigene Romane, Erzählungen und diverse Theaterstücke. Werle erhielt für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Preis der Frankfurter Autorenstiftung (1985), den Johann-Heinrich-Voss-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (1992) und den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis (2017). 2017 erschien seine Neuübersetzung von Beaudelairs "Les Fleurs du Mal".
Lê Minh Hà
Lê Minh Hà, in Hanoi (Vietnam) geboren, studierte Literaturwissenschaft. Danach arbeitete sie als Lehrerin, bevor sie nach Deutschland kam. Zurzeit lebt sie in Berlin. Lê Minh Hà hat zahlreiche Romane, Erzählungen und Essays in Vietnam publiziert, darunter “Der verwitwete Mond” (1998), “Der sehr grüne Wind” (1999), “Der Wind aus der gesichtslosen Zeit” (2005), “Alte neugeschriebene Legenden” (2015), “Hey, wir waren sehr schön” (2015), “Märchen für den neuen Tag” (2018) und “Wer lief noch da, auf uralte Senken” (2018).