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Antonio Ungar
Antonio Ungar wurde in Bogotá geboren. Seine Romane sind bereits ins Deutsche und sechs weitere Sprachen übersetzt worden und seine Erzählungen in mehr als zwanzig Anthologien in zwölf Ländern erschienen. Sein Roman „Tres ataúdes blancos“ („Drei weiße Särge“, Übs. Susanne Lange) wurde 2010 mit dem Premio Herralde ausgezeichnet und war 2011 Finalist beim Rómulo-Gallegos-Preis. Sein Kurzroman „Las orejas del lobo“ kam unter die Finalisten des Prix Courier International 2008 (zweitbestes in Frankreich veröffentlichtes Buch). 2005 wurde Ungar mit Kolumbiens Nationalem Journalistenpreis Simón Bolívar ausgezeichnet. Sein jüngster Roman „Eva y las fieras“ (2022) wird derzeit ins Französische und Deutsche übersetzt.
Maria Weissenböck
Maria Weissenböck (*1980) studierte an der Angewandten Wien Sprachwissenschaften in der Fächerkombination Russisch/ Ukrainisch/ Deutsch. Sie übersetzt aus dem Ukrainischen und dem Belarussischen, u.a. von Taras Prochasko, Tanja Maljartschuk und Volja Hapeyeva. Sie erhielt 2004 den Übersetzerpreis der Stadt Wien für die Übersetzung von Jurij Wynnytschuks „Die Einhornjagd“. Für den Residenz Verlag übersetzte sie den Roman „Der Papierjunge“ und die Roman-Triologie "Amadoka". Für „Die Geschichte von Romana“ (2023), „Die Geschichte von Uljana“ (2023), “Die Geschichte von Sofia“ (2024) - die dreibändige deutsche Übersetzung des Romans „Amadoka“ (2020) - erhalten Sofia Andruchowytsch und ihr Übersetzer Alexander Kratochvil sowie ihre Übersetzerin Maria Weissenböck den „Internationalen Hermann-Hesse-Preis“ 2024 der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung.
Valentijn Hoogenkamp
Valentijn Hoogenkamp (geboren 1986) ist Roman- und Theaterautor. Sein Debütroman Ich und Louis Claus, der 2021 in den Niederlanden erschien, wurde von Presse und Lesepublikum hochgelobt, ebenso sein zweites, sehr persönliches Buch Antiboy (noch nicht auf Deutsch erschienen), das er als »Coming-of-Gender-Geschichte« bezeichnet. Hoogenkamps Lyrik wurde auf zahlreichen Festivals wie Lowlands, Parade und Oerol vorgetragen. Sein Werk wurde mit dem El-Hizjra-Literaturpreis ausgezeichnet, war nominiert für den Anton-Wachter-Preis, den ITs Ro Theatre Award und wurde ausgewählt für Women Playwrights International Stockholm und Interplay Europe Madrid.
Nikolai Klimeniouk
Nikolai Klimeniouk, geboren 1970 in Sewastopol auf der Krim, studierte in Berlin Anglistik, Amerikanistik und Theaterwissenschaft an der Freien Universität und Slawistik an der Humboldt-Universität. Seit 1996 schreibt er über Kultur und Politik. Er war Redakteur bei Forbes Russia, beim Moskauer Stadtmagazin Bolschoj Gorod und beim unabhängigen regierungskritischen Online-Magazin PublicPost.ru, das im Juni 2013 auf politischen Druck hin geschlossen und vom Netz genommen wurde. Seit 2014 lebt er wieder als freier Autor in Berlin. Er schreibt für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die FAZ, die NZZ und andere deutsche und internationale Medien. Außerdem ist er als politischer Bildner tätig.
Martin Walser
Martin Walser gehörte zu den prominentesten Schriftstellern der deutschen Nachkriegsgeneration. Er wurde 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren und starb 2023 in Überlingen. Walser veröffentlichte seinen ersten Roman "Ehen in Philippsburg" im Jahr 1957. Viele seiner Bücher wurden große Erfolge: 1978 die Novelle "Das fliehende Pferd", 1991 der Roman "Die Verteidigung der Kindheit" , 2008 der Roman über Goethe "Ein liebender Mann". Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis, 1998 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2015 den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis.
Tomer Dotan-Dreyfus
Tomer Dotan-Dreyfus, 1987 in Haifa geboren, lebt seit zehn Jahren in Berlin und ist als freier Autor, Lyriker und Übersetzer tätig. Er studierte Philosophie und Komparatistik in Berlin, Wien und Paris und schreibt sowohl in hebräischer als auch in deutscher Sprache.
Für die Arbeit an »Birobidschan« erhielt er 2020 ein einjähriges Stipendium des Berliner Senats, außerdem wurde er für das Übersetzungsprogramm Jewish Writers in Translation 2021 der Jewish Book Week in London ausgewählt. Im September 2021 war er zu Gast auf dem Meridian Czernowitz International Poetry Festival in der Ukraine. 2022 erscheint sein Essay-Band »Meine Forschung zum O: Unlearning Sprache« (Gans Verlag Berlin). »Birobidschan« ist sein erster Roman.
Dorothee Wenner
Dorothee Wenner (*1961 in Stockum) lebt als freie Filmemacherin, Kuratorin und Journalistin in Berlin. Seit 1990 arbeitet sie im Auswahlkomitee des Internationalen Forums des Jungen Film sowie als Sonderbeauftragte für Indien/ Subsahara-Afrika für die Berliner Filmfestspiele, seit 2005 ist sie Jury-Mitglied des African Movie Academy Awards in Lagos, Nigeria. Als Kuratorin war sie u.a. für das Theater HAU Berlin, das Kino Arsenal sowie im Auftrag der Berliner Filmfestspiele und des Goethe Instituts Johannesburg tätig. Ihr jüngstes Werk ist die Webserie Kinshasa Collection (2017, Drehbuch, Regie und Darstellerin).
Olga Delane
Olga Delane (*1977, Krasnokamensk/ Russland) ist Regisseurin, Fotografin und Redakteurin. Nach dem Studium an der Akademie für Modedesign in Düsseldorf folgten Assistenzen an Berliner Theatern, u.a. am Berliner Ensemble. Seit 2002 beschäftigt sich Olga Delane mit Malerei, Fotografie und Lichtkunst. Seit 2013 ist sie Kuratorin des russischen Kinosalons „Die Russen kommen“ im Kino Babylon in Berlin und gründete 2014 den Filmverleih kinoru.de mit. 2016 erschien ihr Dokumentarfilm Liebe auf sibirisch, der auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt wurde. Sie lebt in Berlin.
Claudia Dathe
Claudia Dathe studierte Übersetzungswissenschaft (Russisch, Polnisch) in Leipzig, Pjatigorsk (Russland) und Krakau und Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Management in Leipzig. Von 1997 bis 2004 arbeitete sie als Lektorin für den Deutschen Akademischen Austauschdienst in Kasachstan und der Ukraine. Während ihrer Tätigkeit in Kiew eignete sie sich Ukrainisch an und begann sie mit eigenen literarischen Übersetzungen. Seit ihrer Rückkehr arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin für Ukrainisch und Russisch und führt Seminare für deutsche und ukrainische Übersetzer durch. Claudia Dathe hat u. a. die ukrainischen Autoren Serhij Zhadan, Olexandr Irwanez, Tanja Maljartschuk und Maria Matios ins Deutsche übersetzt.
Angela Winkler
Angela Winkler, geboren 1944 in Templin, wurde als Schauspielerin durch die Filme »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« (1975) und »Die Blechtrommel« (1979) von Volker Schlöndorff international bekannt. Am Theater arbeitete sie mit Regisseuren wie Peter Zadek und Robert Wilson zusammen. Für ihre darstellerischen Leistungen erhielt sie u. a. den Deutschen Filmpreis, den Gertrud-Eysoldt-Ring und zuletzt den Deutschen Schauspielpreis 2019 in der Kategorie Theaterpreis. 2011 veröffentlichte sie mit »Ich liebe dich, kann ich nicht sagen« ihr Debütalbum als Sängerin. Unter dem Titel »Mein blaues Zimmer« erschien 2019 ihre erste literarische Veröffentlichung. Angela Winkler ist bis heute als Schauspielerin tätig; zuletzt war sie beispielsweise in der Fernsehserie »Dark« (2017–2020) zu sehen. Sie lebt in Berlin und in der Bretagne.