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Amir Valle

Amir Valle, geboren 1967 in Guantánamo, Kuba, lebt seit 2005 in Berlin. Er ist Autor von rund dreißig Prosa-Werken, die vielfach übersetzt wurden, vor allem ins Deutsche. Internationale Anerkennung wurde ihm durch seine in Europa sehr erfolgreiche Studie zur Prostitution in Kuba (“Habana Babilonia”) zuteil, sowie durch seine Krimiserie „El descenso a los infiernos“, in der es um das Leben an den Rändern von Havanna geht. Amir Valle wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, sein Schreiben u.a. von Augusto Roa Bastos, Gabriel García Márquez, Herta Müller und Mario Vargas Llosa gelobt. Er ist Herausgeber von „OtroLunes. Revista Hispanoamericana de Cultura“.

Susanne Klengel

Susanne Klengel ist Professorin für Literaturen und Kulturen Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut der FU Berlin. 2004-2009 Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Kulturwissenschaft an der Universität Mainz in Germersheim, Fokus Lateinamerikanistik. Sie forscht zu Historischen Avantgarden; zeitgenössischen Literaturen Hispanoamerikas und Brasiliens; Holocaust-Memoria in der lateinamerikanischen Literatur; kulturellen Süd-Süd-Beziehungen. Publikationen: „Die Rückeroberung der Kultur. Lateinamerikanische Intellektuelle und das Europa der Nachkriegsjahre (1945-1952)“ (2011). Mitherausgeberin von zwei Bänden zur zeitgenössischen Literatur in Hispanoamerika und Brasilien (2013) und von „SUR / SOUTH: Poetics and Politics of Thinking Latin America / India“ (2016).

Eberhard Lämmert

Eberhard Lämmert, 1924 in Bonn geboren, studierte Geologie und Mineralogie sowie Germanistik, Geschichte und Geographie. Er wurde 1952 an der Universität Bonn promoviert; 1960 habilitierte er sich dort. Nach Professuren in Berlin und Heidelberg lehrte er von 1976 bis 1992 als Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin, an der er von 1976 bis 1983 auch das Amt des Präsidenten innehatte. Eberhard Lämmert leitete bis 1999 das Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin, von 1998 bis 2004 war er Ko-Direktor am Forschungszentrum für Europäische Aufklärung in Potsdam. Zudem war er von 1988 bis 2002 Präsident der Deutschen Schillergesellschaft. Er starb 2015 in Berlin. Seine Dissertation „Bauformen des Erzählens“ (1955) gilt als Klassiker der Erzähltheorie und seine Habilitationsschrift „Reimsprecherkunst im Spätmittelalter“ (1970) trug zu einer Neubewertung der spätmittelalterlichen Literatur bei.

Renate Schmidgall

Renate Schmidgall, geboren 1955, studierte Slavistik und Germanistik in Heidelberg. Von 1984 bis 1996 arbeitete sie am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt, u.a. als Bibliothekarin und wissenschaftliche Mitarbeiterin. Heute ist sie freie Übersetzerin für polnische Literatur, sie übersetzte bereits Stefan Chwin, Witold Gombrowicz, Pawel Huelle, Miroslaw Nahacz und Andrzej Stasiuk. Für ihre Arbeit erhielt sie mehrere Preise, darunter den Jane-Scatcherd-Preis der Ledig-Rowohlt-Stiftung (2001), den Europäischen Übersetzerpreis Offenburg (2006) sowie, gemeinsam mit Ryszard Wojnakowski, den Karl Dedecius-Preis (2009).

Günter Kunert

Günter Kunert wurde 1929 in Berlin geboren und lebt bei Itzehoe. Er studierte Graphik an der Hochschule für Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee, 1950 folgte die Entdeckung und Förderung durch Johannes R. Becher, nachdem 1948 seine erste Publikation erschienen war. Im gleichen Jahr trat er in die SED ein, dessen Mitgliedschaft ihm 1967 entzogen wurde, nachdem er die Biermann-Petition unterzeichnet hatte. Im Jahr 1999 wurde er mit dem "Prix Aristeion" der Europäischen Union ausgezeichnet. 2005 erhielt er die Ehrendoktorwürde des Juniata College Huntingdon, Pennsylvania, USA sowie die Ehrendoktorwürde der Università degli Studi di Torino, Italien. Kunert ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Oleksandra Bienert

Oleksandra Bienert (*1983 in Chernivtsi) lebt seit 2005 in Berlin. Sie studierte Informatik in Kyiv (Diplom), Europäische Ethnologie und Public History (M.A.) und Fotografie in Berlin. Sie verfasst Essays und Analysen für die Portale „Ukraine verstehen”, „Gender v detalyah”, “Ukraine Analysen” zu den Themen Frauenrechte, Politik, Geschichte sowie zu deutsch-ukrainischen Beziehungen, in denen sie sich stark auch als Community-Aktivistin engagiert ist. In Zusammenarbeit mit anderen KollegInnen hat sie die Karte “Ukrainische Orte in Berlin” entworfen. Zurzeit schreibt sie ihre Doktorarbeit über weibliche Intellektuelle aus der Ukraine im Berlin der 1920er Jahre, engagiert sich ehrenamtlich als Vorstandsvorsitzende der Allianz Ukrainischer Organisationen und stärkt hauptamtlich als Trainerin für politische Bildung Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte. Oleksandra Bienert wurde 2022 mit dem Verdienstorden des Landes Berlin für ihr langjähriges Engagement im Bereich der deutsch-ukrainischen Beziehungen ausgezeichnet.

Ana Luísa Amaral

Ana Luísa Amaral wurde 1956 in Lissabon geboren, wo sie Anglistik studierte und über Emily Dickinson promovierte. In Portugal und im Ausland erschienen zahlreiche wissenschaftliche Studien zur englischen und amerikanischen Lyrik, zur vergleichenden Poetik sowie feministische Studien. Sie ist Co-Autorin eines »Dictionary of Feminist Criticism« und zeichnet verantwortlich für die kommentierte Ausgabe der »New Portuguese Letters« (2010), zudem ist sie die Koordinatorin dieses internationalen Projekts. Außerdem lehrte sie Englische Literatur an der Universität von Porto. Für ihr literarisches Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter mit dem wichtigsten Preis Portugals für Lyrik, dem Grande Prémio der Portugiesischen Schriftstellervereinigung (2008), dem Prize Reina Sofia for IberoAmerican Poetry 2021 und dem italienischen Preis Giuseppe Acerbi (2007). Ihre Gedichte erschienen in Übertragung in vielen Ländern Europas, den USA und Lateinamerikas. Die Autorin lebt bei Porto.

Ko Bylanzky

Ko Bylanzky,
SlamMaster und Moderator, Literaturveranstalter mit Schwerpunkt Junge Literatur.
Gastgeber und Moderator diverser regelmäßiger Poetry Slams in München, Regensburg, Ulm Salzburg, Landsberg, Dachau und Freising sowie dreimaliger Ausrichter von Deutschsprachigen Meisterschaften, zwei Österreichischen Meisterschaften und vier Landesmeisterschaften im Poetry Slam. Erster Euröpäischer MC beim U.S. National Poetry Slam 2003 in Chicago.
Begründer, Kurator und Moderator von Literaturshows, z. B. „bewegungsfreiheit“ im Literaturhaus München sowie „Poetry – Dead or Alive“ und „Lauschlounge“ in den Münchner Kammerspielen sowie „Poetry in Motion“ im Lyrik Kabinett München..
Kurator und Moderator von Spoken-Word- Programmen bei zahlreichen Literaturfestivals. Herausgeber mehrerer Poetry-Slam-Anthologien, Träger des Schwabinger Kunstpreises 2020.

Olga Tokarczuk

OLGA TOKARCZUK, 1962 im polnischen Sulechów geboren, studierte Psychologie in Warschau und lebt heute in Breslau. Sie zählt zu den bedeutendsten europäischen Autorinnen der Gegenwart. Ihr Werk (bislang neun Romane und drei Erzählbände) wurde in 37 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Für »Die Jakobsbücher«, in Polen ein Bestseller, wurde sie 2015 (zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn) mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, dem Nike-Preis, ausgezeichnet und 2018 mit dem Jan-Michalski-Literaturpreis. Im selben Jahr gewann sie außerdem den Man Booker International Prize für »Unrast« (im Frühjahr 2019 im Kampa Verlag erschienen), für den sie auch 2019 wieder nominiert war: Ihr Roman »Der Gesang der Fledermäuse« (im Kampa Verlag in Vorbereitung, wie alle ihre älteren Bücher) stand auf der Shortlist. 2019 erhielt sie rückwirkend für 2018 den Nobelpreis für Literatur, der 2018 nicht vergeben worden war.

Elina Mikkilä

Dr. Elina Mikkilä, freie literarische Forscherin in Berlin. Geboren und aufgewachsen in Finnland. Studium der Komparatistik und Romanistik, sowie Slawistik und Skandinavistik/Anglistik in Wien, Paris und Sankt Petersburg. Promovierte als erste Person im deutschsprachigen Raum im Bereich ‚Literarisches Schreiben’ an der Universität für angewandte Kunst Wien. Thema der metapoetologischen Dissertation: Der autofiktionale Verständigungsprozess in der Post-Postmoderne.  Forschungsstipendiatin am Schweizerischen Literaturinstitut sowie an der Freien Universität Berlin. Europaweite Konferenzauftritte, Stipendiatin im ersten Interkulturellen Autorencamp in Köln. Themenschwerpunkte: Literatur kulturell zwei-/mehrsprachiger AutorInnen, interkulturelle Hermeneutik und Fragen der Identität. Zuletzt erschienen: “Autor 2.0 – Schreiben ohne feste Identität”, “Das Fremde im Eigenen” (edition mono/monochrom) und “Fünf vor Zwölf” (Edition FZA).

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