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Martin Rentzsch

* geboren in Berlin

* Abitur und Zivildienst

* 1986 - 1989 Schauspielstudium an der Folkwang-Hochschule

* 1989 - 1998 verschiedene Engagements an Stadt- und Staatstheatern

* 1998 - 2000 Thalia-Theater Hamburg

* 2000 - 2009 Schauspielhaus Bochum

* 2008 Theaterpreis Bochum

* 2009 - 2017 Schauspiel Frankfurt

* seit 2017 Berliner Ensemble

* etwa seit 2005 viele Sprechertätigkeiten bei Hörspiel, Features und Lesungen

Ines Geipel

Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verssprache an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium aus Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie.
2000 war sie Nebenklägerin im Prozess gegen die Drahtzieher des DDR-Zwangsdopings. Ihr Buch »Verlorene Spiele« (2001) hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Bundesregierung einen Entschädigungs-Fonds für DDR-Dopinggeschädigte einrichtete. 2005 gab Ines Geipel ihren Staffelweltrekord zurück, weil er unter unfreiwilliger Einbindung ins DDR-Zwangsdoping zustande gekommen war.
Ines Geipel hat neben Doping auch vielfach zu anderen gesellschaftlichen Themen wie Amok, der Geschichte des Ostens und auch zu Nachwendethemen publiziert.

Barbara Honigmann

Barbara Honigmann, 1949 in Ost-Berlin geboren. Arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 Emigration mit der Familie nach Straßburg, wo sie noch heute lebt. Honigmanns Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Kleist-Preis, dem Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich, zuletzt 2018 mit dem Jakob Wassermann-Preis. Bei Hanser erschienen Damals, dann und danach (1999), Alles, alles Liebe! (Roman, 2000),Ein Kapitel aus meinem Leben (2004), Das Gesicht wiederfinden (2007), Das überirdische Licht. Rückkehr nach New York (2008), Chronik meiner Straße (2015) und Georg (2019).  

Meike Schlüter

Meike Schlüter, geboren 1971 in Bielefeld, ist eine deutsche Schauspielerin. Bühnenerfahrung sammelte sie zunächst in der Spielzeit 1996/97 am Badischen Staatstheater, Karlsruhe, und anschließend bis 2000 an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel. Weitere Stationen waren das Altonaer Theater in Hamburg und die Berliner Sophiensaele. Während dieser Zeit stand sie für die zwei Kinofilme “Einer meiner ältesten Freunde” (1994) und “Nach Fünf im Urwald” (1995) vor der Kamera. Es folgte die Rolle der Nachtschwester in der preisgekrönten Komödie “Aus der Tiefe des Raumes – …mitten ins Netz!” (2004). Neben Sprechertätigkeiten für verschiedene Radiosender und zahlreichen Lesungen arbeitet sie seit 2008 als Lektorin für den Verlag Matthes & Seitz Berlin.

Stefan Wancura

Geboren 1973 in Gmunden am Traunsee in Österreich - nach der Matura (Abitur) in der Hauptstadt studiert - in Paris, Graz und Wien gearbeitet - im Jahr 1997 am Max Reinhardt Seminar (Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien) angenommen- bis 2001 ebenda Schauspiel studiert - erstes Engagement am Schauspielhaus Chemnitz (Sachsen) - danach Gastengagements und Aufenthalt in Leipzig und bei der Wooster Group in New York City - 2009 Esslingen am Neckar, Landesbühne - ab 2011 Gastschauspieler am neuen Theater in Halle an der Saale und am Theater Rampe in Stuttgart - zur Zeit professioneller Sprecher, Theater- und Filmschauspieler.

Hilde Domin

Hilde Domin (geb. Löwenstein), 1909 in Köln geboren, studierte Jura, Nationalökonomie, Soziologie und Philosophie u. a. in Heidelberg, ab 1932 in Rom und Florenz, wo sie 1935 in Politischer Wissenschaft über Staatstheorien der Renaissance promovierte. 1939 flüchtete sie nach England, 1940 in die Dominikanische Republik. Im Exil arbeitete sie als Übersetzerin und Deutschdozentin. 1954 kehrte sie nach Deutschland zurück und lebte nach mehreren Spanienaufenthalten von 1961 an bis zu ihrem Tod 2006 in Heidelberg. Hilde Domin gilt als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen der Nachkriegszeit. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den Rilke-Preis 1976, den Nelly-Sachs-Preis 1983, den Jakob-Wassermann-Preis der Stadt Fürth 1999 und die höchste Auszeichnung der Dominikanischen Republik für ihr Lebenswerk 2005.

Max Frisch

Max Frisch, geboren 1911 in Zürich, war einer der bedeutendsten Schweizer Schriftsteller der Nachkriegszeit. Seine ersten beiden großen Romane "Stiller" (1954) und "Homo faber" (1957) machten ihn einem breiten Publikum bekannt. Nach der Uraufführung seines Theaterstücks "Biedermann und die Brandstifter" 1958 wurde er noch im selben Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. 1961 folgte das Theaterstück "Andorra", 1964 sein letzter Roman "Mein Name sei Gantenbein". Frisch gilt außerdem als Meister der literarischen Tagebuchs, einer Form, die auch sein übriges Prosawerk stark beeinflusste. Er starb 1991 in seiner Heimatstadt Zürich.

Salah Yousif

Salah Yousif wurde Mitte des vorigen Jahrhunderts im Sudan geboren. Er verließ seine Geburtsstadt Khartum 1969, um Pharmazie in Europa zu studieren. 1972 verschlug es ihn nach Berlin, wo er zunächst mit einem Freund Schmuck am Kurfürstendamm verkaufte. Als Yousif 1988 klar wurde, dass er in Berlin bleiben würde, eröffnete er einen Laden in Kreuzberg. Zuerst verkaufte er Lebensmittel, später auch Antiquitäten und Schallplatten. Das Gedichteschreiben hat Yousif stets begleitet. Als jemand, der sich als zwischen den Kulturen stehend wahrnimmt und einen besonderen Blickwinkel auf die Welt besitzt, veröffentlicht er bewusst jedes seiner Gedichte zweisprachig: auf Arabisch und auf Deutsch. Seine Gedichtbände erscheinen regelmäßig im Propeller Verlag, zuletzt “das offene schweigen“ (2017).

Verena Lueken

Im Mai 1955 geboren in Frankfurt am Main, humanistisches Abitur. Studium Tanz in Frankfurt und Philadelphia, Soziologie, Germanistik und Filmwissenschaft in Frankfurt und New York. Kam auf professionellen Umwegen 1988 zum Journalismus, 1989 als Autorin zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dort seit 1. November 1991 Redakteurin im Feuilleton. Von 1995 bis 2002 Kulturkorrespondentin in New York, danach Redakteurin im Feuilleton mit Schwerpunkt Film, von 2008 bis 2012 stellvertretende Leiterin des Feuilletons. Internationaler Publizistikpreis 1992. Buchveröffentlichungen: „Kinoerzählungen“ (Hrsg.), Hanser Verlag (1995); „New York. Reportage aus einer alten Stadt“, DuMont Literatur und Kunstverlag (2003); „Gebrauchsanweisung für New York“, Piper Verlag (2005 und 2010). Ihr Roman „Alles zählt“ erschien im August 2015 (Kiepenheuer & Witsch).

Ricardo Domeneck

Ricardo Domeneck wurde 1977 in Bebedouro im brasilianischen Bundesstaat S. Paulo geboren. Er hat mehrere Gedichtbände publiziert und ist Mitherausgeber der Zeitschriften Modo de Usar & Co. und Hilda. Seine Arbeit befasst sich auch mit der Grenze zwischen Textualität und Oralität sowie Video Art, was beispielsweise im Museu de Arte Moderno in Rio de Janeiro, im Museo Reina Sofía in Madrid, im Museo Experimental El Eco in Mexiko Stadt und der Akademie der Künste in Berlin gezeigt werden konnte. Seit 2002 lebt und arbeitet er in Berlin. Auf Deutsch erschien 2013 beim Verlagshaus J. Frank in Berlin eine Gedichtauswahl unter dem Titel „Körper: ein Handbuch“, übersetzt von Odile Kennel.

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