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Stanisław Mucha

Stanisław Mucha, geboren 1970 in Nowy Targ, Polen, studierte Schauspielkunst an der staatlichen Theaterhochschule „Ludwik Solski“ in Krakau. Nach Abschluss des Studiums war er als Schauspieler und Regieassistent fest am staatlichen Alten Theater „Helena Modrzejewska“ in Krakau engagiert und war in zahlreichen Bühnen- und Filmrollen zu sehen. Von 1995 bis 2000 studierte er Film- und Fernsehregie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam Babelsberg. Für seine Filme wurde er vielfach ausgezeichnet. Sein Film „KOLYMA – Straße der Knochen“ wurde beim Filmfestival Achtung Berlin 2018 als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Karlheinz Stierle

Karlheinz Stierle, 1936 in Stuttgart geboren, ist Professor Emeritus für Romanische Literaturen und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Er studierte Germanistik, Romanistik, Anglistik und Philosophie in Heidelberg, Montpellier und Gießen. Stierle forscht schwerpunktmäßig zu Dante und Petrarca, Paris-Literatur und Moralistik. 2014 erschien "Dante Alighieri: Dichter im Exil, Dichter der Welt" bei C.H. Beck.

Stela M. Katic

Stela M. Katic wurde in Dubrovnik, Kroatien geboren und studierte Schauspiel am Brucknerkonservatorium in Linz, Österreich.
Seit 1999 ist sie auf Stuttgarter Bühnen in zahlreichen Inszenierungen zu sehen. Künstlerische Heimaten waren das Theaterhaus Stuttgart, die Württembergische Landesbühne Esslingen und das Literaturhaus Stuttgart. Sie arbeitet als Sprecherin beim SWR.
2007 begann die regelmäßige Zusammenarbeit mit der Künstlerin Nana Hülsewig und dem Performance Kollektiv NANA & FRIENDS, heute NAF. 2010 kam die Beschäftigung mit dem Viewpoint Training, einer intensiven Körper- und Improvisationsmethode dazu, die sie seitdem in Workshops unterrichtet. 

Peter Wapnewski

Peter Wapnewski, geboren 1922 in Kiel, war einer der wichtigsten Germanisten des 20. Jahrhunderts. Von 1959 bis 1990 war er Professor für Deutsche Literatur des Mittelalters u.a. an den Universitäten Heidelberg, Berlin und Karlsruhe. 1980 war er Gründungsrektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin, 1990 wurde er emeritiert. Er veröffentlichte zur deutschen Literatur des Mittelalters, des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zu Richard Wagner. 1996 wurde ihm der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa verliehen. Wapnewski starb 2012 in Berlin.

Peter Lohmann

Peter Lohmann, geboren 1950, ist gelernter Kaufmann. Von 1980 bis 1985 war er Verleger des Hamburger Buntbuch-Verlags und von 1985 bis 1993 Verleger des Verlags am Galgenberg. Ab 1997 war er als verlegerischer Geschäftsführer des Scherz Verlages in Bern tätig, der ab 2003 Teil der S.Fischer-Verlage wurde. Dort leitete er ab 2002 bis 2008 außerdem die Reihen Krüger, O.W. Barth und Fischer Taschenbuch. Lohmann ist Gründer des  Literaturfestivals "Harbour Front" in Hamburg, das seit 2009 besteht.

Friedrich Dieckmann

Friedrich Dieckmann wurde 1937 in Landsberg an der Warthe geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Physik und lebt seit 1963 als freier Schriftsteller in Ost-Berlin. Zwischen 1972 und 1976 war er als Dramaturg am Berliner Ensemble tätig. Dieckmann erhielt u.a. den Heinrich-Mann-Preis, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, den Johann-Heinrich-Merck-Preis und ist Mitglied der Akademien der Künste in Berlin, Dresden und Leipzig sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2004 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Berliner Humboldt-Universität. Heute lebt er in Berlin. 

Peter Kurzeck

Peter Kurzeck wurde 1943 in Tachau/Böhmen geboren und 1946 aus dem Sudetenland vertrieben. Seine Jugend verbrachte er daraufhin in Staufenberg bei Gießen. Kurzeck ist vor allem bekannt für seine Romane, die stark autobiografisch geprägt sind. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, dem Kranichsteiner Literaturpreis und mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main. Er starb am 25.11.2013 in Frankfurt.

Alexander Filyuta

Alexander Filyuta, geboren in Leningrad (UdSSR), studierte Deutsche und Russische Philologie in St. Petersburg und in Berlin. Er ist vor allem als Übersetzer und Kurator tätig. Als Lyriker schreibt er auf Russisch und auf Deutsch. In seiner übersetzerischen bzw. kuratorischen Tätigkeit widmet er sich überwiegend Werken von AutorInnen aus den ehemaligen Staaten des einstigen Warschauer Paktes. Alexander Filyuta ist Mitbegründer des Poesie-Projektes “Lyrik im ausland” (2010), in dessen Mittelpunkt Lesungen Berliner und internationaler AutorInnen im Veranstaltungsraum “ausland” in Prenzlauer Berg stehen.

Wolfgang Hildesheimer

Wolfgang Hildesheimer wurde 1916 in Hamburg geboren. 1934 folgte er seiner jüdischen Familie nach Palästina, wo er eine Tischlerlehre absolvierte. Ab 1937 studierte er Malerei und Bühnenbild in London. 1939 kehrte er nach Palästina, nach Kriegsende schließlich nach Deutschland zurück, wo er unter anderem Simultandolmetscher bei den Nürnberger Prozessen war. Ab den 50er Jahren arbeitete Hildesheimer als Schriftsteller. er war Mitglied der Gruppe 47 und erzielte mit dem Prosaband „Tynset“ und seiner Mozart-Biographie große Erfolge. 1965 wurde er mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Wolfgang Hildesheimer starb 1991 im schweizerischen Poschiavo.

Stanisław Lem

Stanisław Lem wurde 1921 im damals polnischen Lemberg als Sohn einer säkular-jüdischen Familie geboren. Die deutsche Besatzung überlebten sie mit gefälschten Papieren. 1946 debütierte er mit „Der Mensch vom Mars“. In der Folge wurde Lem zu einem der bedeutendsten polnischen Schriftsteller, Essayisten und Technikphilosophen. Sein Werk wird meist der Science-Fiction zugerechnet und wurde mit einer Vielzahl an Preisen ausgezeichnet. Stanisław Lem starb 2006 in Krakau.

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