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Susanne Schüle

Susanne Schüle, 1967 geboren, ist als freie Kamerafrau vorwiegend für Dokumentarfilme tätig. Sie studierte im Fachbereich Kamera an der HFF „Konrad Wolf" in Babelsberg und ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, bei CINEMATOGRAPHINNEN - WOMEN CINEMATOGRAPHERS NETWORK und bei Pro Quote Film. Für ihre Kameraarbeit wurde Schüle mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit dem Preis für die beste Kameraführung bei „Absolut Warhola“ beim 44. Internationalen Festival für Dokumentarfilm in Leipzig (2001), dem Grimme-Preis für die Kameraarbeit bei „Absolut Warhola“ (2003) und dem Preis für die beste Kamera beim Docuart Festival Bukarest, Rumänien (2015).

Falko Schmieder

Falko Schmieder, 1970 in Freiberg geboren, ist Kulturwissenschaftler und Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Theorie und Konzept einer interdisziplinären Begriffsgeschichte“ am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung. Er studierte Kommunikationswissenschaften, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Dresden und Berlin. 2004 promovierte er an der FU Berlin, 2017 habilitierte er im Fach Kulturwissenschaft an der HU Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Begriffsgeschichte/Historische Semantik, Modernetheorien und Zeitkonzepte.

Peter Wapnewski

Peter Wapnewski, geboren 1922 in Kiel, war einer der wichtigsten Germanisten des 20. Jahrhunderts. Von 1959 bis 1990 war er Professor für Deutsche Literatur des Mittelalters u.a. an den Universitäten Heidelberg, Berlin und Karlsruhe. 1980 war er Gründungsrektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin, 1990 wurde er emeritiert. Er veröffentlichte zur deutschen Literatur des Mittelalters, des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zu Richard Wagner. 1996 wurde ihm der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa verliehen. Wapnewski starb 2012 in Berlin.

Peter Lohmann

Peter Lohmann, geboren 1950, ist gelernter Kaufmann. Von 1980 bis 1985 war er Verleger des Hamburger Buntbuch-Verlags und von 1985 bis 1993 Verleger des Verlags am Galgenberg. Ab 1997 war er als verlegerischer Geschäftsführer des Scherz Verlages in Bern tätig, der ab 2003 Teil der S.Fischer-Verlage wurde. Dort leitete er ab 2002 bis 2008 außerdem die Reihen Krüger, O.W. Barth und Fischer Taschenbuch. Lohmann ist Gründer des  Literaturfestivals "Harbour Front" in Hamburg, das seit 2009 besteht.

Peter Kurzeck

Peter Kurzeck wurde 1943 in Tachau/Böhmen geboren und 1946 aus dem Sudetenland vertrieben. Seine Jugend verbrachte er daraufhin in Staufenberg bei Gießen. Kurzeck ist vor allem bekannt für seine Romane, die stark autobiografisch geprägt sind. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, dem Kranichsteiner Literaturpreis und mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main. Er starb am 25.11.2013 in Frankfurt.

Margarete Mitscherlich

Margarete Mitscherlich, geboren 1917 in Gravenstein, studierte Medizin und Literatur in München und Heidelberg und wurde 1950 promoviert. 1967 publizierte sie zusammen mit ihrem Ehemann Alexander den Essayband "Die Unfähigkeit zu trauern", welcher eine Kontroverse um die Verdrägung der NS-Geschichte auslöste. In den Folgejahren veröffentlichte Mitscherlich zahlreiche psychoanalytische Sachbücher. 2001 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sie starb 2012 in Frankfurt am Main.

Reinhard Lettau

Reinhard Lettau, geboren 1929 in Erfurt, studierte Deutsch, Philosophie und Literatur in Heidelberg und an der Harvard University. In den 1950er Jahren emigrierte er in die USA und wurde dort 1967 Professor für Deutsche Literatur an der University of California in San Diego. Im selben Jahr wurde er nach einer kritischen Rede über die Springer-Presse aus der Bundesrepublik ausgewiesen. 1962 hatte Lettau seinen ersten Erzählband "Schwierigkeiten beim Häuserbauen" veröffentlicht. 1979 wurde er mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. Er starb 1996 in Karlsruhe.

Alexander Filyuta

Alexander Filyuta, geboren in Leningrad (UdSSR), studierte Deutsche und Russische Philologie in St. Petersburg und in Berlin. Er ist vor allem als Übersetzer und Kurator tätig. Als Lyriker schreibt er auf Russisch und auf Deutsch. In seiner übersetzerischen bzw. kuratorischen Tätigkeit widmet er sich überwiegend Werken von AutorInnen aus den ehemaligen Staaten des einstigen Warschauer Paktes. Alexander Filyuta ist Mitbegründer des Poesie-Projektes “Lyrik im ausland” (2010), in dessen Mittelpunkt Lesungen Berliner und internationaler AutorInnen im Veranstaltungsraum “ausland” in Prenzlauer Berg stehen.

Stanisław Lem

Stanisław Lem wurde 1921 im damals polnischen Lemberg als Sohn einer säkular-jüdischen Familie geboren. Die deutsche Besatzung überlebten sie mit gefälschten Papieren. 1946 debütierte er mit „Der Mensch vom Mars“. In der Folge wurde Lem zu einem der bedeutendsten polnischen Schriftsteller, Essayisten und Technikphilosophen. Sein Werk wird meist der Science-Fiction zugerechnet und wurde mit einer Vielzahl an Preisen ausgezeichnet. Stanisław Lem starb 2006 in Krakau.

Wolfgang Hildesheimer

Wolfgang Hildesheimer wurde 1916 in Hamburg geboren. 1934 folgte er seiner jüdischen Familie nach Palästina, wo er eine Tischlerlehre absolvierte. Ab 1937 studierte er Malerei und Bühnenbild in London. 1939 kehrte er nach Palästina, nach Kriegsende schließlich nach Deutschland zurück, wo er unter anderem Simultandolmetscher bei den Nürnberger Prozessen war. Ab den 50er Jahren arbeitete Hildesheimer als Schriftsteller. er war Mitglied der Gruppe 47 und erzielte mit dem Prosaband „Tynset“ und seiner Mozart-Biographie große Erfolge. 1965 wurde er mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Wolfgang Hildesheimer starb 1991 im schweizerischen Poschiavo.

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