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Azouz Begag
Azouz Begag wurde 1957 in Lyon geboren, wo er 1984 auch seinen Doktor in Wirtschaftswissenschaften machte. In seinen hochgelobten Büchern wie Le Gone du Chaâba [1986] und La Force du Berger [1991] reflektiert er u. a. seine Erfahrungen als Gastarbeiterkind. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen gehören der Prix Sorcières [1987] und der Europäische Kinderbuchpreis [1993]. 2005 bis 2007 war er in Frankreich beigeordneter Minister für die Förderung von Chancengleichheit und 2013 bis 2014 Direktor des Institut Français in Lissabon. Begag lebt in Paris.
Barbara Köhler
Barbara Köhler, geboren 1959 in Burgstädt und 2021 gestorben in Mühlheim an der Ruhr, war eine deutsche Lyrikerin, Essayistin und Übersetzerin. Vor ihrem Studium am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" von 1985 bis 1988 arbeitete sie als Altenpflegerin und Facharbeiterin für textile Flächenherstellung. Seit der Vereinigung Deutschlands war Köhler freie Autorin, schrieb für diverse Zeitungen und verfasste Essays sowie Katalogbeiträge zur bildenden Kunst.
Helmut Weissert
Helmut Weissert, geboren 1949, studierte an der ETH Zürich, wo er später auch promovierte. Anschließend ging er als Postdoktorand an die University of Southern California in Los Angeles. Ab 1981 arbeitete er für zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Basel bevor er an die ETH Zürich zurückkehrte. 1993 wurde er dort zum Titularprofessor ernannt. Seine Hauptforschungsgebiete sind Sedimentgeologie und Erdgeschichte, Paläoklimatologie sowie alpine Geologie.
Andrej Angrick
Andrej Angrick, geboren 1962, ist seit 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Er wirkte maßgeblich an der Ausstellung »Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskriegs 1941–1944« mit und fungierte als Gutachter in den bundesdeutschen Ghettorentenverfahren. Er veröffentlichte u.a. "Besatzungspolitik und Massenmord. Die Einsatzgruppe D in der südlichen Sowjetunion 1941 –1943. Dokumente der Einsatzgruppen, Bd. I-III" gemeinsam mit Klaus-Michael Mallmann u.a.
Ron Segal
Ron Segal, geboren 1980 in Israel, hat an der Sam Spiegel Film and Television School Jerusalem studiert. Sein Abschlussfilm "The Stain" wurde u.a. beim Beijing Film Festival sowie vom Tel Aviv Museum of Art ausgezeichnet. 2014 erschien im Wallstein Verlag sein Debütroman "Jeder Tag wie heute". Für die Arbeit an seinem Roman "Katzenmusik", erhielt er das Alfred Döblin Stipendium, das Stuttgarter Schriftstellerhaus Stipendium sowie das KulturKontakt Österreich Stipendium. Seit 2009 lebt er mit Unterbrechungen in Berlin.
Simon Werle
Simon Werle, 1957 geboren, studierte Romanistik und Philosophie in München und Paris. Er übersetzt literarische Texte aus dem Französischen, Englischen und Altgriechischen und veröffentlicht eigene Romane, Erzählungen und diverse Theaterstücke. Werle erhielt für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Preis der Frankfurter Autorenstiftung (1985), den Johann-Heinrich-Voss-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (1992) und den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis (2017). 2017 erschien seine Neuübersetzung von Beaudelairs "Les Fleurs du Mal".
Đăng Lãnh Hoàng
Đăng Lãnh Hoàng ist Chemiker, Autor und Übersetzer aus Vietnam. Ende der 1980er Jahre kam er als Chemiker in die DDR und war bis 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an Forschungsinstituten in Berlin und Rostock. Dang-Lanh Hoang ist Autor von Kurzgeschichten und Übersetzer literarischer Texte aus dem Vietnamesischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Vietnamesische, darunter “In Zeiten des abnehmenden Lichts” von Eugen Ruge. 2018 wurde er in Vietnam für seine Thomas-Bernhard-Übersetzung als “Übersetzer des Jahres” ausgezeichnet.
Thế Dṻng
Thế Dṻng, 1954 in Tuyen Quang, Vietnam, geboren, veröffentlichte 1974 als Soldat während des Vietnam-Krieges seine ersten lyrischen Arbeiten. Er studierte Vietnamistik und Literaturwissenschaften in Hanoi. Er arbeitete u.a. als Lehrer, Essayist, Redakteur. 1989 siedelte er nach Berlin über. 2010 gründete er in Berlin den zweisprachigen vietnamesischen Exilverlag Edition Vipen, in dem auch die meisten seiner Gedichtbände, Theatertexte und Romane auf Deutsch erscheinen.
Ernest Mandel
Ernest Mandel wurde am 5. April 1923 in Frankfurt a. M. geboren. Er engagierte sich früh in der Arbeiterbewegung in Belgien, in das er Kind mit seinen Eltern gezogen war. Nach dem Besatzung Belgiens durch Deutschland 1940 wa er Mitglied der Résistance, nach dem Zweiten Weltkrieg ein führendes Mitgleid der trozkistischen Vierten Internationale. Er arbeitete als Dozent und später Professor an der Universität Brüssel. Zahlreiche Läner, darunter die BRD, belegten ihn mit einem Einreiseverbot. Er starb 1995 in Brüssel.
Falko Schmieder
Falko Schmieder, 1970 in Freiberg geboren, ist Kulturwissenschaftler und Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Theorie und Konzept einer interdisziplinären Begriffsgeschichte“ am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung. Er studierte Kommunikationswissenschaften, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Dresden und Berlin. 2004 promovierte er an der FU Berlin, 2017 habilitierte er im Fach Kulturwissenschaft an der HU Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Begriffsgeschichte/Historische Semantik, Modernetheorien und Zeitkonzepte.