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Tienchi Martin-Liao
Tienchi Martin-Liao, geboren in Nanking, studierte Englische Literatur in Taiwan. Sie kam in den 1970er Jahren nach Deutschland, wo sie zunächst am Institut für Asienkunde in Hamburg und als Dozentin für Chinesische Literatur an der Ruhr-Universität Bochum tätig war. Von 1991 bis 2001 leitete sie das Richard-Wilhelm-Übersetzungszentrum. 2001 ging Tienchi Martin-Liao in die USA und war dort Direktorin der Menschenrechtsorganisation Laogai Research Foundation. 2010 kehrte sie nach Deutschland zurück und lebt seither in Köln. Erstmals 2009 und erneut 2016 wurde sie zur Präsidentin des Unabhängigen Chinesischen PEN-Zentrums gewählt.
Henning Ritter
Henning Ritter, 1943 in Seiffersdorf in Schlesien geboren, studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Klassische Philologie. Ab den 1970er Jahren war er als Verlagsmitarbeiter, freier Autor und Übersetzer (u. a. Jean-Jacques Rousseau) tätig. Er war u. a. Mitherausgeber der Reihe „Hanser Anthropologie“. Von 1985 bis 2008 war Henning Ritter bei der FAZ als Redakteur für die Rubrik „Geisteswissenschaften“ verantwortlich. 2005 erhielt er den Ludwig-Börne-Preis. Er starb 2013 in Berlin.
José Muñoz
José Muñoz, geboren 1942 in Buenos Aires, kam als Assistent von Francisco Solano López zum Comiczeichnen, für den er Geschichten von Héctor Oesterheld für Zeitschriften wie "Hora Cero" und "Frontera" illustrierte. 1963 debütierte er in der Zeitschrift "Misterix" mit seiner Comicserie "Precinct 56". Seit Anfang der 1970er Jahre lebt und arbeitet er in Italien. Seine Comics wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in alle großen europäischen Sprachen übersetzt.
Alfred Gulden
Alfred Gulden, geboren 1944 in Saarlouis, studierte Sprechwissenschaft, Theaterwissenschaft und Germanistik in Saarbrücken und München. In den 1970er Jahren veröffentlichte er zunächst Gedichte im saarländischen Dialekt. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist er vor allem als Lieder- und Filmemacher tätig. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1989 den Kranichsteiner Literaturpreis.
Kathrin Passig
Kathrin Passig, geboren 1970 in Deggendorf, ist Sachbuchautorin, Übersetzerin und Journalistin. Für die Erzählung "Sie befinden sich hier" gewann sie 2006 den Bachmann-Preis.
Eva Menasse
Eva Menasse, Jahrgang 1970, ist eine österreichische Journalistin und Schriftstellerin. Sie schreibt u.a. für die FAZ und veröffentlichte 2005 ihren ersten Roman „Vienna“.
Christian Hermes
Christian Hermes, 1970 in Baden-Baden geboren, ist ein römisch-katholischer Geistlicher, der seit 2011 als Stadtdekan von Stuttgart und Dompfarrer der Domgemeinde St. Eberhard amtiert.
Christine Lötscher
Christine Lötscher, geboren 1970 in Zürich, studierte Germanistik und Geschichte. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich und arbeitet als freie Literaturkritikerin.
Friedrich Christian Delius
Friedrich Christian Delius wurde 1943 in Rom geboren und wuchs in Hessen auf. Sein Studium der Literaturwissenschaft, das er 1970 mit einer Promotion abschloss, absolvierte er an der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin. An letzterer studierte und promovierte er bei Walter Höllerer. Von 1970 bis 1978 war er Lektor bei den Verlagen Klaus Wagenbach und Rotbuch, seither arbeitet er als freier Schriftsteller. Delius, der in Rom und Berlin lebte, veröffentlichte Lyrik, Romane und Erzählungen und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. 2007 mit dem Joseph-Breitbach-Preis und 2011 mit dem Georg-Büchner-Preis. Er war bis zu seinem Austritt 2022 Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Berliner Akademie der Künste. Delius starb 2022 in Berlin.
Tom Schulz
Tom Schulz, 1970 geboren, lebt seit 2002 als freier Schriftsteller. Er verfasst Lyrik, Prosa und Literaturkritiken. Außerdem arbeitet er als Übersetzer und unterrichtete kreatives Schreiben. Tom Schulz wurde vielfach ausgezeichnet.