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Klaus Wagenbach
Klaus Wagenbach, geboren 1930, absolvierte zunächst eine Buchhandelslehre bei Suhrkamp, studierte ab 1951 Germanistik, Archäologie und Kunstgeschichte und schloss das Studium mit einer Promotion über Kafka ab. Wagenbach arbeitete als Lektor, u.a. bei S. Fischer, und gründete im Jahr 1964 seinen eigenen Verlag in West-Berlin, mit dem er sich u.a. als Verleger der Außerparlamentarischen Opposition (APO) und der sogenannten radikalen Linken, aber auch durch ein engagiertes Italien-Programm einen Namen machte. Seit 2002 leitet seine Frau Susanne Schüßler den Verlag, in dem er weiterhin als Lektor tätig ist.
Ilse Aichinger
Ilse Aichinger, 1921 in Wien geboren, gilt als eine der bedeutendsten österreichischen Schriftstellerinnen der Nachkriegsliteratur. Nach dem Krieg begann Aichinger ein Medizinstudium, das sie aber abbrach, um ihren Roman "Die größere Hoffnung" zu schreiben. In den Jahren 1949 und 1950 arbeitete sie als Verlagslektorin beim S. Fischer Verlag, der auch ihre Werke veröffentlichte. Für ihren Roman, ihre Gedichte, Hörspiele und Prosastücke, die in viele Sprachen übersetzt wurden, erhielt sie zahlreiche literarische Auszeichnungen, u. a. 1952 den Preis der Gruppe 47, 1982 den Petrarca-Preis, 1983 den Franz-Kafka-Preis, 1995 den Österreichischen Staatspreis für Literatur. Ilse Aichinger verstarb am 11. November 2016 in Wien.
Eduard Goldstücker
Eduard Goldstücker, Literaturhistoriker, Publizist, Kritiker und Diplomat, wurde 1913 in Podbiel nahe Dolný Kubín in der heutigen Slowakei geboren. Er studierte ab 1931 Germanistik und Romanistik an der Karlsuniversität Prag und trat noch während des Studiums der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei bei. 1939 floh er vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien und schloss dort in Oxford 1942 sein Studium mit Promotion ab. Nach dem Krieg war er als Diplomat in London und Paris tätig. Unter Stalin verbrachte er bis zu seiner Rehabilitierung 1955 wegen Hochverrats, Spionage und Verschwörung vier Jahre seines Lebens in Uranminen. Danach begann er seine Laufbahn an der Karlsuniversität Prag. Dort befasste er sich vorrangig mit Kafka, den literarischen Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien und machte sich als Experte der jüdischen Literatur in Prag einen Namen. Goldstücker starb am 23. Oktober 2000 in Prag.
Literaturhaus Basel
Im Literaturhaus Basel finden pro Jahr rund 100 Veranstaltungen statt. Den Schwerpunkt des Programms bilden Lesungen mit interessanten und relevanten Autor·innen aus dem Ausland, der Schweiz und der Region. Aktuelle Debatten gehören ebenso zum Programm wie Schreib- und Lesezirkel, Kindernachmittage, Schülerworkshops und literarische Spaziergänge. In der Reihe VorLaut stellen sich, analog zu Vorgruppen bei Popkonzerten, junge Stimmen vor. Zum Literaturhaus gehört das Café Kafka am Strand, wo man sich vor und nach den Veranstaltungen treffen und austauschen kann. Das Literaturhaus Basel wurde als erstes der Schweiz im Jahr 2000 gegründet. Es wird hauptsächlich vom Kanton Basel-Stadt und der Christoph Merian Stiftung finanziert. Es ist Mitglied des internationalen Netzwerks der Literaturhäuser. Getragen wird es vom Verein LiteraturBasel, der auch das Internationale Literaturfestival BuchBasel organisiert und gemeinsam mit dem SBVV den Schweizer Buchpreis vergibt. Es wird seit 2008 von Katrin Eckert geleitet.
Kafka’s verbeelding
06. November 2001
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Goethe-Institut Amsterdam
Vorträge: Hans-Gerd Koch; Thomas Verbogt
Moderation: Cor de Back
Sammlung „Goethe-Institut Amsterdam“: Tonkassette 138
Neue Prosa oder der nicht befolgte Kafka
07. September 1988
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Lesung: Joachim Seyppel
Besprochene Bücher: Eurydike oder die Grenzenlosigkeit des Balkans
Kafka. Buchpremiere
21. November 2012
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Vortrag: Saul Friedländer
Moderation: Ulrich Raulff
Besprochene Bücher: Franz Kafka
Franz Kafka: Betrachtung
18. Februar 2016
Literarisches Colloquium Berlin
Jan Peter Tripp, Friedrich Meckseper
Vernissage. Ausstellung vom 18.2. - 29.4.2016
Moderation: Ralph Schock
Lesung: Agnes Lampkin
Besprochene Bücher: Betrachtung
Studio LCB mit Jürgen Neffe und Reiner Stach
23. Oktober 2008
Literarisches Colloquium Berlin
Abenteuer des Lebens, Jahre der Erkenntnis: Darwin und Kafka in neuen Biographien
Jürgen Neffe und Reiner Stach in Lesung und Gespräch
Gesprächspartnerin: Sigrid Löffler
Moderation: Denis Scheck
Besprochene Bücher: Darwin. Das Abenteuer des Lebens, Kafka. Die Jahre der Erkenntnis
Unterhaltungen deutscher Eingewanderten
Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „Unterhaltungen deutscher Eingewanderten“; ein audiovisueller Parcours von Marica Bodrožić und Deniz Utlu