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Adelaide Ivánova

Adelaide Ivánova, geboren 1982 in Recife, Brasilien, ist Journalistin, politische Aktivistin und Gemeinschaftsorganisatorin, die mit Lyrik, Fotografie, Übersetzung und Publizistik arbeitet. Sie ist die Redakteurin der anarcho-feministischen Zeitschrift MAIS PORNÔ, PVFR! und Mitbegründerin von RESPEITA!, einer Koalition brasilianischer Dichterinnen und Slammer. Bisher veröffentlichte sie drei Bücher. Ihre jüngste Publikation, „O martelo”, gewann 2018 den ersten Preis der Rio Literature Awards. Sie lebt in Berlin, wo sie versucht, so wenig wie möglich zu arbeiten.

Franz Innerhofer

Franz Innerhofer wurde 1944 geboren. Nach der Lehre in einer Schmiede und Tätigkeit als Fabrikarbeiter besuchte er ein Gymnasium für Berufstätige, erwarb die Hochschulreife und begann, Germanistik und Anglistik in Salzburg zu studieren. Sein literarisches Debüt mit dem autobiographischen Roman „Schöne Tage“ wurde von der Kritik gefeiert, die nachfolgenden Veröffentlichungen immer stärker abgelehnt. Franz Innerhofer zog sich aus dem Literaturbetrieb zurück. Er nahm sich 2002 in Graz das Leben.

Manfred Winkler

Manfred Winkler wurde 1922 in der Bukowina geboren. Von den rumänischen Behörden wurde er 1941 in ein Arbeitslager deportiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebte er bis 1959 in Rumänien und wanderte anschließend nach Israel aus. Er verfasste Gedichte in deutscher und hebräischer Sprache und übersetzte deutschsprachige Lyrik ins Hebräische, u. a. von Paul Celan. 1999 wurde ihm der Große Israelische Staatspreis für Literatur verliehen. Manfred Winkler starb 2014 in Jerusalem. 

Philipp Khabo Koepsell

Philipp Khabo Koepsell, geboren 1980 in Marburg, studierte Afrikawissenschaften und Englisch an der Humboldt-Universität und lebt heute als Performer, Dramaturg und Herausgeber in Berlin. Themenschwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit sind Afrofuturismus, Identität und der Umgang mit Rassismus und Rassismuserfahrungen in Deutschland. Als Dramaturg arbeitet Khabo Koepsell unter anderem für das Berliner Theater Ballhaus Naunynstraße. Sein erstes Buch „Die Akte James Knopf“ veröffentlichte er 2010. 2015 kuratierte er das Netzwerktreffen Erste Indaba Schwarzer Kulturschaffender.

Steffen Richter

Steffen Richter, geboren 1969 in Freiberg, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik an der TU Braunschweig. 2002 promovierte er an der Universität Essen zu postavantgardistischen  Ästhetiken in Frankreich, der BRD und Italien. Er arbeitete als Literaturkritiker unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung und des Tagesspiegel. Von 2008 bis 2009 war Steffen Richter Koordinator des Masterstudiengangs „Angewandte Literaturwissenschaft“ an der FU Berlin. Zu seinen Forschungsinteressen zählen die Gegenwartsliteratur sowie der Literaturbetrieb und die Literaturkritik in unterschiedlichen Medien.

Klaus Schöffling

Klaus Schöffling wurde in Frankfurt geboren und begann seine Karriere als Mitarbeiter beim Suhrkamp Verlag. 1987 gründete er mit seiner Frau Ida die Frankfurter Verlagsanstalt, für die er namhafte Autoren wie Eva Demski, Reinhard Kaiser, Burkhard Spinnen, Ror Wolf und Sylvia Plath gewann. Nachdem er 1992 aus dem Verlag gedrängt wurde, gründete er 1994 auf Drängen solidarischer Autoren wieder mit seiner Frau den Verlag Schöffling & Co., der sich seither unter dem Slogan "Im Mittelpunkt die Autoren" der deutschsprachigen, gegenwärtigen Literatur widmet. 

Janina David

Janina David wurde 1930 in Kalisz, Polen, geboren. Auf der Flucht vor der deutsche Armee geriet sie zusammen mit ihrer jüdischen Familie ins Warschauer Ghetto. Von dort konnte sie 1943 entkommen und überlebte versteckt in einem Kloster. 1946 folgte sie einem Onkel nach Paris. Anschließend holte sie in Australien ihre Schulausbildung nach und studierte dort. 1958 übersiedelte sie nach London, wo sie bis 1978 als Sozialarbeiterin in verschiedenen Krankenhäuser tätig war. Parallel verfasste sie ihre dreiteilige Autobiographie, die in Deutschland u. a. durch die Fernsehserie „Ein Stück Himmel“ bekannt wurde. 

Irina Bondas

Irina Bondas wurde 1985 in Kiew, Ukraine, geboren und wohnt seit 1992 in Deutschland. Sie studierte Dolmetschen und Politikwissenschaften in Leipzig und Edinburgh. Nach Studien- und Arbeitsaufenthalten u. a. in New York, Edinburgh und Lwiw lebt sie jetzt in Berlin und arbeitet seit 2008 als freiberufliche Konferenzdolmetscherin, Übersetzerin und Autorin in den Sprachen Deutsch, Russisch, Ukrainisch und Englisch. Sie veröffentlicht ihre Texte in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen. Schon mit 17 gewann sie erste Poetry Slams. 2005 veröffentlichte sie das Lyrik-Hörbuch „was zum wachliegen“.

Peter de Mendelssohn

Peter de Mendelssohn wurde 1908 in München geboren. Bereits ab 1930 veröffentlichte er erste literarische Arbeiten. 1933 emigrierte de Mendelssohn über Paris und Wien nach London, wo er die britische Staatsbürgerschaft annahm. Nach dem Krieg war er Pressechef bei der Britischen Kontrollkommission in Düsseldorf und Korrespondent des Bayerischen Rundfunks in London. 1970 kehrte nach München zurück. Seine stark beachtete Biographie zu Thomas Mann konnte de Mendelssohn zu Lebzeiten nicht mehr vollenden. Er starb 1982 in München. Von 1975 bis zu seinem Tod war de Mendelssohn Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 

Paul Celan

Paul Celan wurde 1920 in Czernowitz als Paul Antschel geboren. Seine Eltern wurden 1942 deportiert und starben im selben Jahr. Celan durchlief von 1942 bis 1944 verschiedene Arbeitslager. 1948 debütierte er mit dem Band „Der Sand aus den Urnen“, 1960 wurde ihm der Büchner-Preis verliehen. Paul Celan nahm sich vermutlich am 20.04.1970 in Paris das Leben. Heute gilt sein Werk als eines der bedeutendsten der Literatur des 20. Jahrhunderts.

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