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Neda Sanai
Neda Sanai, auch bekannt als DJ Nedalot, ist Künstler*in mit über 15 Jahren Erfahrung im Bereich Sound Design, Komposition und Performance. Mit einem Hintergrund, der tief in der Erforschung von Klängen verwurzelt ist, hat Sanai einen künstlerischen Stil entwickelt, der eine kollektive Denkweise mit den Prinzipien der Queer Theory verbindet und konventionelle Grenzen sowohl in der Musik als auch im Raumdesign in Frage stellt.
Die Arbeiten von Neda Sanai wurden international in renommierten Ausstellungen, Institutionen und auf Festivals präsentiert, darunter die Berlin Biennale 11, Impulse Tanz Theater Festival, HAU Hebbel am Ufer, Kunst Werke, NGBK, Riga Biennale, Volksbühne Berlin, Sophiensaele, Dokumenta Athen, Schinkel Pavillon, Venedig Biennale, Southbank Center in London und Cullberg Theater in Schweden.
Natalia Maximova
Natalia Maximova ist Übersetzerin, (Konferenz-)Dolmetscherin für die Sprachen Russisch, Deutsch, Englisch und Autorin im Bereich Fremdsprachendidaktik. 1978 in Duschanbe (Tadschikistan) geboren, lebt sie seit 2001 in Berlin. Während ihrer Studien an der Staatlichen Pädagogischen Universität Novosibirsk, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität der Künste Berlin und der Universität Heidelberg befasste sie sich mit Sprach- und Literaturwissenschaft, verbaler und audio-visueller Kommunikation sowie Dolmetschen und Übersetzen. Als Literaturübersetzerin überträgt sie Lyrik und Prosa aus dem Russischen und Englischen ins Deutsche. Neben dem Literaturübersetzen gehört auch Sprachdidaktik zu ihren Interessenfeldern: Für die Cornelsen Schulverlage verfasste sie den deutsch-russischen Themenwortschatz „Давайте общаться!“ (2013) und interaktive Online-Übungen für Russischlerner (Dialog 2, 2017).
Subroto Saha
Subroto Saha ist Autor und Übersetzer, insbesondere von deutscher Literatur ins Bengalische. Als Lyrikübersetzer übersetzte er Hans Magnus Enzensberger und Erich Fried sowie eine Auswahl der Gedichte und Briefe von Paul Celan. Subroto Saha nahm an Projekten wie Social Translating (Thomas Melle), Poets Translating Poets (Jan Wagner) und Theaterübersetzung (Ronald Schimmelpfennig) teil. In Kolkata leitete er die erste TOLEDO-Übersetzerexpedition im Rahmen des Programms ›Cities of Translators‹ des Deutschen Übersetzerfonds. Momentan bereitet er Übersetzungen für eine Gedichtsanthologie von Paul Celan und für eine Auswahl der Gedichte von Durs Grünbein vor. Er erhielt ein Stipendium des TOLEDO-Mobilitätsfonds.
Zaia Alexander
Zaia Alexander lebt als Schriftstellerin und Literaturübersetzerin in Potsdam und Los Angeles. Sie promovierte in Germanistik an der UCLA, war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Getty Research Institut und im Anschluss Programmdirektorin der Villa Aurora in Pacific Palisades. 2007 hatte sie den Vorsitz der Übersetzungsjury des PEN Center USA. 2008 erhielt sie eine Lannan Literary Residency in Marfa, Texas. Eine Adaption ihres Hörspiels „Das Haus von Fernanda Mendoza“, das von SWR Radio produziert und ausgestrahlt wurde, wurde als szenische Lesung am Hans Otto Theater Potsdam 2015 uraufgeführt. Im Wintersemester 2021/22 ist Zaia Alexander Gastdozentin am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Bergischen Universität
Wuppertal. Erdbebenwetter (Tropen, 2020) ist ihr erster Roman.
Anna Schapiro
Anna Schapiro wurde in Moskau geboren und wuchs in der hessischen Provinz auf. Sie lebt heute in Berlin, wo sie schreibt und bildnerische Werke schafft. Sie ist Gründungsmitglied und Mitherausgeberin der Zeitschrift Jalta – Positionen zur Jüdischen Gegenwart und Mitglied im Ministerium für Mitgefühl und seit März 2020 Beirat der KunstNothilfe. Sie studierte übergreifendes künstlerisches Arbeiten an der HfKB Dresden bei Prof. Ulrike Grossarth, bei der sie auch Meisterschülerin war, sowie Bildhauerei an der Universidade do Porto, Portugal. Danach nahm sie das Studium der Jüdischen Studien am European Institute for Jewish Studies in Stockholm auf.
Felwine Sarr
Felwine Sarr ist senegalesischer Wissenschaftler und Schriftsteller. Er lehrt an der Université Gaston Berger, Saint-Louis, Senegal. Sein Essay Afrotopia (Philippe Rey 2016, dt. Matthes & Seitz 2019) zur Neupositionierung afrikanischen Denkens und Wissens hat weltweit große Resonanz gefunden. Mit Achille Mbembe hat er 2016 die "Ateliers de la pensée" in Dakar gegründet. Ende 2018 erschien sein mit Bénédicte Savoy verfasster und von Präsident Macron in Auftrag gegebener, international viel beachteter Bericht zur Restitution des afrikanischen Kulturerbes (dt. Die Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes, Matthes & Seitz 2019). Als Romanautor hatte er 2009 sein Debüt mit Dahij (Gallimard).
Jan Assmann
Jan Assmann, geboren 1938 in Langelsheim (Harz), ist Ägyptologe und Kulturwissenschaftler. Er ist Prof. em. für Ägyptologie an der Universität Heidelberg sowie für Allgemeine Kulturwissenschaft an der Universität Konstanz. Seit 1967 betreibt er epigraphisch-archäologische Feldarbeit in Theben-West. Assmann forscht zu ägyptischer Religion, Geschichte, Literatur, Kunst und Religionswissenschaft. Im Rahmen der allgemeinen Kulturtheorie entwickelte er gemeinsam mit seiner Frau Aleida Assmann die Theorie des kulturellen Gedächtnisses. Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Historikerpreis (1998), dem Thomas-Mann-Preis (2011) und dem Karl-Jaspers-Preis (2017). Gemeinsam mit seiner Frau erhielt er im Oktober 2018 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Monika Walter
Monika Walter, geboren 1942 in Berlin, war ab 1970 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR und hat dort zu Themen der Hispanistik (Pikareske, Cervantes, Ortega y Gasset) promoviert (1974) und habilitiert (1984). In den Jahren 1990-1991 war sie Mitarbeiterin im Zentrum für Literaturforschung Berlin, ab 1991-1993 Gastprofessorin am Lateinamerika-Institut der FU Berlin, an den Romanistik-Instituten in Heidelberg und Mainz, und Lehrbeauftragte in Hamburg. Im Jahr 1993 folgte die Berufung zur Professorin für romanische Literaturen am Institut für romanische Literaturwissenschaft der Technischen Universität Berlin. Letzte Buchpublikation: „Mit blinden Augen sehen. Wie Spanier und Franzosen ihre Islamgeschichte entdecken“.
Salah Yousif
Salah Yousif wurde Mitte des vorigen Jahrhunderts im Sudan geboren. Er verließ seine Geburtsstadt Khartum 1969, um Pharmazie in Europa zu studieren. 1972 verschlug es ihn nach Berlin, wo er zunächst mit einem Freund Schmuck am Kurfürstendamm verkaufte. Als Yousif 1988 klar wurde, dass er in Berlin bleiben würde, eröffnete er einen Laden in Kreuzberg. Zuerst verkaufte er Lebensmittel, später auch Antiquitäten und Schallplatten. Das Gedichteschreiben hat Yousif stets begleitet. Als jemand, der sich als zwischen den Kulturen stehend wahrnimmt und einen besonderen Blickwinkel auf die Welt besitzt, veröffentlicht er bewusst jedes seiner Gedichte zweisprachig: auf Arabisch und auf Deutsch. Seine Gedichtbände erscheinen regelmäßig im Propeller Verlag, zuletzt “das offene schweigen“ (2017).
Lisa Wildmann
Nach einer Tanzausbildung studierte sie Schauspiel und Regie am Mozarteum Salzburg. Bereits während des Studiums Engagement bei den Salzburger Festspielen („Libussa“, Regie: Peter Stein). Ihr erstes Engagement führte sie ans Landestheater Linz, anschließend ging sie ans Theater Bielefeld und von 2005-2011 war sie Ensemblemitglied am Staatstheater Stuttgart. Hier arbeitete sie u.a. mit Volker Lösch, Jan Neumann, Annette Pullen, Stephan Rottkamp und Hasko Weber.
Seither freischaffend, z.B. am Schauspielhaus Wien, an der Staatsoper Stuttgart, bei den Kunstfestspielen Herrenhausen und am Theater Heidelberg. Lisa Wildmann arbeitet außerdem als Sprecherin, ist für Film und Fernsehen tätig und unterrichtet an der Theaterakademie Stuttgart. Sie lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.