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Eva Mattes

Eva Mattes, 1954 in Tegernsee geboren, ist eine deutsch-österreichische Schauspielerin. Seit 1966 hat sie in circa 200 Kino- und Fernsehfilmen sowie Theaterinszenierungen in Haupt- und Nebenrollen gespielt und wurde dafür mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt. Von 2002 bis 2016 spielte sie die Kommissarin Klara Blum im Tatort Konstanz. Als Hörbuchsprecherin liest sie unter anderem die deutschen Ausgaben von Jane Austen oder Elena Ferrante. Mattes lebt mit ihrem Mann in Berlin.

Martin Mosebach

Martin Mosebach, 1951 in Frankfurt am Main geboren, gilt spätestens seit dem Erhalt des Georg-Büchner-Preises 2007 als eine der wichtigsten literarischen Stimmen im deutschsprachigen Raum. Seit 1980 lebt er als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main. Neben Prosa und Lyrik veröffentlichte er Aufsätze über Kunst und Literatur für Zeitungen, Zeitschriften und den Rundfunk, Hörspiele, Dramen, Libretti sowie Filmdrehbücher.

Gerhard Storz

Gerhard Storz wurde 1898 geboren. Nach Stationen als Schauspielleiter in u. a. Stuttgart, Mannheim und Dortmund war er ab 1937 Studienrat in Schwäbisch Hall. Von 1958 bis 1964 war er Kultusminister des Landes Baden-Württemberg. Anschließend erhielt er eine Honorarprofessur an der Universität Tübingen für Deutsche Philologie. Parallel zu seiner institutionellen Karriere betätigte sich Storz seit den 30er Jahren als Schriftsteller und Essayist. Er starb 1983 in Stuttgart, sein Sohn war der Filmemacher Oliver Storz.

Sir Peter Ustinov

Sir Peter Ustinov wurde als Peter Alexander Baron von Ustinov 1921 in London geboren. Er wuchs mehrsprachig auf und war zeitlebens bekennender Kosmopolit. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler, für die er zweimal mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, führte Sir Peter Regie am Theater, an der Oper und im Film, veröffentlichte zahlreiche Texte, Bücher und Theaterstücke und engagierte sich sozial und politisch. Er starb 2004 in der Schweiz. 

Francesca Melandri

Francesca Melandri, geboren in Rom, hat sich in Italien zunächst als Autorin von Drehbüchern wichtiger Kino- und Fernsehfilme einen Namen gemacht (u. a. »Prinzessin Fantaghirò«). Mit ihrem ersten Roman »Eva schläft« wurde sie auch einem breiten deutschsprachigen Lesepublikum bekannt. Ihr zweiter Roman »Über Meereshöhe« wurde von der italienischen Kritik als Meisterwerk gefeiert. Ihr drittes Buch »Alle, außer mir« wurde für den Premio Strega nominiert.

Literaturhaus Stuttgart

Mit einer Rede von W.G. Sebald wurde das Literaturhaus im November 2001 eröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude mit historischem Pater-Noster und Atrium liegt gegenüber der Liederhalle und ist Teil des neu gestalteten Bosch-Areals.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt.

Alfred Gulden

Alfred Gulden, geboren 1944 in Saarlouis, studierte Sprechwissenschaft, Theaterwissenschaft und Germanistik in Saarbrücken und München. In den 1970er Jahren veröffentlichte er zunächst Gedichte im saarländischen Dialekt. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist er vor allem als Lieder- und Filmemacher tätig. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1989 den Kranichsteiner Literaturpreis.

May Ayim

1960 in Hamburg geboren, war eine deutsche Lyrikerin und Aktivistin, Diplom Pädagogin und Logopädin. Sie gilt als eine der bedeutendsten Stimmen der Schwarzen deutschen Literatur und Bewegung, und als frühe Vertreterin des deutschsprachigen Spoken Word. Zu Lebzeiten veröffentlichte sie den Gedichtband "blues in schwarz weiss" (1995) und war an verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen als Autorin und Herausgeberin beteiligt, darunter das Schlüsselwerk "Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte" (1986). Posthum erschienen der Gedichtband "nachtgesang" und die Essays "grenzenlos" und "unverschämt", sowie u.a. der Dokumentarfilm "Hoffnung im Herz: Mündliche Poesie May Ayim" (1997). Der Nachlass befindet sich im Archiv der Freien Universität Berlin. May Ayim starb 1996 in Berlin.

Maren Eggert

Gebürtige Hamburgerin Maren Eggert ist eine vielfach ausgezeichnete Schauspielerin, die gleichermaßen im Theater, im Kino und im Fernsehen Maßstäbe setzt. Internationale Bekanntheit erlangte sie mit der Hauptrolle in Maria Schraders Ich bin dein Mensch (2021), für die sie mit dem Silbernen Bären der Berlinale und einer Goldenen Lola ausgezeichnet wurde. Nach ihrer Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule war sie Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum, am Hamburger Thalia Theater und ist seit 2009 fest am Deutschen Theater Berlin engagiert, wo sie mit zahlreichen renommierten Regisseur:innen zusammenarbeitet. Parallel dazu prägte sie mit markanten Rollen das deutsche Kino und Fernsehen, unter anderem im Tatort sowie in Filmen von Angela Schanelec.

Michel Faber

Michel Faber wurde 1960 in Den Haag geboren. Als er sieben Jahre alt war, zog er mit seinen Eltern nach Australien, wo er am Rand von Melbourne aufwuchs. Nach der Schulzeit studierte er bis 1980 an der University of Melbourne Niederländisch, Philosophie, Rhetorik und Englisch. 1993 wanderte er nach Schottland aus und lebte fortan nahe der Stadt Inverness. 1998 debütierte Faber mit dem Kurzgeschichtenband »Some Rain Must Fall« (Ü: Regen muss fallen). Für sein Werk wurde Faber mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Neil Gunn Prize, dem Macallan Prize und dem Saltire First Book of the Year Award. Seine Werke »Under the Skin« und »The Crimson Petal and the White« wurden verfilmt.

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