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Zafer Şenocak

Zafer Şenocak, geboren 1961 in Ankara. Er studierte in München Germanistik, Politik und Philosophie. Seit 1979 veröffentlicht er Gedichte, Essays und Prosa in deutscher Sprache. Er schreibt regelmäßig für die „tageszeitung“ in Berlin und andere Publikationen. Zuletzt erschien sein Buch „Das Fremde, das in jedem wohnt: Wie Unterschiede unsere Gesellschaft zusammenhalten" in der Edition Körber.

Wendy Law-Yone

geboren 1947 in Mandalay, ist eine burmesische Autorin. Ihr Vater war Verleger von Burmas erster englischsprachiger Zeitung nach der Unabhängigkeit, die infolge des Militärputschs 1962 aufgelöst wurde. Sie verließ sie das Land fünf Jahre später als Staatenlose. In den USA publizierte ihre ersten Romane, in denen sie die Erfahrung der politischen Umwälzungen und des Exils beschreibt. 2015 war sie Friedrich Dürrenmatt Gastprofessorin an der Universität Bern. Wendy Law-Yone lebt heute in London und in der Provence.

Ben Lerner

Ben Lerner, geboren 1979 in Topeka, Kansas, studierte Literatur an der Brown University in Providence, Rhode Island. Er hat drei Gedichtbände veröffentlicht, gründete die einflussreiche Literaturzeitschrift NO: A Journal of the Arts und war der jüngste Finalist für einen National Book Award auf dem Gebiet der Lyrik. 2017 wählte Granta ihn unter die "21 besten US-Schriftsteller des Jahrzehnts". Er lebt in Brooklyn/ NY und unterrichtet am Schreibseminar des Brooklyn College.

Julia Korbik

Julia Korbik wurde 1988 in Herne geboren und lebt heute als Autorin und freie Journalistin in Berlin. Sie schreibt vor allem über Politik und Popkultur aus feministischer Sicht. Korbik ist Autorin mehrerer Bücher, darunter »Stand up! Feminismus für alle«, »Oh, Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten« und »Bonjour Liberté! Françoise Sagan und der Aufbruch in die Freiheit«. 2018 wurde sie für ihre Arbeit mit dem Luise-Büchner-Preis für Publizistik ausgezeichnet. 

Viktor Martinowitsch

Viktor Martinowitsch (auch: Victor Martinovich), 1977 in Belarus geboren, studierte Journalistik in Minsk und lehrt heute Politikwissenschaften an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius. Er schreibt regelmäßig für "ZEIT online". Martinowitsch wurde bekannt mit dem Roman "Paranoia" (2014), der in Belarus nach Erscheinen inoffiziell verboten wurde. 2012 erhielt Martinowitsch den Maksim-Bahdanowitsch-Preis. Zuletzt bei Voland & Quist erschienen: "Revolution". 

Christine Watty

Christine Watty arbeitet als Redaktionsleiterin, Redakteurin und Moderatorin bei Deutschlandfunk Kultur in Berlin. In Hamburg und Spanien studierte sie Jura. Sie lernte Radio beim SWR und war im Anschluss viele Jahre selbständige Journalistin. Als Autorin, Reporterin und Moderatorin war sie unter anderem tätig für das Deutschlandradio, den WDR und den MDR. Sie gibt Sprechunterricht, schreibt Texte und moderiert bis heute kleine und große Veranstaltungen. Ihre Themenschwerpunkte sind Kultur, Politik und digitale Medien.

Amin Maalouf

Amin Maalouf, geboren 1949 im Libanon, lebt seit 1976 als Journalist und Autor von Romanen, Essays und Opernlibrettos in Frankreich. Er bereiste über sechzig Länder und schreibt über Identität und das Verhältnis zwischen Westen und arabischer Welt. Sein Werk wurde in über fünfzig Sprachen übersetzt. 1993 erhielt er für »Le Rocher de Tanios« (1993; dt. »Der Felsen des Tanios«, 2004) den Prix Goncourt. 2011 wurde er in die Académie française gewählt. Zuletzt erschien »Le naufrage des civilisations« (2019).

Evie Wyld

Evie Wyld wurde 1980 in London geboren und wuchs in Australien und im Londoner Süden auf. Sie studierte Kreatives Schreiben an der Bath Spa University sowie am Goldsmiths, University of London.
2009 legte sie mit »After the Fire, a Still Small Voice« ihren Debütroman vor, der mit dem John Llewellyn Rhys Prize ausgezeichnet wurde. 2013 wurde Evie Wyld in die Liste der »Best of Young British Novelists« des Magazins »Granta« aufgenommen. Sie ist Mitinhaberin einer kleinen unabhängigen Buchhandlung in Peckham, Südlondon, wo sie auch lebt.

Billy-Ray Belcourt

Billy-Ray Belocourt ist Lyriker, Wissenschaftler und Autor und gehört der indigenen Bevölkerungsgruppe Driftpile Cree Nation an. Zurzeit ist Belcourt Juniorprofessor in indigenem kreativem Schreiben an der University of British Columbia Vancouver. Er beschäftigt sich mit Themen wie Dekolonialisierung, Trauer, Intimität und queerer Sexualität. Seine Lyrikanthologie »This Wound Is a World« gewann 2018 den kanadischen Griffin Poetry Prize, seine Essaysammlung »A History of My Brief Body« war Best Book of 2020 bei »Kirkus Reviews«.

Alain Damasio

Alain Damasio wurde 1969 in Lyon geboren. Sein Studium an einer Wirtschaftshochschule brach er ab, um zu schreiben. In seinem Werk, das maßgeblich vom französischen Philosophen Gilles Deleuze beeinflusst ist, widmet er sich vor allem der Organisation der Welt und des menschlichen Zusammenlebens. Er entwirft oftmals dystopisch wirkende Zukunftsszenarien, die ihre politische Dimension entfalten, indem sie Phänomene unserer Zeit aufgreifen und weiterdenken. Das Spiel mit der französischen Sprache – beispielhaft hierfür ist Alain Damasios Vorliebe für Wortneuschöpfungen – ist ein weiteres typisches Element seines Werks. Der Autor lebt in Marseille.

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