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Ihre Suche nach "Sprache" ergab 445 Treffer.
Die Ergebnisse sind nach Relevanz sortiert.
Nino Haratischwili
Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tiflis (Georgien), studierte dort und in Hamburg Film- und Theaterregie und inszenierte seit 2006 zahlreiche Aufführungen eigener Theaterstücke an großen deutschen Bühnen. Ihr deutschsprachiges Romandebüt "Juja" stand 2010 auf der Longlist des deutschen Buchpreises.
Karin Hempel-Soos
Karin Hempel-Soos, geboren 1939 in Dresden, studierte Germanistik, Politologie und Wirtschaftswissenschaft in Dresden, Köln und Bonn. 1980 erschien ihr Lyrikdebüt "Meine unsortierten Jahre". Ab 1994 leitete sie das Bonner Haus der Sprache und Literatur, 1999 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen. Sie starb 2009 in Bonn.
Michael Hamburger
Michael Hamburger, geboren 1924 in Berlin, emigrierte mit seiner Familie 1933 nach London. Dort lehrte er Deutsch am University College of Reading und verfasste ein umfangreiches lyrisches und essayistisches Werk in englischer Sprache. Große Bekanntheit erlangte er zudem als Übersetzer aus dem Deutschen, inbesondere der Werke Paul Celans und Friedrich Hölderlins. Er starb am 7. Juni 2007.
Rafik Schami
Rafik Schami, geboren 1946 in Damaskus (Syrien), studierte Chemie, Mathematik und Physik in Damaskus. 1971 wanderte er in die Bundesrepublik aus, wo er 1979 in Heidelberg promoviert wurde. 1978 erschien sein erstes Buch in deutscher Sprache, "Andere Märchen". Er wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.
Samuel Kramer
Samuel Kramer (*1996), Autor:in und Philosoph:in, beschäftigt sich akademisch, aktivistisch und poetisch mit Fragen der Solidarität in Anbetracht der Zerstörung planetarer Lebensgrundlagen. Die Texte wurden und werden weltweit performt und in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht, zum Beispiel in der BELLA triste und im Jahrbuch der Lyrik. 2020: Herausgabe der Anthologie Poetry for Future – 45 Texte für Übermorgen und Entwicklung des im deutschsprachigen Raum einzigartigen Lyrik-Livestream-Formats close. 2021: Lyrikpreis des Open Mike und Wortmeldungen-Förderpreis für: Nichts an einem Waldbrand ist unsichtbar. Samuel Kramer ist Mit-Verfasser:in des Hausacher Protokolls, einer polyphonen poetologischen Verortung der deutschsprachigen Spokenword-Literatur. 2025 erschien der Lyrikband endlich regen. Derzeit wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in am Philosophischen Seminar der Universität zu Köln. Lebt und arbeitet in Offenbach und Köln.
Julia Kissina
Julia Kissina wurde 1966 in Kiew, Ukraine, geboren. Sie gehört dort zum russisch-sprachigen Anteil der Bevölkerung. Sie war Vertreterin der Moskauer Konzeptualisten und der sogenannten “anderen Prosa” und publizierte bis 1990 vorwiegend im Samisdat. 1998 schloss sie ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in München ab. Ihre literarischen Werke werden in Russland und Deutschland in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. „Vergiss Tarantino“, eine Sammlung ihrer Geschichten in der Tradition des Absurden, wurde auf Deutsch erstmals 2005 vom Aufbau Verlag veröffentlicht. Im selben Jahr erschien auch ihr Kinderbuch „Milin und der Zauberstift“. Seit 2006 führte sie eine Anzahl an Performances unter dem Namen ,,Klub der toten Künstler” durch. In ihrem autobiographischen Roman “Frühling auf dem Mond” beschreibt Kissina ihre sowjetische Kindheit vor dem Hintergrund der zerfallenden Stadt Kiew. Im Juni 2016 erschien ihr neuer Roman “Elephantinas Moskauer Jahre”. Seit 2003 lebt Kissina dauerhaft in der Stadt Berlin.
Lenka Horňáková Civade
Lenka Horňáková Civade, geboren 1971 in Prostějov, Tschechien, ist Malerin und Schriftstellerin. Gebürtige Tschechin, lebt sie ab 1994 in Frankreich. Nach einem Studium an der Karls-Universität Prag erwirbt sie eine Licence in Bildender Kunst an der Université Paris I La Sorbonne. Seit 2010 veröffentlicht sie literarische Texte, zunächst auf Tschechisch und ab 2016 auf Französisch und in Eigenübersetzung auf Tschechisch. Sie erhält 2016 den Prix Renaudot des Lycéens für Giboulées de soleil (dt. Das weiße Feld, 2017) und 2018 den Prix Richelieu de la Francophonie für Une verrière sous le ciel. Seit 2007 werden ihre Bilder in Tschechien und Frankreich in Ausstellungen präsentiert. Sie ist Mitglied der Kommission des Centre National du Livre für die Übersetzung französischsprachiger Texte in andere Sprachen.
Horst Samson
Horst Samson wurde 1954 in der Bărăgansteppe geboren, wohin seine Familie deportiert worden war. Er arbeitete als Lehrer und Journalist, ist Herausgeber von Anthologien und übersetzt immer wieder aus dem Rumänischen (Ana Blandiana, Mircea Dinescu u.a.). Seit 1976 erschienen von ihm zwölf Gedichtbände. Als Kritiker des Ceaușescu-Regimes erhielt er 1985 Schreibverbot und wurde vom rumänischen Sicherheitsdienst mit Verhaftung und Mord bedroht. 1987 emigrierte er mit seiner Familie nach Deutschland und war 2006-14 Generalsekretär der Sektion deutschsprachige Länder des EXIL-PEN. 2018 widmete ihm der Pop-Verlag eine Monographie Heimat als Versuchung – Das nackte Leben, herausgegeben von Traian Pop, mit Beiträgen von Theo Breuer, Kurt Drawert, Franz Hodjak, Jan Kuhlbrodt u.v.a. Zuletzt erschien von ihm der Gedichtband In der Sprache brennt noch Licht (Ludwigsburg: Pop Verlag, 2021).
Alfred Kolleritsch
Alfred Kolleritsch, 1931-2020, arbeitete nach einer Promotion über Heidegger einige Zeit als Gymnasiallehrer und Universitätsdozent in Graz. Er war Mitbegründer und später Vorsitzender der Künstlervereinigung Forum Stadtpark. Seit 1960 ist er Herausgeber der Literaturzeitschrift »manuskripte« und wirkte in dieser Funktion über Jahrzehnte als wichtiger Entdecker und Förderer junger Literatur. Er selbst schrieb Romane, Erzählungen und etliche Lyrikbände (zuletzt Befreiung des Empfindens, 2004, Tröstliche Parallelen, 2006, Es gibt den ungeheuren Anderen, 2013).
Für seine Werke erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den Petrarca-Preis (1978), den Georg-Trakl-Preis (1987), den Horst-Bienek-Preis (2005) und den Ehrenring des Landes Steiermark (2013).
»Schier überwältigend sind der Umfang und die Geschlossenheit von Kolleritschs lyrischem Werk, das an sprachlicher Schönheit in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nichts Gleichwertiges hat.« (Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung)
Eugene Ostashevsky
Eugene Ostashevsky, geboren 1968 in Leningrad, ist ein russisch-amerikanischer Dichter, der 1979 mit seiner Familie in die USA auswanderte, dort zweisprachig aufwuchs und an der Stanford University Komparatistik studierte. 2005 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband “Iterature”, 2008 “The Life and Opinions of DJ Spinoza”, darüber hinaus mehrere Chapbooks. 2006 erschien unter seiner Herausgeberschaft mit “OBERIU: An Anthology of Russian Absurdism” die erste englischsprachige Anthologie dieser Autoren. Ostashevsky übersetzt aus dem Russischen, etwa Wladimir Majakowski, Ossip Mandelstam, Daniil Charms, Arkadi Dragomoschtschenko, Alexander Vvedensky und Dmitri Golynko, sowie aus dem Italienischen, etwa Elisa Biagini. 2014 war er Stipendiat des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Eugene Ostashevsky lehrt neben dem eigenen Schreiben Literatur an der New York University und war 2016 der erste russisch-amerikanische Siegfried-Unseld-Gastprofessor an der Berliner Humboldt-Universität.