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Ausgezeichnet
11. November 2014
Literarisches Colloquium Berlin
Preisträger und Nominierte für den Preis der Leipziger Buchmesse im Gespräch
Mit Robin Detje, Helmut Lethen, Katja Petrowskaja und David Wagner im Gespräch
Moderation: Dirk Knipphals
Besprochene Bücher: Der Schatten des Fotografen: Bilder und ihre Wirklichkeit, Vielleicht Esther, Europe Central, Leben
ERÖFFNUNGSREDE: PETINA GAPPAH - "AUF REISEN MIT DEN VERGESSENEN, IM ANDENKEN AN DIE VERSTORBENEN: ERZÄHLUNGEN VOM GESTRIGEN EUROPA UND DEM AFRIKA VON HEUTE"
11. September 2019
internationales literaturfestival berlin
HAU Hebbel am Ufer (HAU 1)
Rede: Petina Gappah
Grußworte von Dr. Klaus Lederer [Senator für Kultur und Europa], Annemie Vanackere [Intendantin HAU Hebbel am Ufer], Hermann Parzinger [Präsident der Stiftung Preussischer Kulturbesitz] und Ulrich Schreiber [Festivaldirektor]
Einführung: Gabriele von Arnim
Geschichte und Roman
11. August 2009
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung: Reinhard Jirgl
Moderation: Thomas Geiger
Besprochene Bücher: Die Stille
Helena Janeczek
Helena Janeczek wurde 1964 in München geboren. Nach dem Abitur ging sie 1983 zum Studium nach Italien und nahm die italienische Staatsbürgerschaft an. 1989 erschien ihre erste Gedichtsammlung »Ins Freie«, danach wählte sie das Italienische als Literatursprache. Für ihren Roman »Lezioni di tenebra« (1997; dt. »Lektionen des Verborgenen«, 1999) erhielt sie den Premio Bagutta Opera Prima. In ihrem dritten Roman »La ragazza con la Leica« (2017; dt. »Das Mädchen mit der Leica«, 2020) rekonstruiert Janeczek die Geschichte der jüdischen Kriegsfotografin Gerda Taro. Janeczek schreibt für die Literaturzeitschrift »Nuovi Argomenti« und kuratiert das Literaturfestival SI Scrittrici Insieme in Gallarate, wo sie auch lebt.
May Ayim
1960 in Hamburg geboren, war eine deutsche Lyrikerin und Aktivistin, Diplom Pädagogin und Logopädin. Sie gilt als eine der bedeutendsten Stimmen der Schwarzen deutschen Literatur und Bewegung, und als frühe Vertreterin des deutschsprachigen Spoken Word. Zu Lebzeiten veröffentlichte sie den Gedichtband "blues in schwarz weiss" (1995) und war an verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen als Autorin und Herausgeberin beteiligt, darunter das Schlüsselwerk "Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte" (1986). Posthum erschienen der Gedichtband "nachtgesang" und die Essays "grenzenlos" und "unverschämt", sowie u.a. der Dokumentarfilm "Hoffnung im Herz: Mündliche Poesie May Ayim" (1997). Der Nachlass befindet sich im Archiv der Freien Universität Berlin. May Ayim starb 1996 in Berlin.
Daniela Dröscher
Daniela Dröscher, Jahrgang 1977, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Sie schreibt Prosa, Essays und Theatertexte. Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London, Promotion im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam sowie ein Diplom in »Szenischem Schreiben« an der Universität Graz. Ihr Romandebüt »Die Lichter des George Psalmanazar« erschien 2009 im Berlin Verlag, es folgten der Erzählband »Gloria« und der Roman »Pola« sowie das Memoir »Zeige deine Klasse. Die Geschichte meiner sozialen Herkunft« bei Hoffmann & Campe. Sie wurde u.a. mit dem Anna-Seghers-Preis, dem Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds sowie dem Robert-Gernhardt-Preis (2017) ausgezeichnet.
Ralph Tharayil
Ralph Tharayil, 1986 als Sohn indischer Migranten in der Schweiz geboren, studierte Geschichte, Medien- und Literaturwissenschaft in Basel und arbeitete währenddessen als Autor, Theaterschaffender und Musiker, später als Texter in Hamburger Werbeagenturen. Er entwickelt, auch in Kollaborationen, Konzepte und Texte für Audioformate und Performances und schreibt Prosa und Lyrik, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Preis für Prosa beim 25. open mike. „Nimm die Alpen weg“ ist sein literarisches Debüt, für das er mit einer Einladung zur Autor:innenwerkstatt des LCB, dem Alfred Döblin-Stipendium und der Alfred Döblin-Medaille ausgezeichnet wurde. Ralph Tharayil lebt in Berlin.
Valentijn Hoogenkamp
Valentijn Hoogenkamp (geboren 1986) ist Roman- und Theaterautor. Sein Debütroman Ich und Louis Claus, der 2021 in den Niederlanden erschien, wurde von Presse und Lesepublikum hochgelobt, ebenso sein zweites, sehr persönliches Buch Antiboy (noch nicht auf Deutsch erschienen), das er als »Coming-of-Gender-Geschichte« bezeichnet. Hoogenkamps Lyrik wurde auf zahlreichen Festivals wie Lowlands, Parade und Oerol vorgetragen. Sein Werk wurde mit dem El-Hizjra-Literaturpreis ausgezeichnet, war nominiert für den Anton-Wachter-Preis, den ITs Ro Theatre Award und wurde ausgewählt für Women Playwrights International Stockholm und Interplay Europe Madrid.
Menekşe Toprak
Menekşe Toprak ist eine türkische Schriftstellerin, Übersetzerin und Radiojournalistin. Sie lebt in Istanbul und Berlin. Toprak schreibt Erzählungen und Romane auf Türkisch, liest aber auch gerne auf Deutsch. Ihr Buch „Ağıtın Sonu“, das mit dem renommierten „Duygu-Asena-Romanpreis“ ausgezeichnet wurde, erschien unter dem Titel “Die Geschichte von der Frau, den Männern und den verlorenen Märchen” beim Berliner Orlanda Verlag. Ihr Roman “Arı Fısıltıları (dt. etwa: Das Wispern der Bienen) wurde 2020 mit dem Literaturpreis der Universität Ankara ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihr der Roman Déjà-vu, für den sie auch das Arbeitsstipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa für Literatur in nichtdeutscher Sprache erhielt. Dem deutschen Sprachraum erschloss sie “Türkische Erzählungen des 20. Jahrhunderts” (2008) für eine Anthologie des Suhrkamp Verlags.
Isabel Fargo Cole
Isabel Fargo Cole, geboren 1973 in Galena, Illinois, USA, ist eine US-Amerikanische, in Berlin lebende Autorin und Übersetzerin. Sie studierte Literatur, Geschichte und Philosophie in Chicago und Russisch und Neuere Deutsche Literatur in Berlin. Sie hat unter anderem Wolfgang Hilbig und Franz Fühmann ins Englische übersetzte. Ihre erste Novelle „Ungesichertes Gelände“ erschien 2013 bei mikrotext. Bei Edition Nautilus erschien 2017 ihr Debütroman „Die grüne Grenze“, der für den Klaus-Michael Kühne-Preis für das beste deutschsprachige Romandebüt 2017 und für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 nominiert wurde. Isabel Fargo Cole lebt seit 1995 als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin.