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Herbert Rosendorfer

Herbert Rosendorfer wurde 1934 in Bozen geboren. Er studierte Rechtswissenschaft in München und war zunächst Staatsanwalt, später Richter in München. Ab 1966 veröffentlichte Rosendorfer erste Erzählungen, einen Bestseller-Erfolg hatte er 1983 mit seinem zeitsatirischen Roman „Briefe in die chinesische Vergangenheit“. Neben Erzählungen und Romanen schrieb Rosendorfer auch meist satirische Bühnenstücke. Daneben schuf er Gemälde und Zeichnungen und einige Instrumentalkompositionen. Er wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse und dem Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Herbert Rosendorfer starb 2012 in Bozen.

Joachim Kaiser

Joachim Kaiser wurde 1928 geboren. Er studierte Musikwissenschaften, Germanistik, Philosophie und Soziologie. Nach Tätigkeiten bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Hessischen Rundfunk war er seit 1959 leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung und von 1977 bis 1996 Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Joachim Kaiser zählt zu den bedeutendsten Kritikern der Bundesrepublik in den Bereichen Musik, Literatur und Theater. Er wurde unter anderem mit dem Ludwig-Börne-Preis und dem Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. 2017 starb er ebendort.

Meike Feßmann

Meike Feßmann promovierte über Else Lasker-Schüler und lebt als freie Literaturkritikerin und Essayistin in Berlin. Sie arbeitet vor allem für die Süddeutsche Zeitung, den Tagesspiegel, Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur. 2006 erhielt sie den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Sie war Jurorin des Deutschen Buchpreises, des Preises der Leipziger Buchmesse sowie von 2009 bis 2017 des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs in Klagenfurt. 2016 erschien „Else Lasker-Schüler. Leben in Bildern“ im Deutschen Kunstverlag.

Florian Illies

Florian Illies, geboren 1971, studierte Kunstgeschichte und Neuere Geschichte in Bonn und Oxford und ist Begründer der Zeitschrift "Monopol". Er war Feuilletonchef der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und wechselte 2008 zur Wochenzeitung "Die Zeit". Seine Bücher "Generation Golf" und "1913: Der Sommer des Jahrhunderts" erschienen 2000 und 2013 im Fischer Verlag. Ab Januar 2019 arbeitet er als Verleger des Rowolth Verlags.

Ludwig Harig

Ludwig Harig wurde 1927 in Sulzbach im Saarland geboren und war ab 1950 zunächst Volksschullehrer. Seine schriftstellerische Tätigkeit übte er bis 1974 parallel dazu aus, danach hauptberuflich; seine erste Buchveröffentlichung fällt auf das Jahr 1961 (haiku hiroshima). Harig gilt als einer der wichtigsten Vertreter des "Neuen Hörspiels", war Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, und der Mannheimer Freien Akademie der Künste. Er starb 2018 in Sulzbach.

Henning Ritter

Henning Ritter, 1943 in Seiffersdorf in Schlesien geboren, studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Klassische Philologie. Ab den 1970er Jahren war er als Verlagsmitarbeiter, freier Autor und Übersetzer (u. a. Jean-Jacques Rousseau) tätig. Er war u. a. Mitherausgeber der Reihe „Hanser Anthropologie“. Von 1985 bis 2008 war Henning Ritter bei der FAZ als Redakteur für die Rubrik „Geisteswissenschaften“ verantwortlich. 2005 erhielt er den Ludwig-Börne-Preis. Er starb 2013 in Berlin.

Robert Menasse

Robert Menasse wurde 1954 in Wien als Sohn des österreichischen Fußballspielers Hans Menasse geboren. Nach der Promotion 1980 war er bis 1988 Lektor für österreichische Literatur in Sao Paulo. Seit seiner Rückkehr lebt er als freier Schriftsteller in Wien. Zu seinen bekanntesten Werken gehören der Essayband „Erklär mir Österreich“ und der Roman „Die Vertreibung aus der Hölle“. Robert Menasse wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Österreichischen Kunstpreis für Literatur 2012 und dem Heinrich-Mann-Preis 2013.

Elazar Benyoëtz

Elazar Benyoëtz wurde 1938 als Paul Koppel in Wien geboren und emigrierte 1939 mit seinen Eltern nach Palästina. Dort legte er 1959 das Rabbinerexamen ab. 1964 gründete er in Berlin die Bibliographia Judaica. Seit Ende der 60er Jahre veröffentlicht er Gedichte, Aphorismen und Essays, meist in deutscher Sprache. Er wurde u. a. mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, dem Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet. Elazar Benyoëtz lebt in Jerusalem.

Gabriele Stötzer

Gabriele Stötzer (zwischen 1973 und 1992 Kachold bzw. Stötzer-Kachold), geboren 1953 in Emleben, absolvierte eine Ausbildung zur Medizinisch-Technischen Assistentin und begann ein Studium der Germanistik und Kunsterziehung an der Pädagogischen Hochschule Erfurt. 1976 wurde sie aus politischen Gründen relegiert, im Folgejahr wegen ihrer Proteste gegen die Biermann-Ausbürgerung zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach Veröffentlichungen in diversen Untergrundzeitschriften konnte erst 1989 ihr Prosadebüt "Zügel los" im Aufbau Verlag erscheinen. 2013 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Bernd Wagner

Bernd Wagner, geboren 1948 in Wurzen, absolvierte eine Lehre als Rohbaumonteur und studierte anschließend Deutsch und Kunsterziehung an der Pädagogischen Hochschule Erfurt. Ab 1970 arbeitete er als Lehrer, ab 1977 als freischaffender Schriftsteller. Sein erster Erzählband „Das Treffen“ erschien 1976 bei Aufbau. Ab 1983 war Wagner Mitherausgeber der Ostberliner Untergrund-Literaturzeitschrift „Mikado“, 1985 wurde er aus der DDR ausgebürgert.

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