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Barbara Honigmann

Barbara Honigmann, 1949 in Ost-Berlin geboren. Arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 Emigration mit der Familie nach Straßburg, wo sie noch heute lebt. Honigmanns Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Kleist-Preis, dem Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich, zuletzt 2018 mit dem Jakob Wassermann-Preis. Bei Hanser erschienen Damals, dann und danach (1999), Alles, alles Liebe! (Roman, 2000),Ein Kapitel aus meinem Leben (2004), Das Gesicht wiederfinden (2007), Das überirdische Licht. Rückkehr nach New York (2008), Chronik meiner Straße (2015) und Georg (2019).  

Kevin Shih-Hung Chen

Kevin Shih-Hung Chen (陳思宏) ist ein in Berlin lebender Schriftsteller, Journalist und Schauspieler. Er schrieb bisher sechs Bücher, die in Taiwan und China veröffentlicht wurden und dort mit namhaften Preisen wie dem Chiuko Fiction of the Year Award, dem Lin Rong San Literary Award und dem Taiwan Literary Award ausgezeichnet wurden. Als Journalist ist er Auslandskorrespondent für Taiwan MacroView TV und Performing Arts Review und schreibt über das europäische Kulturleben für eine Vielzahl weiterer Zeitungen und Zeitschriften. Als Schauspieler trat er in Hannes Stöhrs “Global Player” und Monika Treuts “Ghosted” sowie in weiteren deutschen Art-House-Produktionen auf.

Jan Assmann

Jan Assmann, geboren 1938 in Langelsheim (Harz), ist Ägyptologe und Kulturwissenschaftler. Er ist Prof. em. für Ägyptologie an der Universität Heidelberg sowie für Allgemeine Kulturwissenschaft an der Universität Konstanz. Seit 1967 betreibt er epigraphisch-archäologische Feldarbeit in Theben-West. Assmann forscht zu ägyptischer Religion, Geschichte, Literatur, Kunst und Religionswissenschaft. Im Rahmen der allgemeinen Kulturtheorie entwickelte er gemeinsam mit seiner Frau Aleida Assmann die Theorie des kulturellen Gedächtnisses. Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Historikerpreis (1998), dem Thomas-Mann-Preis (2011) und dem Karl-Jaspers-Preis (2017). Gemeinsam mit seiner Frau erhielt er im Oktober 2018 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Patrick Roth

Patrick Roth, geboren 1953 in Freiburg im Breisgau, lebt als freier Schriftsteller in Los Angeles und Mannheim. Er studierte Anglistik, Germanistik und Romanistik an der Universität Freiburg und an der University of Southern California in Los Angeles Filmproduktion, Regie und Anglistik. In den USA war er zunächst als Regisseur, Filmjournalist und Drehbuchautor tätig. In den 1990er Jahren verfasste er die "Christus Trilogie" ("Riverside", 1991, "Johnny Shines oder Die Wiedererweckung der Toten", 1993, "Corpus Christi", 1996) und wurde so zum Erzähler biblisch-mythischer Stoffe. Patrick Roth wurde vielfach mit Preisen und mit Poetikdozenturen an den Universitäten Frankfurt, Heidelberg und Hildesheim ausgezeichnet.

Hilde Domin

Hilde Domin (geb. Löwenstein), 1909 in Köln geboren, studierte Jura, Nationalökonomie, Soziologie und Philosophie u. a. in Heidelberg, ab 1932 in Rom und Florenz, wo sie 1935 in Politischer Wissenschaft über Staatstheorien der Renaissance promovierte. 1939 flüchtete sie nach England, 1940 in die Dominikanische Republik. Im Exil arbeitete sie als Übersetzerin und Deutschdozentin. 1954 kehrte sie nach Deutschland zurück und lebte nach mehreren Spanienaufenthalten von 1961 an bis zu ihrem Tod 2006 in Heidelberg. Hilde Domin gilt als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen der Nachkriegszeit. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den Rilke-Preis 1976, den Nelly-Sachs-Preis 1983, den Jakob-Wassermann-Preis der Stadt Fürth 1999 und die höchste Auszeichnung der Dominikanischen Republik für ihr Lebenswerk 2005.

Bernhard Schlink

Bernhard Schlink, 1944 geboren, ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Jurist. Von 1988 bis 2006 war er Richter des Verfassungsgerichtshofs für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster und von 1992 bis zu seiner Emeritierung 2009 Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Für seinen Roman "Der Vorleser" (1995), der mit Kate Winslet in der Hauptrolle oscargekrönt verfilmt und in über 50 Sprachen übersetzt wurde, erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den 'Grinzane-Cavour-Preis', den 'Hans-Fallada-Preis' und den 'Prix Laure Bataillon' 1997 sowie das 'Bundesverdienstkreuz 1. Klasse' 2003. Bernhard Schlink lebt in Berlin und New York.

Lizzie Doron

Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv, studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman ›Ruhige Zeiten‹ wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman Preisausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeannette Schocken Preis. In der Begründung der Jury heißt es: »Lizzie Doron schreibt über Menschen, die von ›dort‹ kommen, die den Holocaust überlebten und nun zu leben versuchen. In Israel. Fremd, schweigend, versehrt - und stets ihre Würde wahrend. Mit großer Behutsamkeit nähert die Autorin sich ihren Figuren und mit großem Respekt wahrt sie Distanz.«

Marcel Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki wurde 1920 in Włocławek geboren. Nach Schulzeit und Abitur in Berlin wurde er 1938 nach Polen ausgewiesen. Er überlebte das Warschauer Ghetto und die deutsche Herrschaft in Polen im Untergrund. Nach kurzer Tätigkeit für den polnischen Auslandsgeheimdienst wurde er dort 1953 inhaftiert. 1958 emigrierte Reich-Ranicki nach Deutschland, wo er Teil der Gruppe 47 wurde und binnen kurzer Zeit zu einem der bedeutendsten Literaturkritiker avancierte. Nach langjähriger Tätigkeit für DIE ZEIT war er von 1973 bis 1988 Leiter der Literaturredaktion der FAZ. Von 1988 bis 2001 moderierte er das Literarische Quartett im ZDF. Für sein Schaffen erhielt er zahlreiche Preise und Würdigungen. Er starb 2013 in Frankfurt a. M.

Cia Rinne

Cia Rinne (Göteborg), Autorin, lebt in Berlin. Studium der Philosophie in Frankfurt/Main, Helsinki und Athen. Lesungen, Performances und Ausstellungen mehrsprachiger minimalistischer, konkreter und akustischer Poesie, u.a. im Grimmuseum Berlin, Signal Malmö, Overgaden Kopenhagen, INCA Seattle und CNEAI Chatou. In Zusammenarbeit mit Joakim Eskildsen auch dokumentarische Projekte, u.a. über die Roma verschiedener Länder (Die Romareisen, Steidl, Göttingen 2007). Zuletzt erschien “l’usage du mot/notes for soloists/zaroum”.

Amir Valle

Amir Valle, geboren 1967 in Guantánamo, Kuba, lebt seit 2005 in Berlin. Er ist Autor von rund dreißig Prosa-Werken, die vielfach übersetzt wurden, vor allem ins Deutsche. Internationale Anerkennung wurde ihm durch seine in Europa sehr erfolgreiche Studie zur Prostitution in Kuba (“Habana Babilonia”) zuteil, sowie durch seine Krimiserie „El descenso a los infiernos“, in der es um das Leben an den Rändern von Havanna geht. Amir Valle wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, sein Schreiben u.a. von Augusto Roa Bastos, Gabriel García Márquez, Herta Müller und Mario Vargas Llosa gelobt. Er ist Herausgeber von „OtroLunes. Revista Hispanoamericana de Cultura“.

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