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Tomer Dotan-Dreyfus

Tomer Dotan-Dreyfus, 1987 in Haifa geboren, lebt seit zehn Jahren in Berlin und ist als freier Autor, Lyriker und Übersetzer tätig. Er studierte Philosophie und Komparatistik in Berlin, Wien und Paris und schreibt sowohl in hebräischer als auch in deutscher Sprache.
Für die Arbeit an »Birobidschan« erhielt er 2020 ein einjähriges Stipendium des Berliner Senats, außerdem wurde er für das Übersetzungsprogramm Jewish Writers in Translation 2021 der Jewish Book Week in London ausgewählt. Im September 2021 war er zu Gast auf dem Meridian Czernowitz International Poetry Festival in der Ukraine. 2022 erscheint sein Essay-Band »Meine Forschung zum O: Unlearning Sprache« (Gans Verlag Berlin). »Birobidschan« ist sein erster Roman.

Menekşe Toprak

Menekşe Toprak ist eine türkische Schriftstellerin, Übersetzerin und Radiojournalistin. Sie lebt in Istanbul und Berlin. Toprak schreibt Erzählungen und Romane auf Türkisch, liest aber auch gerne auf Deutsch. Ihr Buch „Ağıtın Sonu“, das mit dem renommierten „Duygu-Asena-Romanpreis“ ausgezeichnet wurde, erschien unter dem Titel “Die Geschichte von der Frau, den Männern und den verlorenen Märchen” beim Berliner Orlanda Verlag. Ihr Roman “Arı Fısıltıları (dt. etwa: Das Wispern der Bienen) wurde 2020 mit dem Literaturpreis der Universität Ankara ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihr der Roman Déjà-vu, für den sie auch das Arbeitsstipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa für Literatur in nichtdeutscher Sprache erhielt. Dem deutschen Sprachraum erschloss sie “Türkische Erzählungen des 20. Jahrhunderts” (2008) für eine Anthologie des Suhrkamp Verlags.

Tarık Seden

Tarık Seden (*1957 in Istanbul) machte sein Abitur an dem deutschsprachigen Gymnasium in Istanbul. Danach folgte ein Studium an der Technischen Universität Istanbul, später an der Technischen Universität Berlin mit einem Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur. Während des Studiums begann er eine Tätigkeit an der Amerika-Gedenkbibliothek in Berlin als Schreibkraft. Später wurde er zum Leiter des Zentrallektorats Türkisch und war so zuständig für fremdsprachige (türkische, serbokroatische, neugriechische, kurdische, russische und albanische) Bestände der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Parallel zu dieser Tätigkeit begann er ein Studium an der Freien Universität Berlin mit dem Abschluss als Diplom-Bibliothekar. Seit 2021 lebt er abwechselnd in Berlin und Thessaloniki.

Cécile Wajsbrot

Cécile Wajsbrot (geb. 1954 in Paris) studierte in Paris vergleichende Literaturwissenschaften. Sie lebt als Romanautorin, Essayistin und Übersetzerin aus dem Englischen und Deutschen in Paris und Berlin. Sie schreibt auch Hörspiele, die in Frankreich sowie in Deutschland gesendet werden. . Mit ihrem Roman Zerstörung, einer Dystopie, (2020) hat sie eine Pentalogie, Haute Mer, abgeschlossen. Ihr Roman Nevermore (2021) wurde in der Übersetzung von Anne Weber 2022 mit dem Übersetzungspreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 

Alain Lance

Alain Lance, geboren 1939, studierte Germanistik und leitete 1985-1994 zunächst das Institut français in Frankfurt a.M., später die Maison des écrivains et de la littérature in Paris. Seit 1977 erscheinen Gedichte von ihm in deutscher Übersetzung. Neben seinem eigenen Schreiben ist er ein geschätzter Übersetzer, oft gemeinsam mit seiner Frau Renate Lance-Otterbein (von Franz Fühmann, Ingo Schulz, Christa Wolf); gemeinsam erhielt das Ehepaar u.a. den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis (2012). 2020 erschien in der Herausgeberschaft von Volker Braun ein Auswahlband seiner Gedichte unter dem Titel Die Rückkehr des Echos. Ausgewählte Gedichte (Faber & Faber).

Hiromi Itō

Hiromi Ito, 1955 in Tokyo geboren, zählt zu den wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. In den 1980er Jahren hatte sie sich zunächst als innovative Lyrikerin mit neuartigen Themen und Sprechweisen einen Namen gemacht. Nach ihrer Scheidung siedelte sie 1997 in die USA über und gründete dort mit dem jüdisch-britischen Künstler Harold Cohen und ihren drei Töchtern eine neue Familie. Seither pendelt sie zwischen den Kontinenten. Mit ihren Langgedichten, Romanen und Essays sprengt sie Gattungsgrenzen. Ihr Roman Dornauszieher, 2007 publiziert, wurde mit zwei wichtigen Preisen ausgezeichnet, einem für Lyrik und einem für erzählende Literatur. Ito ist auch als Illustratorin und Manga-Kritikerin bekannt und lehrt literarisches Schreiben an der Waseda-Universität, Tokyo.

Anna Schapiro

Anna Schapiro wurde in Moskau geboren und wuchs in der hessischen Provinz auf. Sie lebt heute in Berlin, wo sie schreibt und bildnerische Werke schafft. Sie ist Gründungsmitglied und Mitherausgeberin der Zeitschrift Jalta – Positionen zur Jüdischen Gegenwart und Mitglied im Ministerium für Mitgefühl und seit März 2020 Beirat der KunstNothilfe. Sie studierte übergreifendes künstlerisches Arbeiten an der HfKB Dresden bei Prof. Ulrike Grossarth, bei der sie auch Meisterschülerin war, sowie Bildhauerei an der Universidade do Porto, Portugal. Danach nahm sie das Studium der Jüdischen Studien am European Institute for Jewish Studies in Stockholm auf.

Esi Edugyan

Esi Edugyan wurde 1977 im kanadischen Calgary als Tochter von Einwanderern aus Ghana geboren. 2006/07 war sie Writer in Residence im Schloss Solitude in Stuttgart. Dort lernte sie Deutsch und begann ihren zweiten Roman »Half-Blood Blues« (2011; dt. »Spielʼs noch einmal«). Ihr jüngster Roman »Washington Black« stand u. a. auf der Shortlist des Booker Prize 2018, wurde mit dem Giller Prize ausgezeichnet und von »New York Times«, »Washington Post« u. a. zu einem der besten Romane 2018 gekürt. Edugyans Bücher wurden u. a. ins Deutsche, Niederländische und Ungarische übersetzt. Sie lebt in Victoria, Kanada und lehrt dort Literarisches Schreiben an der Universität.

Jonathan Franzen

Jonathan Franzen, geboren 1959, ist ein US-amerikanischer Romanautor und Essayist. Er schreibt regelmäßig Essays, Kurzgeschichten und Reportagen für das Magazin The New Yorker. Für seinen Weltbestseller „Die Korrekturen“ wurde Franzen vielfach von Kritikern gelobt und erhielt 2001 den National Book Award. 2013 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Welt-Literaturpreis ausgezeichnet, 2015 erhielt er den EuroNatur-Preis für seinen Einsatz zum Schutz der Wildvögel. Franzen ist Mitglied der amerikanischen Academy of Arts and Letters, der Berliner Akademie der Künste und des französischen Ordre des Arts et des Lettres. Er lebt in Santa Cruz, Kalifornien.

Kevin Shih-Hung Chen

Kevin Shih-Hung Chen (陳思宏) ist ein in Berlin lebender Schriftsteller, Journalist und Schauspieler. Er schrieb bisher sechs Bücher, die in Taiwan und China veröffentlicht wurden und dort mit namhaften Preisen wie dem Chiuko Fiction of the Year Award, dem Lin Rong San Literary Award und dem Taiwan Literary Award ausgezeichnet wurden. Als Journalist ist er Auslandskorrespondent für Taiwan MacroView TV und Performing Arts Review und schreibt über das europäische Kulturleben für eine Vielzahl weiterer Zeitungen und Zeitschriften. Als Schauspieler trat er in Hannes Stöhrs “Global Player” und Monika Treuts “Ghosted” sowie in weiteren deutschen Art-House-Produktionen auf.

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