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Agi Mishol
Agi Mishol ist eine der wichtigsten Stimme der zeitgenössischen hebräischen Lyrik. Sie wurde 1946 in eine ungarische Familie in Transsilvanien geboren, die bald darauf nach Israel einwanderte. 1972 erschien der erste ihrer bisher 20 Gedichtbände, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Für ihre Lyrik wurde sie bereits vielfach ausgezeichnet, 2019 etwa mit dem internationalen Zbigniew-Herbert-Literaturpreis und 2024 mit dem Horst-Bienke-Preis für Lyrik.
Andrea Karimé
Andrea Karimé wuchs in Kassel zwischen deutscher und libanesischer Sprache und Kultur auf und lebt in Köln. Sie studierte an der Gesamthochschule Kassel Kunst- und Musikerziehung. Anschließend Referendariat und Ausbildung im Kreativen Schreiben am IFK Berlin, von 1995 bis 2007 Lehrerin in Leverkusen. Ausbildung zur Geschichtenerzählerin an der Wirkstatt, Karlsruhe. Seit 2007 arbeitet sie als freie Autorin. Stipendien und Auszeichnungen, u.a.: Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis; Kinderbuchpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für „King kommt noch“, zusammen mit Jens Rassmus. Im April 2023 erhielt sie den Preis der Jungen Literaturhäuser.
Gulnoz Nabieva
Gulnoz Nabieva, geb. 1981 in Samarkand, studierte Germanistik und Englisch an der Samarkander Hochschule für Fremdsprachen und an der Nationalen Mirzo Ulugbek-Universität Usbekistans. Sie übersetzte bisher eine Reihe von Kurzgeschichten von Rafik Schami, Matthias Nawrat, Saša Stanišić, Shida Bazyar, Jo Lendle und Romane von Ilija Trojanow, William Golding und Gianna Molinari ins Usbekische. Zudem übersetzte sie Lyrik von Paul Celan, Jan Wagner, Anja Kampmann, Rike Scheffler, Monika Rink und Marcel Beyer. Zurzeit lebt sie in Seoul/Südkorea. Sie erhielt ein Stipendium des TOLEDO-Mobilitätsfonds.
Sofia Andruchowytsch
Sofia Andruchowytsch wurde 1982 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine, geboren und lebt heute als Schriftstellerin, Übersetzerin und Essayistin in Kiew. Der literarische Durchbruch gelang ihr mit dem Roman »Der Papierjunge«, der in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Für die deutsche Übersetzung des »Amadoka«-Epos erhielten die Autorin und ihre Übersetzer:innen Alexander Kratchvil und Maria Weissenböck 2024 den Internationalen Hermann-Hesse-Preis.
Etgar Keret
Geboren 1967 in Ramat Gan, Israel, gehärt Etgar Keret zu den bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller:innen Israels. Seine Short-Story-Bände sind Bestseller und werden in 40 Sprachen übersetzt. Sein Band »Tu’s nicht« wurde mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet. Keret schreibt auch Drehbücher und Graphic Novels. Er lebt mit seiner Familie in Tel Aviv.
Olga Martynova
Olga Martynova, 1962 bei Krasnojarsk in Sibirien geboren, ist Lyrikerin, Essayistin und Romanautorin. Sie wuchs in Leningrad auf, studierte dort russische Sprache und Literatur und lebt seit 1991 in Deutschland. Für ihre Werke wurde sie unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2011), dem Ingeborg-Bachmann-Preis (2012, für ein Kapitel aus ihrem Roman „Mörikes Schlüsselbein“) und dem Berliner Literaturpreis (2015) ausgezeichnet. Martynova lebt in Frankfurt am Main.
Susanne Lange
Susanne Lange, geboren 1964 in Berlin, ist eine deutsche Übersetzerin und Philologin. Sie studierte Komparatistik, Germanistik und Theaterwissenschaft und lehrte an der Universität Tübingen und an der Universidad de los Andes in Bogotá (Kolumbien) Literatur und Übersetzung. Seit 1992 ist Susanne Lange als freie Übersetzerin von literarischen Texten aus dem Spanischen und Englischen tätig. 2009 wurde sie mit dem Übersetzerpreis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für ihre Übertragungen aus dem Spanischen ausgezeichnet, insbesondere für ihre Neuübersetzung des Don Quijote von der Mancha von Miguel de Cervantes.
Yavuz Ekinci
Yavuz Ekinci, geboren 1979 in Batman/Türkei, studierte Erziehungswissenschaft, arbeitet als Lehrer und belegt derzeit einen Masterstudiengang in Türkischer Sprache und Literatur. Er ist Herausgeber einer Publikationsreihe mit kurdischer Exilliteratur. Ekinci erhielt für seine Veröffentlichungen zahlreiche Preise, darunter den Yunus Nadi Story Award, den Human Rights Association Story Award sowie den Yasar Nabi Nayir Noteworthy Story Award.
Bozhena Kozakevych
Bozhena Kozakevych erlangte 2013 den Magisterabschluss an der Ivan-Franko-Universität (Lviv) in deutscher Sprache und Literatur. 2017 schloss sie ihr Masterstudium in Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas an der Europa-Universität Viadrina ab. Von April 2017 bis Ende 2019 war sie als Projektmitarbeiterin im Projekt „Erinnerung bewahren“ bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas beschäftigt. Bozhena Kozakevych ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Entangled History of Ukraine an der Europa-Universität Viadrina. In Ihrem Promotionsprojekt beschäftigt sie sich mit dem Thema „Juden und Christen: Die sowjetische Religionspolitik im multiethnischen Berdytschiw (1921-1964)“.
Tonio Schachinger
Tonio Schachinger, geboren 1992 in New Delhi, studierte Germanistik an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Nicht wie ihr, sein erster Roman, stand 2019 auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis, war für den Rauriser Literaturpreis nominiert und wurde mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises ausgezeichnet. Tonio Schachinger lebt in Wien.