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Peter Bichsel

Peter Bichsel, geboren 1935 in Luzern, war bis 1968 als Primarlehrer tätig. 1963 nahm er an Walter Höllerers Schreibkurs in Berlin teil. Nachdem 1964 sein Erzählband „Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen“ erschien, wurde er in die Gruppe 47 aufgenommen und 1965 mit deren Preis geehrt. Den Hauptteil seines Werkes bilden Erzählungen, Kolumnen und Essays. 2012 erhielt Bichsel den Großen Schillerpreis. Er starb 2025 in Zuchwil.

Deniz Arslan

Deniz Arslan ist ein türkischsprachiger Schriftsteller, der in Berlin lebt. Eine Sammlung seiner Kurzgeschichten, Rehavet Havası / Air of Lethargy, wurde in der Türkei veröffentlicht. Er war Co-Autor des Drehbuchs für den Spielfilm Eye Am, der beim Internationalen Filmfestival Moskau mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Er übersetzte viele Belletristikwerke, darunter die gesammelten Kurzgeschichten von Virginia Woolf. Er hat einen MA in Wirtschaftswissenschaften, arbeitet aber als Lektor und Übersetzer.

Tamina Kutscher

Tamina Kutscher ist studierte Slawistin und Historikerin. Als Journalistin beschäftigt sie sich seit mehr als 20 Jahren mit Medien, Kultur und Gesellschaft in Mittel- und Osteuropa – auch als Moderatorin, Herausgeberin und Mitglied diverser Fachjurys. Sieben Jahre lang war sie Chefredakteurin der Medien- und Wissenschaftsplattform „dekoder – Russland und Belarus entschlüsseln“, die in dieser Zeit zweimal mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde (2016 und 2022). Regelmäßig arbeitet sie als Gastdozentin, u. a. an der Humboldt-Universität zu Berlin, und ist im Vorstand des internationalen Journalistennetzwerks n-ost.

Nesrin Tanç

Nesrin Tanç, Kultur- und Literaturwissenschaftlerin und Autorin, geb. in Duisburg. Studierte in Duisburg-Essen, Amsterdam und Karlsruhe. Dissertation zur “Ordnung der Vielfalt. Ruhrgebietsliteratur anhand der Werke von Autor*innen wie Fakir Baykurt, Emine Sevgi Özdamar.” Zahlreiche Veröffentlichungen von Prosa & Hör- und Bühnenstücken & Rezensionen, 2020&22 PACT Zollverein Fellow. Autorin einer Studie zur Erinnerungskultur zum Thema der sog. Gastarbeiter*innen aus der Türkei für das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa e.V.)

Gültekin Emre

Gültekin Emre (*1951 in Konya/Türkei) studierte an der Universität Ankara Slawistik. Emre veröffentlichte mehrere Gedichtbände und übersetzte Werke russischer Autoren ins Türkische, u.a. Maxim Gorki und Wladimir Majakowski. Seit 1980 lebt und wirkt Emre in Berlin: Seit mehr als drei Jahrzehnten erforscht der Lehrer und Autor die Spuren der Türken in Berlin.

Joshua Cohen

Joshua Cohen wurde 1980 in New Jersey geboren. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Pushcart Prize (2012) und den Matanel Prize in Jewish Literature (2013).  Für seinen Campusroman »Die Netanjahus« erhielt er 2021 den National Jewish Book Award for Fiction und den Pulitzer-Preis 2022.

Gabriele Leupold

Gabriele Leupold, geboren 1954 in Niederlahnstein, studierte Slawistik und Germanistik und arbeitet als Übersetzerin aus dem Russischen. Sie übersetzte unter anderen Ossip Mandelstam, Michail Bachtin, Vladimir Sorokin, Andrej Belyj, Boris Pasternak und Warlam Schalamow. Sie organisiert und leitet seit den 90er Jahren zahlreiche Workshops für Übersetzer und Studierende, ist Koautorin der Video-Dokumentation „Spurwechsel: Ein Film vom Übersetzen“ (2003) und Mitherausgeberin des Bandes „In Ketten tanzen. Übersetzen als interpretierende Kunst“. Ihre Arbeit wurde 1997 mit dem Übersetzerstipendium der Dialogwerkstatt Zug und 2002 mit dem Paul-Celan-Preis ausgezeichnet.

Mohamed Mbougar Sarr

Mohamed Mbougar Sarr, geboren 1990 in Dakar, wuchs im Senegal auf und studierte in Frankreich Literatur und Philosophie. Er hat bereits drei Romane veröffentlicht, für die er u.a. mit dem Prix Stéphane-Hessel und Grand prix du roman métis ausgezeichnet wurde. Für Die geheimste Erinnerung der Menschen (Hanser, 2022), seinem ersten Werk, das auf Deutsch erschien, erhielt er 2021 den Prix Goncourt.

Sebastian Guggolz

Sebastian Guggolz, geboren 1982 am Bodensee, studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Hamburg. Anschließend war er als Lektor für den Verlag Matthes & Seitz Berlin tätig. 2014 gründete er den Guggolz Verlag, der sich auf Neuübersetzungen von Werken in Vergessenheit geratener Autor*innen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus Nord- und Osteuropa spezialisiert hat, u. a. verlegt er Boris Poplawski neu. 2017 wurde der Verlag mit dem Förderpreis der Kurt Wolff Stiftung ausgezeichnet.

Pajtim Statovci

Pajtim Statovci, geboren 1990, ist ein finnisch-kosovarischer Schriftsteller. Mit zwei Jahren zog er mit den albanischen Eltern aus dem Kosovo nach Finnland. Er lebt in Helsinki und hat Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Helsinki studiert. Statovci wird als Shootingstar und grosser europäischer Autor von der internationalen Kritik euphorisch gefeiert, sein Werk ist vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem »Helsinki Writer of the Year«-Preis. Derzeit promoviert er an der Universität von Helsinki.

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