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Joachim Scholl

Der studierte Germanist und Anglist Joachim Scholl (Jahrgang 1960) arbeitete nach seiner Promotion zunächst als Literaturredakteur für das Radio. Heute lebt er als freier Journalist und Literaturkritiker in Berlin. Zu seinen Publikationen zählen u.a. „50 Klassiker - Deutsche Schriftsteller. Von Grimmelshausen bis Grass“ und „50 Klassiker - Romane des 20. Jahrhunderts. Die wichtigsten Romane der Moderne“.

Tobias Kraft

Tobias Kraft ist Arbeitsstellenleiter im Editions- und Forschungsvorhaben „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Neben der Forschung zu Alexander von Humboldt arbeitet er zur Philologie und editionsphilologischen Praxis im Digitalen Zeitalter. In Bonn und Potsdam hat er Germanistik, Romanistik und Medienwissenschaften studiert und 2013 mit einer Arbeit zu Humboldts amerikanischem Reisewerk promoviert. Als Herausgeber war er beteiligt an Bänden zur Globalisierung in Zeiten der Aufklärung (2015), zu Leben und Literatur (2016) sowie jüngst zu Aufgaben und Zielen einer Romanistik im Wandel (2017).

Édouard Louis

Édouard Louis, 1992 als Eddy Bellegueule in der Picardie geboren, ist ein französischer Schriftsteller. Er studierte an der École normale supérieure in Paris. Sein autobiographischer Debütroman "Das Ende von Eddy", in dem er von seiner Kindheit und Flucht aus prekärsten Verhältnissen in einem französischen Dorf erzählt, sorgte 2015 für großes Aufsehen. Sein zweiter Roman "Im Herzen der Gewalt" erschien 2016, in deutscher Übersetzung 2017. Édouard Louis lebt in Paris.

Eva Lüdi Kong

Eva Lüdi Kong, geboren 1968, studierte Sinologie in Zürich, chinesische Kalligrafie und Druckgrafik an der China Academy of Art sowie Klassische Chinesische Literatur an der Zhejiang University und arbeitet heute als Übersetzerin und Kulturvermittlerin. Zuletzt übersetzte sie den populärsten Roman Chinas „Die Reise in den Westen“, der bei Reclam in einer bibliophilen Ausgabe erschien und für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominiert ist. Kong konnte durch über zwanzig Jahre China-Erfahrung erstmals die spannenden Tiefenschichten des Romans in deutscher Sprache erschließen.

Louis Begley

Louis Begley wurde 1933 in Stryi im damaligen Polen geboren. Er überlebte das Warschauer Ghetto und emigrierte 1947 mit seinen Eltern in die USA. Dort arbeitete er bis 2003 erfolgreich als Rechtsanwalt. 1991 debütierte er mit dem Roman Wartime Lies, dem zahlreiche weitere Romane folgten, darunter die populäre Trilogie um den pensionierten Rechtsanwalt Schmidt. Er wurde unter anderem mit dem PEN/Ernest Hemingway Foundation Award ausgezeichnet und erhielt 2008 die Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg. Louis Begley lebt in New York.

Klaus Schlesinger

Klaus Schlesinger, geboren 1937 in Berlin, absolvierte eine Ausbildung zum Chemielaboranten und arbeitete anschließend an der Ost-Berliner Charité. Sein Debütroman "Michael" erschien 1971. Nach Protesten gegen die Biermann-Ausbürgerung wurde er 1979 aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und lebte ab 1980 in West-Berlin. Neben Romanen und Erzählungen verfasste er vor allem Hörspiele. 2000 wurde ihm der Erich-Fried-Preis verliehen; im Jahr darauf starb Schlesinger in Berlin.

Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. 1997 veröffentlichte er sein Romandebüt "Beerholms Vorstellung". Im Jahr 2000 war er Stipendiat des Literarischen Colloquiums Berlin. Sein 2005 erschienener Roman "Die Vermessung der Welt" machte ihn international bekannt. Kehlmann wurde u.a. mit dem Kleist-Preis 2006, dem Thomas-Mann-Preis 2008 und 2012 mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet.

Doris Lessing

Doris Lessing, geboren 1919 in Kermanschah (Iran), wuchs in der britischen Kolonie Südrhodesien auf, wo ihre Eltern Landbau betrieben. Seit 1949 lebte sie in England, wo 1950 ihr erster Roman "The Grass Is Singing" erschien, dem sofort großer Erfolg zuteil wurde. Mit dem Roman "The Golden Notebook" wurde sie 1962 weltweit berühmt. 2007 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen. Die Autorin verstarb 2013 in London.

Marcus Ingendaay

Marcus Ingendaay, 1958 geboren, ist literarischer Übersetzer aus dem Englischen und Schriftsteller. Er übertrug bedeutende Romane wie William Gaddis’ „JR“ und Zadie Smiths „Von der Schönheit“ ins Deutsche. 1997 erhielt Ingendaay den Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis sowie im Jahr 2000 den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis. Sein Romandebut "Die Taxifahrerin" erschien 2003 bei Rowohlt.

Peter Weber

Peter Weber, geboren 1968 in Wattwil im Toggenburg, ist ein Schweizer Schriftsteller und Musiker. 1987 zog er nach Zürich, wo er auch heute noch lebt, bewegte sich dort u.a. in der Free-Jazz-Szene und begründete 1992 die Autorengruppe "Netz" mit. Ein Jahr später erschien sein erster Roman "Der Wettermacher". Seither hat Weber weitere Romane veröffentlicht, u.a. "Die melodielosen Jahre", wofür er 2007 den Solothurner Literaturpreis bekam. 

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