Suchergebnisse
Ihre Suche nach "Land" ergab 554 Treffer.
Die Ergebnisse sind nach Relevanz sortiert.
Wolfgang Hildesheimer
Wolfgang Hildesheimer wurde 1916 in Hamburg geboren. 1934 folgte er seiner jüdischen Familie nach Palästina, wo er eine Tischlerlehre absolvierte. Ab 1937 studierte er Malerei und Bühnenbild in London. 1939 kehrte er nach Palästina, nach Kriegsende schließlich nach Deutschland zurück, wo er unter anderem Simultandolmetscher bei den Nürnberger Prozessen war. Ab den 50er Jahren arbeitete Hildesheimer als Schriftsteller. er war Mitglied der Gruppe 47 und erzielte mit dem Prosaband „Tynset“ und seiner Mozart-Biographie große Erfolge. 1965 wurde er mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Wolfgang Hildesheimer starb 1991 im schweizerischen Poschiavo.
Joachim Kaiser
Joachim Kaiser wurde 1928 geboren. Er studierte Musikwissenschaften, Germanistik, Philosophie und Soziologie. Nach Tätigkeiten bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Hessischen Rundfunk war er seit 1959 leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung und von 1977 bis 1996 Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Joachim Kaiser zählt zu den bedeutendsten Kritikern der Bundesrepublik in den Bereichen Musik, Literatur und Theater. Er wurde unter anderem mit dem Ludwig-Börne-Preis und dem Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. 2017 starb er ebendort.
Stefan Heym
Stefan Heym, geboren 1913 in Chemnitz, musste Deutschland 1933 verlassen und studierte ab 1935 in den USA. In den Folgejahren veröffentlichte er literarische Werke in englischer Sprache. Ab 1953 lebte Heym in der DDR. Aufgrund eines Veröffentlichungsverbotes erschienen ab 1965 die meisten seiner Werke zuerst in der Bundesrepublik. Sein Roman "Fünf Tage im Juni" (1974) behandelt den Volksaufstand 1953 in der DDR. In den 1980er Jahren unterstützte Stefan Heym die Bürgerrechtsbewegung, auch nach der Wende war er politisch aktiv. Er starb 2001 in En Bokek (Israel).
Alfred Grosser
Alfred Grosser, geboren 1925 in Frankfurt am Main, ist seit 1937 französischer Staatsbürger. Er ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft am Institut d'Etudes Politiques in Paris und Journalist, außerdem Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Träger des großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland, der Wilhelm-Leuschner-Medaille 2004 sowie vieler anderer Auszeichnungen und Preise. Er ist Autor zahlreicher Publikationen und versteht sich dabei als "Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer Kulturen".
Hervé Tcheumeleu
Hervé Tcheumeleu ist Gründer und ehemaliger Chefredakteur des inzwischen eingestellten afrikanischen Sportmagazins African Challenge, das sich als einziges mehrsprachiges Magazin Deutschlands auf afrikanischen Sport spezialisierte. Tcheumeleu studierte Biotechnologe, doch seine Leidenschaft ist der Journalismus. African Challenge vereinte Interviews, Hintergrundinformationen, Fotostrecken und Statistiken. Das Magazin war der Sportableger der bereits 2005 von Tcheumeleu gegründeten Zeitschrift Lo’ Nam, die bis heute erfolgreich ist.
Clementine Ewokolo Burnley
Clementine Ewokolo Burnley, geboren in Kamerun, in Großbritannien aufgewachsen, ist Autorin und Medienwissenschaftlerin. Sie veröffentlichte bereits bei edition assemblage, Teamangelica Press, Versal Journal, The Feminist Wire und im Parabola Magazine. 2017 war Burnley für den Bristol Short Story Prize nominiert sowie Finalistin für das Miles Morland Stipendium.
Philipp Khabo Koepsell
Philipp Khabo Koepsell, geboren 1980 in Marburg, studierte Afrikawissenschaften und Englisch an der Humboldt-Universität und lebt heute als Performer, Dramaturg und Herausgeber in Berlin. Themenschwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit sind Afrofuturismus, Identität und der Umgang mit Rassismus und Rassismuserfahrungen in Deutschland. Als Dramaturg arbeitet Khabo Koepsell unter anderem für das Berliner Theater Ballhaus Naunynstraße. Sein erstes Buch „Die Akte James Knopf“ veröffentlichte er 2010. 2015 kuratierte er das Netzwerktreffen Erste Indaba Schwarzer Kulturschaffender.
Reiner Kunze
Reiner Kunze wurde 1933 in Oelsnitz geboren. Nach dem Studium der Journalistik und Philosophie in Leipzig arbeitet Reiner Kunze seit 1962 als freier Schriftsteller. 1976 wurde Kunze, der fast ausschließlich lediglich in Westdeutschland publizieren konnte, aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen, 1977 siedelte er in die Bundesrepublik über. Er wurde unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis und dem Franz-Josef-Strauß-Preis ausgezeichnet.
Jurek Becker
Jurek Becker wurde vermutlich am 30. September 1937 in Lodz geboren. Er überlebte die Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen. Während seine Mutter 1945 umkam, traf er seinen Vater als Auschwitz-Überlebenden wieder und zog mit ihm nach Ost-Berlin. Von 1957-1960 studierte er an der Humboldt-Universität Philosophie, bis er diese aus politischen Gründen verlassen musste. 1969 erschien sein bedeutendster Roman "Jakob der Lügner", nachdem der Text als Drehbuch von der DEFA, bei der Becker seit 1962 beschäftigt war, abgelehnt worden war. Er starb am 14. März 1997 in seinem Landhaus in Sieseby.
Ernst Ulrich von Weizsäcker
Ernst Ulrich Michael Freiherr von Weizsäcker wurde 1939 in Zürich geboren. Er war Professor für Biologie an der Universität Essen an, Direktor am UNO-Zentrum für Wissenschaft und Technologie in New York, Direktor des Instituts für Europäische Umweltpolitik und Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Zudem war Ernst Ulrich von Weizsäcker von 1998 bis 2005 Mitglied des Deutschen Bundestags und ist seit 2012 Ko-Präsident des Club of Rome. Für sein wissenschaftliches Werk und sein Wirken erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2009 das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.