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Hervé Tcheumeleu
Hervé Tcheumeleu ist Gründer und ehemaliger Chefredakteur des inzwischen eingestellten afrikanischen Sportmagazins African Challenge, das sich als einziges mehrsprachiges Magazin Deutschlands auf afrikanischen Sport spezialisierte. Tcheumeleu studierte Biotechnologe, doch seine Leidenschaft ist der Journalismus. African Challenge vereinte Interviews, Hintergrundinformationen, Fotostrecken und Statistiken. Das Magazin war der Sportableger der bereits 2005 von Tcheumeleu gegründeten Zeitschrift Lo’ Nam, die bis heute erfolgreich ist.
Clementine Ewokolo Burnley
Clementine Ewokolo Burnley, geboren in Kamerun, in Großbritannien aufgewachsen, ist Autorin und Medienwissenschaftlerin. Sie veröffentlichte bereits bei edition assemblage, Teamangelica Press, Versal Journal, The Feminist Wire und im Parabola Magazine. 2017 war Burnley für den Bristol Short Story Prize nominiert sowie Finalistin für das Miles Morland Stipendium.
Wolfgang Leonhard
Wolfgang Leonhard wurde 1921 als Wladimir Leonhard in Wien geboren. Mit der sog. „Gruppe Ulbricht“ kehrte er 1945 aus dem Moskauer Exil nach Deutschland zurück, siedelte abner schon 1950 in die Bundesrepublik über, wo er zu einem der führenden Experten für Osteuropa und die Sowjetunion im Speziellen wurde. Von 1966 bis 1987 war er Professor für die Geschichte der UdSSR an der Yale University. Er starb am 17. August 2014.
Claus Victor Bock
Claus Victor Bock wurde 1926 in Hamburg geboren. Mit seinen Eltern emigrierte er 1938 in die Niederlande. Nach der deutschen Besatzung fand er in der Amsterdamer Herengracht 401, dem „Castrum Peregrini“ mit anderen jüdischen Jungen bei Wolfgang Frommel Unterschlupf. nach dem Krieg promovierte er bei Walter Muschg und lehrte bis 1984 in London. Anschließend kehrte er nach Amsterdam zurück, wo er bis 2001 die Stiftung „Castrum Peregrini“ leitete. Er starb 2008 in Amsterdam.
Jurek Becker
Jurek Becker wurde vermutlich am 30. September 1937 in Lodz geboren. Er überlebte die Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen. Während seine Mutter 1945 umkam, traf er seinen Vater als Auschwitz-Überlebenden wieder und zog mit ihm nach Ost-Berlin. Von 1957-1960 studierte er an der Humboldt-Universität Philosophie, bis er diese aus politischen Gründen verlassen musste. 1969 erschien sein bedeutendster Roman "Jakob der Lügner", nachdem der Text als Drehbuch von der DEFA, bei der Becker seit 1962 beschäftigt war, abgelehnt worden war. Er starb am 14. März 1997 in seinem Landhaus in Sieseby.
Alfred Grosser
Alfred Grosser, geboren 1925 in Frankfurt am Main, ist seit 1937 französischer Staatsbürger. Er ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft am Institut d'Etudes Politiques in Paris und Journalist, außerdem Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Träger des großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland, der Wilhelm-Leuschner-Medaille 2004 sowie vieler anderer Auszeichnungen und Preise. Er ist Autor zahlreicher Publikationen und versteht sich dabei als "Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer Kulturen".
Mansoureh Shojaee
Mansoureh Shojaee, 1958 in Teheran geboren, gehört zu den führenden Köpfen der iranischen Frauenrechtsbewegung. Sie war Bibliothekarin in der Nationalbibliothek Teheran und arbeitete als Journalistin, freie Schriftstellerin und literarische Übersetzerin aus dem Französischen. Wegen ihres politischen Engagements wurde sie mehrfach verhaftet, bis sie schließlich ins Exil ging und dort ihre Arbeit als Frauenrechtsaktivistin, Autorin und Journalistin fortsetzte. Von Januar 2011 bis September 2013 war sie Stipendiatin im Writers-in-Exile-Programm des PEN-Zentrums Deutschland.
Orhan Pamuk
Orhan Pamuk wurde 1952 in Istanbul geboren und gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller der Türkei. Sein bekanntester Roman Kar (dt.: Schnee) erschien 2001 in der Türkei und 2005 in Deutschland. Für sein Werk, das in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde, erhielt er neben zahlreichen internationalen Preisen den Nobelpreis für Literatur 2006. Orhan Pamuk lebt in Istanbul.
Swetlana Geier
Swetlana Geier, geboren 1923 in Kiew, gehörte zu den bedeutendsten Übersetzerinnen russischer Literatur im deutschsprachigen Raum. Sie lebte seit 1943 in Deutschland und war von 1960 bis zu ihrem Tod im Jahre 2010 Lektorin für russische Sprache an der Universität Karlsruhe. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Übersetzungen von Tolstoi, Bulgakow, Solschenizyn und Dostojewskij.
Jürgen Fuchs
Jürgen Fuchs, geboren 1950 in Reichenbach im Vogtland, absolvierte eine Lehre bei der Deutschen Reichsbahn und studierte anschließend Sozialpsychologie in Jena. Wegen seiner Proteste gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns wurde Fuchs 1976 inhaftiert und im Folgejahr zur Ausreise in die Bundesrepublik gezwungen, wo er 1978 seine „Vernehmungsprotokolle“ veröffentlichte. Er starb 1999 in Berlin.