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Martin Heisenberg
Martin Heisenberg wurde als Sohn des Physikers Werner Heisenberg 1940 in München geboren. Von 1975 bis 2009 war er Professor für Genetik und Neurobiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seit 2010 ist er dort Senior-Professor am Rudolf Virchow Zentrum. Martin Heisenberg hat sich neben seiner naturwissenschaftlichen Tätigkeit, mit der zu einem der Begründer der Neurogenetik in Deutschland wurde, beständig zu wissenschaftsethischen Fragen geäußert.
Janina David
Janina David wurde 1930 in Kalisz, Polen, geboren. Auf der Flucht vor der deutsche Armee geriet sie zusammen mit ihrer jüdischen Familie ins Warschauer Ghetto. Von dort konnte sie 1943 entkommen und überlebte versteckt in einem Kloster. 1946 folgte sie einem Onkel nach Paris. Anschließend holte sie in Australien ihre Schulausbildung nach und studierte dort. 1958 übersiedelte sie nach London, wo sie bis 1978 als Sozialarbeiterin in verschiedenen Krankenhäuser tätig war. Parallel verfasste sie ihre dreiteilige Autobiographie, die in Deutschland u. a. durch die Fernsehserie „Ein Stück Himmel“ bekannt wurde.
Mansoureh Shojaee
Mansoureh Shojaee, 1958 in Teheran geboren, gehört zu den führenden Köpfen der iranischen Frauenrechtsbewegung. Sie war Bibliothekarin in der Nationalbibliothek Teheran und arbeitete als Journalistin, freie Schriftstellerin und literarische Übersetzerin aus dem Französischen. Wegen ihres politischen Engagements wurde sie mehrfach verhaftet, bis sie schließlich ins Exil ging und dort ihre Arbeit als Frauenrechtsaktivistin, Autorin und Journalistin fortsetzte. Von Januar 2011 bis September 2013 war sie Stipendiatin im Writers-in-Exile-Programm des PEN-Zentrums Deutschland.
Orhan Pamuk
Orhan Pamuk wurde 1952 in Istanbul geboren und gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller der Türkei. Sein bekanntester Roman Kar (dt.: Schnee) erschien 2001 in der Türkei und 2005 in Deutschland. Für sein Werk, das in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde, erhielt er neben zahlreichen internationalen Preisen den Nobelpreis für Literatur 2006. Orhan Pamuk lebt in Istanbul.
Erich Fried
Erich Fried, geboren 1921 in Wien, emigrierte nach dem Anschluss Österreichs nach London, wo er in Exilantenkreisen eine wichtige Rolle spielte. Im Exil erschien 1944 sein erster Gedichtband „Deutschland“. Von 1952 bis 1968 arbeitete Fried als Kommentator für die BBC. Gleichzeitig wurde er zu einem der wichtigsten deutschsprachigen politischen Lyriker der Nachkriegszeit. Seine kritischen Stellungnahmen zur Politik der Bundesrepublik und der Weltmächte sorgten immer wieder für Kontroversen. 1987 wurde Erich Fried mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Er starb 1988 in Baden-Baden und wurde in London beigesetzt.
John Burnside
John Burnside, geboren 1955 in Dunfermline (Schottland), studierte Englisch und Europäische Sprachen an der Anglia Polytechnic University. Er arbeitete zunächst als Software-Entwickler; seit 1996 ist er freier Schriftsteller. 1988 erschien sein erster Gedichtband „The Hoop“, sein Romandebüt „The Dumb House“ wurde 1997 veröffentlicht. Für seine Lyrik und Prosa wurde Burnside mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem dem T. S. Eliot Prize (2011).
Matthias Koeppel
Matthias Koeppel, 1937 in Hamburg geboren, ist ein deutscher Maler und Dichter. Er studierte von 1955-1961 Malerei an der HfbK Berlin bei den Professoren Jaenisch, Klatt und Kuhn. Literarische Beachtung fand er vor allem durch seine Gedichte in der von ihm kreierten Kunstsprache Starckdeutsch. Von 1981 bis 2003 war Koeppel Professor für Freies Malen und Zeichnen an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Berlin. Bis heute war er in mehr als hundert Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.
Jochen Schmidt
Jochen Schmidt, geboren 1970 in Ostberlin, studierte Romanistik, Informatik und Germanistik an der Humboldt-Universität. 1999 gehörte er zu den Mitbegründern der Berliner Lesebühne „Chaussee der Enthusiasten“. 2002 veröffentlichte er seinen ersten Roman „Müller haut uns raus“. Es folgten mehrere Bände mit Kurzprosa; 2008 veröffentlichte Voland&Quist sein Lektüretagebuch „Schmidt liest Proust“. Sein zweiter Roman „Schneckenmühle“ erschien 2013. Schmidt wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 2004 den Kasseler Förderpreis Komische Literatur.
Najem Wali
Najem Wali, geboren 1956 in Basra, flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Kriegs nach Deutschland. Er zählt zu den führenden Schriftstellern der jüngeren Generation der arabischen Welt. Seine Romane und Erzählungen wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Wali schreibt regelmässig für verschiedene renommierte Zeitungen, u.a. für die arabische Tageszeitung Al-Hayat, die NZZ und Die Zeit.
Peter Kurzeck
Peter Kurzeck wurde 1943 in Tachau/Böhmen geboren und 1946 aus dem Sudetenland vertrieben. Seine Jugend verbrachte er daraufhin in Staufenberg bei Gießen. Kurzeck ist vor allem bekannt für seine Romane, die stark autobiografisch geprägt sind. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, dem Kranichsteiner Literaturpreis und mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main. Er starb am 25.11.2013 in Frankfurt.