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Eveline Passet
Nach ihrem Studium der Slavistik und Romanistik, das sie in Paris absolvierte, arbeitet Eveline Passet (geboren 1958) heute als Übersetzerin und Rundfunkautorin. Sie übersetzte bisher u.a. Alfred de Musset, Daniel Pennac, Alexander Kuprin und Wassili Rosanow ins Deutsche. In ihren Radiobeträgen befasste sie sich mit Ilja Ehrenburg und Themen wie der Pariser Metro und der russischen Emigration. Eveline Passet lebt in Berlin.
Ulrich Horstmann
Ulrich Horstmann, 1949 geboren in Bünde, Westfalen, ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller. Er war Dozent an der University of South Africa in Pretoria, habilitierte sich 1981 und ist seit 1991 Professor für neuere englische und amerikanische Literatur an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sein schriftstellerisches Werk, das er seit 1976 veröffentlicht, zeichnet sich durch einen besonderen Weltekel und Nihilismus aus. Dazu zählen Essays, Romane, Gedichte, Theaterstücke und Übersetzungen. 1988 wurde er auf Anregung Günter Kunerts mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet.
Carl-Henning Wijkmark
1934 in Stockholm geboren, studierte Carl-Henning Wijkmark zunächst Philosophie und Literatur im schwedischen Lund, in Stockholm und München. Anschließend arbeitete er als Kulturjournalist und Übersetzer (u.a. von Benjamin und Nietzsche), bis er sich 1970 ausschließlich auf die Schriftstellerei konzentrierte. Neben Romanen schreibt er Opern sowie Fernseh- und Hörspiele. Er hat mehrere Preise gewonnen und war 2009/10 Stipendiat der Villa Concordia.
György Dragomán
György Dragomán, geboren 1973, ist ein ungarischer Schriftsteller und Übersetzer. Er studierte Sprachen an der Loránd-Eötvös-Universität in Budapest. Er hat über Beckett promoviert, übersetzt aus dem Englischen und arbeitet als Webdesigner. Seinen ersten Roman „Unerledigte Genesis“ veröffentlichte Dragomán 2002, seinen bisher größten Erfolg feierte er mit dem 2005 erschienenen Roman „Der weiße König“. Er ist in 30 Sprachen übersetzt worden und brachte es im Juli 2008 auf Platz 1 der ORF-Bestenliste. 2015 erschien „Der Scheiterhaufen“.
Irina Bondas
Irina Bondas wurde 1985 in Kiew, Ukraine, geboren und wohnt seit 1992 in Deutschland. Sie studierte Dolmetschen und Politikwissenschaften in Leipzig und Edinburgh. Nach Studien- und Arbeitsaufenthalten u. a. in New York, Edinburgh und Lwiw lebt sie jetzt in Berlin und arbeitet seit 2008 als freiberufliche Konferenzdolmetscherin, Übersetzerin und Autorin in den Sprachen Deutsch, Russisch, Ukrainisch und Englisch. Sie veröffentlicht ihre Texte in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen. Schon mit 17 gewann sie erste Poetry Slams. 2005 veröffentlichte sie das Lyrik-Hörbuch „was zum wachliegen“.
Arkadiusz Łuba
Arkadiusz Łuba, geboren 1977 in Olsztyn, ist Literaturwissenschaftler, Autor, Journalist, Übersetzer und Essayist. Er studierte Literatur- und Theaterwissenschaften sowie Pädagogik in Allenstein und Zürich. Er war Redakteur unter anderem bei der Literatur- und Kulturzeitschrift Porträt sowie der Allensteiner Welle. 2006 erschien sein Joyce-Buch „Okno na Joyce’a“ (de. Fenster zu Joyce). Er war Stipendiat der Robert Bosch Stiftung sowie der Zürcher James Joyce Stiftung. Arkadiusz Łuba lebt in Berlin.
Boris Schapiro
Boris Schapiro, geboren 1944 in Moskau, ist Mathematiker, Physiker, Theologe sowie deutsch- und russischsprachiger Schriftsteller und Dichter. Schapiro absolvierte ein Studium an der Physikalischen Fakultät der Universität Moskau, emigrierte anschließend nach Deutschland und lebt seit 1996 in Berlin. Schapiros Lyrik folgt seiner Theorie der musikalischen Präsemantik: Sie entspringt musikalisch-architektonischen Empfindungen, die anschließend zum fertigen Klanggebilde weiterentwickelt werden. Zu Boris Schapiros Veröffentlichungen zählen zahlreiche Bücher, verschiedene Übersetzungen, Essays über Lyrik, Erzählungen und Rezensionen.
Adelaide Ivánova
Adelaide Ivánova, geboren 1982 in Recife, Brasilien, ist Journalistin, politische Aktivistin und Gemeinschaftsorganisatorin, die mit Lyrik, Fotografie, Übersetzung und Publizistik arbeitet. Sie ist die Redakteurin der anarcho-feministischen Zeitschrift MAIS PORNÔ, PVFR! und Mitbegründerin von RESPEITA!, einer Koalition brasilianischer Dichterinnen und Slammer. Bisher veröffentlichte sie drei Bücher. Ihre jüngste Publikation, „O martelo”, gewann 2018 den ersten Preis der Rio Literature Awards. Sie lebt in Berlin, wo sie versucht, so wenig wie möglich zu arbeiten.
Sharon Dodua Otoo
Sharon Dodua Otoo wurde 1972 in London geboren und lebt in Berlin. Sie ist Britin, Mutter, Aktivistin, Autorin und Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe “Witnessed”. Ihre erste Novelle, “die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle”, erschien 2012 auf Englisch und 2013 auf Deutsch, es folgte “Synchronicity”, 2014 in deutscher Übersetzung, 2015 als “the original story” auf Englisch. Sharon Dodua Otoo hat 2016 mit “Herr Gröttrup setzt sich hin” den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen.
Édouard Louis
Édouard Louis, 1992 als Eddy Bellegueule in der Picardie geboren, ist ein französischer Schriftsteller. Er studierte an der École normale supérieure in Paris. Sein autobiographischer Debütroman "Das Ende von Eddy", in dem er von seiner Kindheit und Flucht aus prekärsten Verhältnissen in einem französischen Dorf erzählt, sorgte 2015 für großes Aufsehen. Sein zweiter Roman "Im Herzen der Gewalt" erschien 2016, in deutscher Übersetzung 2017. Édouard Louis lebt in Paris.