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Frank Weigand
Frank Weigand, geboren 1973 in Stuttgart, ist freiberuflicher Journalist, Autor und Übersetzer. Er studierte Romanistik, Philosophie und Komparatistik in Mainz und Dijon. Regelmäßig leitet er Übersetzer*innenworkshops in Deutschland, Frankreich und Kanada. Er hat rund 100 Theaterstücke vorwiegend französischer und frankophoner Dramatiker sowie Sachbücher der Soziologie, Philosophie und Performancetheorie ins Deutsche übersetzt. Seit 2001 ist er Herausgeber der Theateranthologie „SCÈNE - neue französische Theaterstücke“ im Verlag Theater der Zeit (gemeinsam mit der Regisseurin Leyla-Claire Rabih). Als Journalist ist er unter anderem für Die Deutsche Bühne, Tanz, Theater der Zeit, Die Zeit, taz, Die Welt sowie Die Berliner Morgenpost tätig.
Stefan Wancura
Geboren 1973 in Gmunden am Traunsee in Österreich - nach der Matura (Abitur) in der Hauptstadt studiert - in Paris, Graz und Wien gearbeitet - im Jahr 1997 am Max Reinhardt Seminar (Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien) angenommen- bis 2001 ebenda Schauspiel studiert - erstes Engagement am Schauspielhaus Chemnitz (Sachsen) - danach Gastengagements und Aufenthalt in Leipzig und bei der Wooster Group in New York City - 2009 Esslingen am Neckar, Landesbühne - ab 2011 Gastschauspieler am neuen Theater in Halle an der Saale und am Theater Rampe in Stuttgart - zur Zeit professioneller Sprecher, Theater- und Filmschauspieler.
Jiri Grusa
Jiri Grusa (1938-2011) wurde in Paradubice (Böhmen) gebohren, studierte Philosophie und Geschichte und wurde 1962 in Philosophie promoviert. 1964 gründete er die Zeitschrift "Tvár", 1970 erhielt er Publikationsverbot in der Tschechoslowakei, 1977 unterzeichnete er die "Charta 77", 1980 wurde er ausgebürgert, ab 1989 wurde er Botschafter in Deutschland, 1997 tschechischer Bildungsminister und von 1998 bis 2004 Botschafter in Österreich. Er war zudem Präsident des internationalen P.E.N.-Clubs und Direktor der Diplomatischen Akademie in Wien. Er veröffentlichte Gedichte und Prosa und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen.
Lisa Wildmann
Nach einer Tanzausbildung studierte sie Schauspiel und Regie am Mozarteum Salzburg. Bereits während des Studiums Engagement bei den Salzburger Festspielen („Libussa“, Regie: Peter Stein). Ihr erstes Engagement führte sie ans Landestheater Linz, anschließend ging sie ans Theater Bielefeld und von 2005-2011 war sie Ensemblemitglied am Staatstheater Stuttgart. Hier arbeitete sie u.a. mit Volker Lösch, Jan Neumann, Annette Pullen, Stephan Rottkamp und Hasko Weber.
Seither freischaffend, z.B. am Schauspielhaus Wien, an der Staatsoper Stuttgart, bei den Kunstfestspielen Herrenhausen und am Theater Heidelberg. Lisa Wildmann arbeitet außerdem als Sprecherin, ist für Film und Fernsehen tätig und unterrichtet an der Theaterakademie Stuttgart. Sie lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
Milena Nikolova
Milena Nikolova, 1974 in Sofia geboren, wuchs in Bulgarien, Deutschland und der Schweiz auf. Seit 1995 lebt sie in Berlin, wo sie an der Humboldt-Universität ein Studium der amerikanischen und skandinavischen Literatur- und Kulturwissenschaften absolvierte. Zwischen 1996 und 2000 war sie Kunstkorrespondentin für die Zeitschriften Flash Art und Spiegel Spezial. Später begleitete sie als Produzentin mehrere große Filmprojekte. 2016 erschien ihre lyrische Erzählung „SchrödingER’s Cat – a subatomic love story“ mit Illustrationen von Viktor Muhtarov, Tita Koicheva und Sava Muhtarov. Die deutsch- sowie englischsprachige Veröffentlichung des Buches sind für das kommende Jahr geplant. Milena Nikolova arbeitet als freie Autorin, Redakteurin und Übersetzerin in Berlin.
Patricia Cerda
Patricia Cerda, geboren 1961 in Concepción, Chile, lebt seit 1986 in Deutschland; 1994 promovierte sie an der FU Berlin im Fach Geschichte mit „Fronteras del Sur: La región del Bío-Bío y la Araucanía 1604-1881“. Sie hat in deutschen und chilenischen Fachzeitschriften sowie auf ihrem Blog Aufsätze und Essays über Geschichte, Literatur und Philosophie veröffentlicht. 2013 erscheinte der Erzählband „Entre mundos“, es folgen 2016 der historische Roman „Mestiza“, der im 17. Jahrhundert spielt und den Anfängen der chilenischen Kultur auf den Grund geht, und 2016 der Roman „Rugendas“, der vom Aufenthalt des deutschen Malers der Romantik in Chile erzählt. Beide Romane sind chilenische Bestseller geworden.
Doğan Akhanlı
Doğan Akhanlı wurde 1957 in Şavşat in der Provinz Artvin im Nordosten der Türkei geboren. Ab 1969 lebte er in Istanbul. Nach dem Militärputsch vom 12. September 1980 ging er in den Untergrund. Als politischer Häftling saß er von 1985 bis 1987 im Militärgefängnis Metris in Istanbul und wurde dort gefoltert. 1991 floh er nach Deutschland; 1998 wurde er von der Türkei zwangsausgebürgert. Doğan Akhanlı lebt heute als freier Schriftsteller in Köln. 1998/99 erschien seine Romantrilogie „Kayıp Denizler“ („Die verschwundenen Meere“) in türkischer Sprache. Der letzte Band „Kıyamet Günü Yargıçları“, der unter dem Titel „Die Richter des Jüngsten Gerichts“ (2007) auch in deutscher Übersetzung veröffentlicht wurde, thematisiert den Völkermord an den Armeniern.
Bernhard Schlink
Bernhard Schlink, 1944 geboren, ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Jurist. Von 1988 bis 2006 war er Richter des Verfassungsgerichtshofs für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster und von 1992 bis zu seiner Emeritierung 2009 Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Für seinen Roman "Der Vorleser" (1995), der mit Kate Winslet in der Hauptrolle oscargekrönt verfilmt und in über 50 Sprachen übersetzt wurde, erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den 'Grinzane-Cavour-Preis', den 'Hans-Fallada-Preis' und den 'Prix Laure Bataillon' 1997 sowie das 'Bundesverdienstkreuz 1. Klasse' 2003. Bernhard Schlink lebt in Berlin und New York.
Stephan Hermlin
Stephan Hermlin (eigentlich Rudolf Leder), 1915 in Chemnitz geboren, trat 1931 dem Kommunistischen Jugendverband bei. 1936 emigrierte er nach Palästina, später nach Frankreich und kehrte bereits 1945 nach Deutschland zurück, zunächst nach Frankfurt am Main, wo er als Rundfunkredakteur arbeitete. 1947 übersiedelte Stephan Hermlin nach Ost-Berlin in die damalige sowjetische Besatzungszone. Er wurde SED-Mitglied und Mitarbeiter der Zeitschriften „Aufbau“, „Ulenspiegel“ und „Sinn und Form“. Der Lyriker, Prosaautor und Übersetzer wurde rasch einer der einflussreichsten Schriftsteller der DDR. Er war Mitglied der Akademie der Künste der DDR (ab 1950) und der Akademie der Künste West-Berlin (ab 1976) sowie langjähriger Vizepräsident des Internationalen P.E.N.-Clubs. Stephan Hermlin starb 1997 in Berlin.
Ulrich Raulff
Ulrich Raulff, 1950 geboren, war ab 1994 Redakteur und Feuilletonchef bei der FAZ, ab 2001 leitender Redakteur bei der SZ und ist seit 2004 Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Unter anderem sind von ihm erschienen: „Wiedersehen mit den Siebzigern. Die wilden Jahre des Lesens“ (2014) und „Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung“ (2015). Ulrich Raulff wurde u. a. mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2010 (Sachbuch) und dem Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik 2013 ausgezeichnet. Er ist u. a. Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Mitglied im Präsidium des Goethe-Instituts, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Wissenschaftskollegs zu Berlin, des PEN-Zentrums Deutschland und der Académie de Berlin.