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Siegmar Faust
Siegmar Faust, geboren 1944 in Dohna, studierte ab 1964 Kunsterziehung und Geschichte, wurde jedoch 1966 aus politischen Gründen exmatrikuliert. Aufgrund staatsfeindlicher Hetze wurde er mehrmals inhaftiert bis er im Jahre 1976 von der Bundesrepublik Deutschland freigekauft wurde. Faust ist tätig als Schriftsteller, Drehbuchautor und arbeitet als Besucherreferent in der Gedenkstätte Hohenschönhausen.
Reinhard Baumgart
Reinhard Baumgart (1929-2003) war ein deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker. In den 60ern trat er zunächst als Autor hervor. In den folgenden Jahren arbeitete er als Lektor beim Piper Verlag, wo er unter anderem Ingeborg Bachmann betreute. Als Kritiker der ZEIT wurde er in den 90ern zu einem der schärfsten Kritiker von Marcel Reich-Ranicki und dem "Literarischen Quartett".
Christoph Hein
Der Schriftsteller und Übersetzer Christoph Hein wurde 1944 in Heinzendorf geboren. In Leipzig und Berlin studierte er ab 1967 Philosophie und Logik. Ab 1971 arbeitete er als Dramaturg und Autor an der Volksbühne Berlin. Bis 2006 war er Mitherausgeber des "Freitag". Er lehnte es 2006 ab, Intendant des Deutschen Theaters in Berlin zu werden. Heute ist er freischaffend tätig.
Olivia Laing
Olivia Laing (*1977 in Großbritannien) ist eine essayistisch arbeitende Autor:in, deren Werk Literatur, Kunstkritik und autobiografische Erfahrung verbindet. Internationale Aufmerksamkeit erlangte Laing mit vielgelobten Büchern über Landschaft, Einsamkeit, Körperpolitik und Freiheit, in denen persönliche Erkundungen mit der Betrachtung von Kunst und Künstler:innen verknüpft werden. Neben Sachbüchern veröffentlichte Laing auch einen preisgekrönten Roman und schreibt regelmäßig für internationale Medien wie den Guardian, die Financial Times und die New York Times. Laing ist Mitglied der Royal Society of Literature, wurde mehrfach ausgezeichnet, in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Rachel Cusk
Rachel Cusk (*1967 in Saskatoon, Kanada) wuchs überwiegend in Los Angeles auf und lebt seit ihrer Jugend in Großbritannien. Sie studierte Englisch in Oxford, arbeitete zunächst in einer Londoner Literaturagentur und debütierte 1993 mit dem preisgekrönten Roman Saving Agnes. Internationale Bekanntheit erlangte sie mit der Outline-Trilogie, einem formal innovativen, stark autobiografisch geprägten Erzählprojekt über Schreiben, Beziehungen, Mutterschaft und Identität. Neben ihren Romanen veröffentlichte Cusk vielbeachtete Essays und autobiografische Texte, in denen sie Mutterschaft, Scheitern und Selbstwahrnehmung nüchtern und radikal reflektiert. Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet und für den Booker Prize nominiert; zuletzt erschien 2024 der Roman Parade, der zentrale Themen ihres Schreibens – Kunst, Moral, Familie und Geschlechterverhältnisse – erneut bündelt.
Madame Nielsen
Die dänische Autorin, Performerin, Schauspielerin, Sängerin und Madame Nielsen wurde 1963 in Aarhus geboren und auf den Namen Claus Beck-Nielsen getauft. Madame Nielsen hatte ihr Debüt als Autorin mit dem Roman »Den endeløse sommer« (2014; dt. »Der endlose Sommer«, 2018). Es folgten die Romane »Invasionen« (2016) sowie »Det højeste væsen« (2017; Ü: Das höchste Wesen), in dem der Erzähler auf eine junge rumänische Balletttänzerin trifft, die sich auf einer Auslandstournee von ihrer Truppe absetzt. Ihre im Wahnsinn endende Liebesgeschichte ist verwoben mit der Geschichte des rumänischen Diktators Nicolae Ceaușescu. Madame Nielsens jüngster Roman »The Monster« (2018; dt. »Das Monster«, 2020) handelt von einem jungen Europäer, der 1993 nach New York kommt und im legendären Performancetheater Wooster Group der neue Willem Dafoe werden will. In einer Horrorvision spaltet sich die Wahrnehmung in Kunst und Leben, Albtraum und Vision, Sex und Tod. Madame Nielsens Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2019 ist sie Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.
Kārlis Vērdiņš
Kārlis Vērdiņš, geboren 1979 in Riga, hat Kulturtheorie an der Lettischen Kulturakademie studiert und hält einen Doktortitel in lettischer Literatur der Universität Lettlands. Derzeit absolviert er den PhD Track Comparative Literature for International Writers der Washington University in St. Louis, Missouri, wo er an seinem ersten Roman arbeitet. Er veröffentlichte Gedichtsammlungen, seine Monographie „The Social and Political Dimensions of the Latvian Prose Poem“ (Pisa University Press 2010) und ist Ko-Autor von „Queer Stories of Europe“ (mit Jānis Ozoliņš, 2016). Sein Buch „Tētis“ war 2017 im jährlich erscheinenden Katalog „The White Ravens“ der Internationalen Jugendbibliothek sowie auf der IBBY Honor List 2018 des International Board on Books für Young People verzeichnet .
Stefanie-Lahya Aukongo
Stefanie-Lahya Aukongo ist eine aus Namibia stammende und in der DDR aufgewachsene Autorin, Dichterin, Kuratorin, Fotografin und Aktivistin. Aukongo studierte an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Sie ist seit 2009 Diplom-Kauffrau für Public Management und Public Governance. Sie engagierte sich in bekannten Institutionen wie dem Bundespräsidialamt, der Deutschen Afrikastiftung, dem Afrikahaus Berlin, der namibischen Botschaft in Berlin u.v.m. Künstlerisch liegt Aukongos Schwerpunkt vor allem auf Gender-Themen, Intersektionalität, Empowerment und Panafrikanismus. Ihr Schaffen steht gegen Diskriminierung und für Menschenrechte. Sie kuratiert und moderiert seit 2014 regelmäßig die Berliner Spoken-Word-Veranstaltung One World Poetry Night. 2009 veröffentlichte Aukongo ihren autobiografischen Roman „Kalungas Kind – wie die DDR mein Leben rettete” sowie ihren Gedichtband „United Colours of Seelenkollaps”.
Christiane Quandt
Christiane Quandt ist Lateinamerikanistin und Übersetzerin für Spanisch, Portugiesisch und Englisch ins Deutsche. Sie übersetzt Literatur, Lyrik, wissenschaftliche Texte und Fachtexte und ist Mitherausgeberin der Zeitschrift für lateinamerikanische Literatur alba. lateinamerika lesen. Sie hat am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) an der Universität Mainz studiert und 2009 den jahrgangsbesten Abschluss erreicht. Bis 2015 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Forschung und Lehre am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin tätig. Sie publizierte zahlreiche Übersetzungen sowie literaturwissenschaftliche Texte und Rezensionen. Für alba hat sie unter anderem Texte von den brasilianischen Autoren Ricardo Lísias und Veronica Stigger, der Österreicherin Paula Ludwig und der peruanischen Autorin Carmen Ollé übersetzt. Sie rezensiert regelmäßig literarische Texte für das online-Magazin CulturMAG und ist Mitherausgeberin des Bandes zur aktuellen brasilianischen Literatur „Novas Vozes. Zur brasilianischen Literatur im 21. Jahrhundert“.
Alice Miller
Alice Miller ist Autorin eines Romans („More Miracle than Bird“) und dreier Gedichtbände („The Limits“, „Nowhere Nearer“ und „What Fire“) sowie des Gedichtbandes „Blaue Stunde“, der ins Deutsche übersetzt wurde. Sie war Stipendiatin des Iowa Writers‘ Workshop, der Akademie Schloss Solitude und des Berliner Senats. Alice Miller stammt aus Aotearoa, Neuseeland, und lebt in Berlin.