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Kulturamt Frankfurt am Main
Das Kulturamt Frankfurt am Main veranstaltet regelmäßig die Lesungsreihe Frankfurter Premieren, bei der Neuerscheinungen aus in Frankfurt ansässigen Verlagen oder von Frankfurter Autor:innen vorgestellt werden, sowie im biennalen Wechsel die Festivals literaTurm und Lyriktage Frankfurt. Zur Frankfurter Buchmesse richtet das Kulturamt zudem das populäre Lesefest OPEN BOOKS aus.
Fotos: Alexander Paul Englert
Anne Applebaum
Anne Applebaum, geboren 1964 in Washington, D. C., ist Journalistin und Osteuropa-Historikerin sowie eine der profiliertesten Kritiker:innen autoritärer Herrschaftssysteme und russischer Expansionspolitik. 1988 war sie als Korrespondentin des »Economist« in Warschau tätig. Seit 2019 schreibt sie als Kolumnistin für »The Atlantic« und ist Senior Fellow an der Johns Hopkins School of Advanced International Studies. Ihre Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Pulitzer-Preis 2004 und mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis 2024. Für ihr Gesamtwerk wird Anne Applebaum mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels im Oktober 2024 ausgezeichnet.
Kristof Magnusson
Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, ist ein isländisch-deutscher Theater- und Romanautor. Nach dem Abitur arbeitete Magnusson in einem Obdachlosenasyl in New York und absolvierte er eine Ausbildung zum Kirchenmusiker. Anschließend studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität Reykjavík. Seine Theaterkomödie „Männerhort,“ uraufgeführt am Schauspiel Bonn, wurde zum Kulthit und lief inzwischen an über 80 Theatern im In- und Ausland. 2005 erschien Magnussons Romandebüt „Zuhause,“ 2010 folgte der Roman „Das war ich nicht,“ 2014 der „Arztroman“.
Christian Dittloff
Christian Dittloff, geboren 1983 in Hamburg, studierte Germanistik und Anglistik in Hamburg sowie Literarisches Schreiben in Hildesheim, arbeitete in einer Psychiatrie, als Kulturjournalist und Experte für Kulturmarketing. 2018 erschienen sein Romandebüt „Das Weiße Schloss“ sowie 2020 und 2023 seine autofiktionalen Texte „Niemehrzeit. Das Jahr des Abschieds von meinen Eltern“ und „Prägung. Nachdenken über Männlichkeit“. Er lebt und schreibt in Berlin.
Eugen Ruge
Eugen Ruge wurde 1954 in Soswa (Ural) geboren und studierte Mathematik. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde, bevor er 1988 aus der DDR in den Westen ging und seitdem hauptberuflich als Autor für Theater, Funk und Film sowie als Übersetzer arbeitet. Für den Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" wurde er mit dem Alfred-Döblin-Preis (für das Manuskript), mit dem Aspekte-Literaturpreis und dem Deutschen Buchpreis 2011 ausgezeichnet.
Clemens J. Setz
Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren. Er studierte Mathematik und Germanistik und lebt als freier Schriftsteller in Graz. 2007 erschien sein Debütroman Söhne und Planeten; für seinen Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes erhielt er 2011 den Preis der Leipziger Buchmesse. 2012 erschien der Roman Indigo, 2015 Die Stunde zwischen Frau und Gitarre. 2018 folgte der Interviewband Bot. Gespräch ohne Autor.
Tanja Maljartschuk
1983 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine geboren, studierte Tanja Maljartschuk Philologie an der Universität Iwano-Frankiwsk und arbeitete nach dem Studium als Journalistin in Kiew. 2009 erschien auf Deutsch ihr Erzählband »Neunprozentiger Haushaltsessig«, 2013 ihr Roman »Biografie eines zufälligen Wunders« und 2014 »Von Hasen und anderen Europäern«. 2018 erhielt sie für den Text »Frösche im Meer« in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die Autorin schreibt regelmäßig Kolumnen für die Deutsche Welle (Ukraine) und für Zeit Online und lebt seit 2011 in Wien.
Rery Maldonado Galarza
Rery Maldonado Galarza (Tarija, 1976) ist eine unabhängige Autorin und Übersetzerin mit Sitz in La Paz, Bolivien. Sie war Chefredakteurin der Zeitschrift AméricaEconomía für Bolivien und Paraguay, Co-Direktorin von Los Superdemokraticos, einem Pilotprojekt für intellektuellen Fairtrade zwischen Deutschland und Lateinamerika, und Mitinhaberin der Buchhandlung La Rayuela. Auf Deutsch erschienen der mit Nikola Richter herausgegebene Band »Los Superdemokraticos« (Verbrecher Verlag, 2011) sowie der Lyrikband »Chaosforschung« (Ü: Michael Ebmeyer, hochroth Heidelberg, 2020). Sie erhielt ein Stipendium des TOLEDO-Mobilitätsfonds.
Júlio Gomes
Júlio Gomes ist Übersetzer, Redakteur und Verleger (7 Nós, Porto). Er lebt in Berlin, wo er 2015 das Magazin Utopie mitbegründete. Er veröffentlichte zahlreiche Übersetzungen, brachte bislang unübersetzte portugiesische Autor*innen in Deutschland heraus und realisiert kulturelle sowie medienpädagogische Projekte. Gomes wurde 1976 in Figueira da Foz geboren, studierte Medien- und Filmwissenschaften und arbeitete zuvor journalistisch in Portugal, Kap Verde, Brasilien und Mosambik.
Malte Persson
Malte Persson, geboren 1976, ist ein in Berlin lebender, schwedischer Lyriker, Romanautor, Übersetzer und Kulturkritiker. Zu seinen Publikationen zählen die Romane Livet på den här planeten (2002) und Edelcrantz förbindelser (2008) und die Gedichtbände Apolloprojektet (2004), Undergången (2021) und Skapelser (2024) sowie weitere mehr. Als Übersetzer hat er Auswahlbände von Heinrich Heine und Rainer Maria Rilke im Schwedischen herausgegeben und übersetzt.