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Götz Aly
Götz Aly, geboren 1947 in Heidelberg, ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die »taz« und die »Berliner Zeitung« und war als Gastprofessor tätig. Er ist Autor zahlreicher Bücher über Nationalsozialismus und Antisemitismus. Er wurde mit dem Heinrich-Mann-Preis (2002), dem Marion-Samuel-Preis (2003), dem Ludwig-Börne-Preis (2012) und für seine Studie über die europäische Geschichte von Antisemitismus und Holocaust »Europa gegen die Juden 1880–1945« mit dem Geschwister-Scholl-Preis (2018) ausgezeichnet. »Das Prachtboot. Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten« widmet sich dem kolonialen Kunstraub.
Sasha Filipenko
Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, ist ein belarussischer Schriftsteller, der auf Russisch schreibt. Nach einer abgebrochenen klassischen Musikausbildung studierte er Literatur in St. Petersburg und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satireshow und als Fernsehmoderator. ›Die Jagd‹ wurde in Russland für den Big Book Award und den russischen Booker-Preis nominiert. Sasha Filipenko lebt derzeit mit seiner Familie in Deutschland.
Deniz Utlu
Deniz Utlu, 1983 in Hannover geboren, studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. 2006 nahm er an der Autorenwerkstatt des LCB teil. Sein erster Roman „Die Ungehaltenen“ erschien 2014 im Graf Verlag. Von 2003 bis 2014 gab er das Kultur- und Gesellschaftsmagazin „freitext“ heraus. Deniz Utlu lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Im Maxim Gorki Theater veranstaltet er die Literaturreihe „Prosa der Verhältnisse“. Für Dichterlesen.net kuratierte er 2016 gemeinsam mit Marica Bodrožić den Hörraum „Unterhaltungen deutscher Eingewanderten“.
Billy-Ray Belcourt
Billy-Ray Belocourt ist Lyriker, Wissenschaftler und Autor und gehört der indigenen Bevölkerungsgruppe Driftpile Cree Nation an. Zurzeit ist Belcourt Juniorprofessor in indigenem kreativem Schreiben an der University of British Columbia Vancouver. Er beschäftigt sich mit Themen wie Dekolonialisierung, Trauer, Intimität und queerer Sexualität. Seine Lyrikanthologie »This Wound Is a World« gewann 2018 den kanadischen Griffin Poetry Prize, seine Essaysammlung »A History of My Brief Body« war Best Book of 2020 bei »Kirkus Reviews«.
Alain Damasio
Alain Damasio wurde 1969 in Lyon geboren. Sein Studium an einer Wirtschaftshochschule brach er ab, um zu schreiben. In seinem Werk, das maßgeblich vom französischen Philosophen Gilles Deleuze beeinflusst ist, widmet er sich vor allem der Organisation der Welt und des menschlichen Zusammenlebens. Er entwirft oftmals dystopisch wirkende Zukunftsszenarien, die ihre politische Dimension entfalten, indem sie Phänomene unserer Zeit aufgreifen und weiterdenken. Das Spiel mit der französischen Sprache – beispielhaft hierfür ist Alain Damasios Vorliebe für Wortneuschöpfungen – ist ein weiteres typisches Element seines Werks. Der Autor lebt in Marseille.
Wendy Law-Yone
geboren 1947 in Mandalay, ist eine burmesische Autorin. Ihr Vater war Verleger von Burmas erster englischsprachiger Zeitung nach der Unabhängigkeit, die infolge des Militärputschs 1962 aufgelöst wurde. Sie verließ sie das Land fünf Jahre später als Staatenlose. In den USA publizierte ihre ersten Romane, in denen sie die Erfahrung der politischen Umwälzungen und des Exils beschreibt. 2015 war sie Friedrich Dürrenmatt Gastprofessorin an der Universität Bern. Wendy Law-Yone lebt heute in London und in der Provence.
Amin Maalouf
Amin Maalouf, geboren 1949 im Libanon, lebt seit 1976 als Journalist und Autor von Romanen, Essays und Opernlibrettos in Frankreich. Er bereiste über sechzig Länder und schreibt über Identität und das Verhältnis zwischen Westen und arabischer Welt. Sein Werk wurde in über fünfzig Sprachen übersetzt. 1993 erhielt er für »Le Rocher de Tanios« (1993; dt. »Der Felsen des Tanios«, 2004) den Prix Goncourt. 2011 wurde er in die Académie française gewählt. Zuletzt erschien »Le naufrage des civilisations« (2019).
Niq Mhlongo
Der Journalist und Schriftsteller Niq Mhlongo wurde 1973 in Soweto, Südafrika geboren. Bis 1996 studierte er Afrikanische Literatur und Politikwissenschaft an der Universität Witwatersrand. In seinem Debüt »Dog Eat Dog« (2004; Ü: Hund frisst Hund) wie auch in den folgenden Romanen »After Tears« (2007; Ü: Nach den Tränen) und »Way Back Home« (2013; dt. 2015), die er im Soweto-Dialekt verfasste, verarbeitete er vor allem das Leben in der Post-Apartheid-Epoche sowie das Thema Fremdenfeindlichkeit. Mhlongo war 2008 Stipendiat des International Writing Program an der University of Iowa. Der Autor lebt in Johannesburg.
Kristin Linde
Kristin Linde ist 1991 in Berlin geboren und aufgewachsen. Bereits als Schülerpraktikantin beim Radio wurde ihre stimmliche Präsenz erkannt und brachte sie regelmäßig vor's Mikro. Als freie Redakteurin und Autorin arbeitete sie für einige Jahre beim Jugendsender MDR Sputnik, TV Halle sowie beim ZDF. Seit 2017 moderiert sie für die Stiftung Planetarium Berlin regelmäßig Bildungsveranstaltungen im Zeiss-Großplanetarium, Planetarium am Insulaner und der Archenhold-Sternwarte. Nebenbei ist sie als Nachwuchsmoderatorin bei diversen Events wie etwa dem internationalen literaturfestival berlin tätig.
Elnathan John
Elnathan John, geboren 1982 in Kaduna/Nordwest-Nigeria, ist Anwalt, Satiriker und Autor von Kurzgeschichten und Romanen. Seine Erzählung "Bayan Layi" wurde 2013 für den Caine Prize for African Writing nominiert, auch die Erzählung "Flying" (2015) schaffte es auf die Shortlist. Sein erster Roman "Born on a Tuesday" erschien 2015 und stand auf den Shortlists des NLNG Nigeria Prize for Literature, des Republic of Consciousness Prize, des Betty Trask Prize und des Hurston/Wright Legacy Award for Debut Fiction.