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Julia Kissina
Julia Kissina wurde 1966 in Kiew, Ukraine, geboren. Sie gehört dort zum russisch-sprachigen Anteil der Bevölkerung. Sie war Vertreterin der Moskauer Konzeptualisten und der sogenannten “anderen Prosa” und publizierte bis 1990 vorwiegend im Samisdat. 1998 schloss sie ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in München ab. Ihre literarischen Werke werden in Russland und Deutschland in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. „Vergiss Tarantino“, eine Sammlung ihrer Geschichten in der Tradition des Absurden, wurde auf Deutsch erstmals 2005 vom Aufbau Verlag veröffentlicht. Im selben Jahr erschien auch ihr Kinderbuch „Milin und der Zauberstift“. Seit 2006 führte sie eine Anzahl an Performances unter dem Namen ,,Klub der toten Künstler” durch. In ihrem autobiographischen Roman “Frühling auf dem Mond” beschreibt Kissina ihre sowjetische Kindheit vor dem Hintergrund der zerfallenden Stadt Kiew. Im Juni 2016 erschien ihr neuer Roman “Elephantinas Moskauer Jahre”. Seit 2003 lebt Kissina dauerhaft in der Stadt Berlin.
Horst Samson
Horst Samson wurde 1954 in der Bărăgansteppe geboren, wohin seine Familie deportiert worden war. Er arbeitete als Lehrer und Journalist, ist Herausgeber von Anthologien und übersetzt immer wieder aus dem Rumänischen (Ana Blandiana, Mircea Dinescu u.a.). Seit 1976 erschienen von ihm zwölf Gedichtbände. Als Kritiker des Ceaușescu-Regimes erhielt er 1985 Schreibverbot und wurde vom rumänischen Sicherheitsdienst mit Verhaftung und Mord bedroht. 1987 emigrierte er mit seiner Familie nach Deutschland und war 2006-14 Generalsekretär der Sektion deutschsprachige Länder des EXIL-PEN. 2018 widmete ihm der Pop-Verlag eine Monographie Heimat als Versuchung – Das nackte Leben, herausgegeben von Traian Pop, mit Beiträgen von Theo Breuer, Kurt Drawert, Franz Hodjak, Jan Kuhlbrodt u.v.a. Zuletzt erschien von ihm der Gedichtband In der Sprache brennt noch Licht (Ludwigsburg: Pop Verlag, 2021).
Ko Bylanzky
Ko Bylanzky,
SlamMaster und Moderator, Literaturveranstalter mit Schwerpunkt Junge Literatur.
Gastgeber und Moderator diverser regelmäßiger Poetry Slams in München, Regensburg, Ulm Salzburg, Landsberg, Dachau und Freising sowie dreimaliger Ausrichter von Deutschsprachigen Meisterschaften, zwei Österreichischen Meisterschaften und vier Landesmeisterschaften im Poetry Slam. Erster Euröpäischer MC beim U.S. National Poetry Slam 2003 in Chicago.
Begründer, Kurator und Moderator von Literaturshows, z. B. „bewegungsfreiheit“ im Literaturhaus München sowie „Poetry – Dead or Alive“ und „Lauschlounge“ in den Münchner Kammerspielen sowie „Poetry in Motion“ im Lyrik Kabinett München..
Kurator und Moderator von Spoken-Word- Programmen bei zahlreichen Literaturfestivals. Herausgeber mehrerer Poetry-Slam-Anthologien, Träger des Schwabinger Kunstpreises 2020.
Eugene Ostashevsky
Eugene Ostashevsky, geboren 1968 in Leningrad, ist ein russisch-amerikanischer Dichter, der 1979 mit seiner Familie in die USA auswanderte, dort zweisprachig aufwuchs und an der Stanford University Komparatistik studierte. 2005 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband “Iterature”, 2008 “The Life and Opinions of DJ Spinoza”, darüber hinaus mehrere Chapbooks. 2006 erschien unter seiner Herausgeberschaft mit “OBERIU: An Anthology of Russian Absurdism” die erste englischsprachige Anthologie dieser Autoren. Ostashevsky übersetzt aus dem Russischen, etwa Wladimir Majakowski, Ossip Mandelstam, Daniil Charms, Arkadi Dragomoschtschenko, Alexander Vvedensky und Dmitri Golynko, sowie aus dem Italienischen, etwa Elisa Biagini. 2014 war er Stipendiat des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Eugene Ostashevsky lehrt neben dem eigenen Schreiben Literatur an der New York University und war 2016 der erste russisch-amerikanische Siegfried-Unseld-Gastprofessor an der Berliner Humboldt-Universität.
Helon Habila
Helon Habila ist ein in Nigeria geborener Schriftsteller, Herausgeber und Professor für Kreatives Schreiben an der George Mason University in Virginia, USA. Er studierte in Nigeria und Großbritannien und veröffentlichte vier vielbeachtete Romane, darunter Waiting for an Angel, Measuring Time, den internationalen Bestseller Oil on Water sowie Travellers, der Fragen von Heimat, Migration und Vertreibung in den Mittelpunkt stellt. Neben seiner Prosa ist Habila als Essayist und Herausgeber zahlreicher Anthologien tätig und setzte sich in The Chibok Girls eindringlich mit der Gewalt von Boko Haram auseinander. Seine Werke wurden international ausgezeichnet, unter anderem mit dem Caine Prize for African Writing und dem Windham-Campbell Prize for Fiction, und standen auf zahlreichen renommierten Shortlists. Habila ist Vorstandsmitglied von Africa Writers Trust, langjähriger Redakteur der Virginia Quarterly Review, war 2013 DAAD-Fellow des Berliner Künstler*programms und ist 2024 Curator in Residence des internationalen literaturfestivals berlin; er lebt und arbeitet zwischen Nigeria und den USA.
Rumena Bužarovska
Rumena Bužarovska, geboren 1981 in Skopje, Nordmazedonien, ist Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Literaturübersetzerin. Zu den von ihr ins Mazedonische übersetzten Autoren gehören Lewis Carroll, J. M. Coetzee, Truman Capote und Charles Bukowski. Sie lehrt Amerikanische Literatur an der Staatsuniversität Skopje. Neben einer Studie über Humor und Literatur (»What’s funny. Theories of humor through the prism of the story«, 2012) und Abdrucken in Literaturzeitschriften und Anthologien sind bisher vier Erzählbände erschienen: »Čkrtki« (2007; Ü: Gekritzel), »Osmika« (2010; Ü: Weisheitszahn), »Mojot maž« (2014; dt. »Mein Mann«, 2021) und »Ne odam nikade« (2018; Ü: Ich gehe nirgendwo hin). Bužarovska wurde 2016 im Rahmen des von Literary Across Frontiers initiierten Projekts »Literary Europe Live« zu einer der zehn interessantesten literarischen Stimmen Europas gekürt. 2018 war sie Fellow des International Writing Program in Iowa. Sie ist Co-Initiatorin eines Storytelling-Projekts für Frauen, »PičPrič«, und Redakteurin der Literaturzeitschrift »Blesok«. Rumena Bužarovska lebt und arbeitet in Skopje.
Alexandru Bulucz
Alexandru Bulucz, 1987 im rumänischen Alba Iulia (dt. Karlsburg) geboren, lebt seit 2000 in Deutschland. Studium der Germanistik und Komparatistik in Frankfurt am Main unter anderem bei Werner Hamacher und Eva Geulen, Übersetzer aus dem Französischen (Jean-Luc Nancy) und dem Rumänischen (Ana Blandiana, Marius Daniel Popescu, Alexandru Vona …), Autor beim Onlineportal Signaturen, Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Otium, gab auch die Zeitschrift für Literaturkritik Die Wiederholung mit heraus, Redakteur des Onlinemagazins Faust-Kultur, Lyrikbesprechungen für Funk und Feuilleton (DLF, Tagesspiegel, Neues Deutschland), seit Frühjahr 2015 Herausgeber der philosophischen Gesprächsreihe “Einsichten im Dialog” in der Edition Faust. Verstreute Gedichte in Literaturzeitschriften und Anthologien, promoviert am Graduiertenkolleg Schreibszene Frankfurt am Main mit einer Arbeit über Wolfgang Hilbig. Sein Lyrik-Debüt “Aus sein auf uns” erschien im März 2016 in der Lyrikedition 2000. Im Juni 2018 erschien ein von ihm kuratierter und übersetzter lyrischer Rumänienschwerpunkt in den Lichtungen.
4 Gedichte für Anthologie Christian Scholz
01. September 1986
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Lesung: Oskar Pastior
Nachlass Oskar Pastior: Tonband X13
Licht überm Land: Dänische Lyrik vom Mittelalter bis heute
29. Juni 2021
Stiftung Lyrik Kabinett
Ein Abend mit der Dichterin Mette Moestrup und dem Lyriker Lars Skinnebach
Marlene Hastenplug und der Herausgeber Peter Urban-Halle führen ein Gespräch über die Anthologie (Hanser Verlag 2020)
Veranstaltung im Lyrik Kabinett, München
Besprochene Bücher: Licht überm Land: Dänische Lyrik vom Mittelalter bis heute
Fünf Jahre hochroth München – das Jubiläumsfest
07. Oktober 2022
Stiftung Lyrik Kabinett
Lesung mit: Daniel Bayerstorfer, Anja Golob & Nikolai Vogel, Lisa Jeschke, Ricarda Kiel, Rick Reuther (zu Ianina Ilitcheva), Slata Roschal, Felix Schiller, Clara Sondermann (zu Ursula Andkjær Olsen), Franziska Winkler (zu „handverlesen“), Xoşewîst
Moderation: Tim Holland, Tristan Marquardt, Hannes Munzinger
Veranstaltung im Lyrik Kabinett, München
Besprochene Bücher: Gegenklaviere, regionale konflikte, Taubentext, Vogeltext, ich sehe die einsamkeit vor mir und sie ist leicht, Kommt her ihr Heinis ich will euch trösten, Die Anthologie der Gedichte betrunkener Frauen, Leipzigيّاt, Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus, Tante Alles, ist das mein kind, ist das meine mutter